Geschlechtskrankheiten: Symptome erkennen und bekämpfen

Jeder weiß, wie wichtig Verhütung ist. Dennoch haben sich viele schon einmal eine Geschlechtskrankheit eingefangen. So erkennt ihr, ob ihr auch betroffen seid!

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Eine Geschlechtskrankheit macht sich nicht immer direkt bemerkbar. Die ersten Symptome lassen sich nach ein bis drei Wochen feststellen. Alle wichtigen Informationen über Geschlechtskrankheiten findet ihr hier! 

Geschlechtskrankheiten werden in der Öffentlichkeit nur wenig angesprochen. Unangenehme Schmerzen, Geruch oder Juckreiz im Intimbereich ist unangenehm und darf nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Zur weltweit häufigsten Geschlechtskrankheit gehören Genitalwarzen. Frauen und Männer sind davon gleichermaßen betroffen. 

Welche Geschlechtskrankheiten gibt es?

Die meisten Geschlechtskrankheiten werden beim ungeschützten Sex übertragen. Die bekanntesten davon sind Chlamydien, Tripper und Syphillis. Wenn wir vom ungeschützten Sex reden, meinen wir damit nicht nur Vaginal- oder Analsex. Auch beim Oralverkehr lassen sich Krankheiten übertragen. Einige davon sogar beim Benutzen vom gemeinsamen Sexspielzeug. Einzelne Infektionen können sogar durch das gemeinsam benutzte Handtuch oder die Matratze übertragen werden. Beim Geschlechtsverkehr schützt leider auch nicht jedes Verhütungsmittel automatisch vor sexuellen Krankheiten – daher empfehlen wir euch immer ein Kondom zu benutzen! 

Chlamydien 

Diese Geschlechtskrankheit ist eine Infektion, die die Schleimhäute der Harnröhre, des Gebärmutterhalses und des Enddarms betrifft. 

Wie findet man denn heraus, ob ihr von Chlamydien betroffen seid, oder nicht? Der Arzt kann mithilfe eines Abstrichs oder eines Urintests feststellen, ob ihr Chlamydien habt oder nicht. Frauen können bis zum vollendeten 25. Lebensjahr jährlich einmal einen Test machen lassen, der von der Krankenkasse übernommen wird. Wenn die Vermutung auf eine Infektion besteht, kann im Rahmen einer ärztlichen Untersuchung ein weiterer Test veranlasst werden. Nur wenn der Verdacht besteht, werden die Kosten übertragen, sonst muss in der Regel jeder weitere Chlamydien-Test selbst bezahlt werden.

Was sind die Symptome und Folgen der Chlamydien?

Leider macht sich die Infektion nicht sofort bemerkbar. Ein bis drei Wochen kann es dauern, bis ihr merkt, dass irgendetwas nicht stimmt. Meist macht sich ein unangenehmer Geruch bemerkbar. Beim Wasserlassen brennt, juckt und schmerzt die Vagina. Auch ein Ausfluss aus der Harnröhre ist nicht ausgeschlossen.

Bei Frauen kann es sogar so weit kommen, dass die Regelschmerzen sich verstärken, genauso wie die Regelblutung. Auch Zwischenblutungen könnten ein Symptom von Chlamydien sein. Bleibt die Infektion unentdeckt, kann dies zu einer Unfruchtbarkeit oder Bauchhöhlen- bzw. Eileiterschwangerschaft führen. 

Bei Männern allerdings macht sich die Chlamydien-Infektion bemerkbar, in dem er Schmerzen im Hoden und Unterbauch hat. Fieber ist auch nicht auszuschließen. Im schlimmste Falle kann diese Geschlechtskrankheit zu einer Entzündung der Samenleiter oder Prostata und sogar zur Unfruchtbarkeit führen.

Genitalwarzen (HPV)

Auch Genital- oder Feigwarzen gehören zu den meist verbreiteten Geschlechtskrankheiten weltweit! Umso wichtiger ist es zu wissen, woher sie kommen und wie ihr diese Infektion bekämpfen könnt. Genitalwarzen machen sich schnell bemerkbar: Sie wachsen als „stecknadelkopfgroße Knötchen im Krankheitsverlauf bis zu vier Zentimeter großen blumenkohlartig gelappten Knoten heran." Uns hat Dr. med Sylke Schneider-Burrus, die Chefärztin Dermatochirurgie der Berliner Havelklinik außerdem genauer beschrieben, dass die Wucherung erstmal ungefährlich ist. Die in der Infektion enthaltenen Bakterien, die sogenannten onkogenen Subtypen, wie HPV 16 und 18, können Gebärmutterhalskrebs, Peniskarzinome und Krebs der Vaginalhaut verursachen! Deswegen ist es ratsam, sich darauf testen zu lassen, um zu wissen, ob diese Erreger in den Genitalwarzen enthalten sind. 

Die Ständige Impfkomission (STIKO) vom Robert-Koch-Institut empfiehlt daher die Impfung gegen HPV sich bereits vor dem ersten Geschlechtsverkehr geben zu lassen. 

Wie lassen sich Genitalwarzen behandeln?

An Genitalwarzen zu erkranken ist erstmal kein Grund zur Sorge, denn mit der richtigen Behandlung kann schnell Abhilfe geschaffen werden. In jedem Fall lassen sich Genitalwarzen mit verschiedenen Methoden behandeln: Laserbehandlungen, Zäpfchen, die das Immunsystem stärken, eine Eisbehandlung und auch Cremes können dabei helfen, die Genitalwarzen zu bekämpfen. Sollte die Genitalwarze schon etwas größer sein, kann sie nur mithilfe eines chirurgischen Eingriffs behandelt werden. 

Besteht zur Zeit der Infektion eine Partnerschaft, so soll der Partner umgehend auf die Genitalwarzen geprüft werden – sonst wird man sich ständig die Infektion, wie einen Tischtennisball hin und her spielen. 

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