Feigwarzen am Penis: Was ist ein Blumenkohl-Penis?

Feigwarzen: Alles über die gefährliche Geschlechtskrankheit Blumenkohl-Penis

Wenn sich der Penis optisch etwas verändert und ein kleiner Ausschlag zu sehen ist, kann das ein Signal für eine Geschlechtskrankheit sein: Ist es ein Blumenkohl-Penis?

Männer und ihr Penis – eine tiefere Verbindung gibt es nur selten zwischen einem Menschen und einem Körperteil. Ein Penis ist immer Thema bei Männern, daher sollten sie auch oft im Blick haben, wenn sich etwas an ihrem Genital verändert. Denn eine optische Veränderung kann leider oft mit einer Geschlechtskrankheit einhergehen. Zu den häufigsten Geschlechtskrankheiten gehören Feigwarzen, auch Genitalwarzen genannt. Bei ihnen handelt es sich um Hautwucherungen im Intimbereich. Europaweit werden jährlich etwa 560.000-800.000 Menschen mit Genitalwarzen diagnostiziert.

Woran erkennt man(n) Feigwarzen?

Es gibt mehrere Anzeichen für die Geschlechtskrankheit. Nicht umsonst wird der Penis als Blumenkohl-Penis bezeichnet, denn es entstehen kleine blumenkohlartige Bläschen am Genital des Mannes, die sich wuchernd entwickeln und mehrere Zentimeter groß werden können. Die Farbe der Genitalwarzen ist meist grau-bräunlich, rötlich oder weißlich. Das Gefährliche bei den Feigwarzen ist, dass es ein schleichender Prozess ist und der Mann nicht durch Schmerzen am Penis aufmerksam wird. Es können vier Wochen bis acht Monate nach der Ansteckung vergehen, bis sich erste Warzen an der Haut bemerkbar machen.

Wie entstehen Feigwarzen am Penis?

Feigwarzen (spitze Kondylome, Condylomata acuminata) werden hauptsächlich beim Sex übertragen. Als Auslöser werden die humanen Papillomviren (HPV) Typ 6 und Typ 11 dafür verantwortlich gemacht. Die HPV gehören zur Familie der Papillomaviridae, von denen es mehr als 200 Subtypen gibt, die zu verschiedenen Entzündungen und Hautveränderungen führen können. Die genitalen HPV-Typen, die zu Genitalwarzen führen können, lassen sich in Niedrigrisikotypen und Hochrisikotypen unterteilen. Feigwarzen zählen dabei zu den Niedrigrisikotypen. Aber: Die Genitalwarzen können sich zu sogenannten "Riesenkondylomen” (Condylomata gigantea) entwickeln, also große Geschwülste als Krebsvorstufe, die das Gewebe zerstören und sich in Krebstumore verwandeln können. Das passiert zwar nur in seltenen Fällen, kann aber durchaus passieren. Es dauert fünf bis zehn Jahre, bis sich aus den HPV-Subtypen Krebs entwickelt.

Also ist es umso wichtiger, immer Kondome beim Sex zu benutzen! Die meisten Geschlechtskrankheiten entstehen beim ungeschützten Geschlechtsverkehr. Wer wechselnde Partner hat, sollte als Verhütung sowieso immer Kondome benutzen. Frauen, die die Anti-Babypille zu sich nehmen, sollten unbedingt zusätzlich mit Kondomen verhüten. Die Anti-Babypille schützt nämlich nicht vor Geschlechtskrankheiten!

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Wenn vor dem Sex der Intimbereich rasiert wurde, ist das Risiko einer Infektion mit humanen Papillomviren noch größer. Durch die Mikroverletzungen an der Haut können die Viren leichter in den Körper gelangen. Da die Viren auch an Sexspielzeug haften, sollte es immer gründlich gereinigt werden.

Sind Feigwarzen auch für Frauen gefährlich?

Da es sich bei dieser Krankheit um gefährliche Viren-Typen handelt, können sich auch Frauen damit beim Sex anstecken. Bestimmte Viren können die Gebärmutter angreifen und im schlimmsten Fall entsteht so der Gebärmutterhalskrebs. Je nach Sexpraktik können also beide Geschlechter sich damit gegenseitig infizieren. Ganz egal ob es Oral- oder Analverkehr ist. Rachenkrebs ist dabei genauso denkbar wie Analkrebs. Schwangere können bei der Geburt HPV auch auf das Kind übertragen.

Wie sehen Feigwarzen bei Frauen aus?

Die Feigwarzen setzen sich hinten an den großen Schamlippen vor dem Damm fest. Auch direkt an den Schamlippen können sich Feigwarzen bilden. Scheide, Gebärmutterhals, der Analbereich und die Harnröhre können ebenfalls von einer Infektion betroffen sein. Wer in der Harnröhre von Feigwarzen betroffen ist, wird meist auch Warzen im äußeren Genitalbereich feststellen. 

Wie behandelt man Feigwarzen?

Wer Beschwerden mit Feigwarzen bzw. Kondylomen hat, sollte für eine Behandlung unbedingt einen Arzt aufsuchen. Ein Urologe beispielsweise hat dafür die richtige Technik und vor allem das richtige Wissen, um den Patienten mit der passenden Therapie von Feigwarzen zu erlösen. In der Regel werden die Genitalwarzen an der Haut in einer Behandlung operativ entfernt oder durch einen Laser verdampft. Je nachdem, wie schwer sich die Feigwarzen am Genital verbreitet haben, können auch Medikamente gegen die Infektion helfen. In jedem Fall wird der Patient vom Arzt untersucht und die Behandlung wird intensiv mit dem Patienten besprochen. Die Therapie ist allerdings oft schwierig und kann sehr lange dauern. Generell sollte man daher regelmäßig zu Untersuchungen gehen, damit es gar nicht erst zu einer Infektion kommt oder damit die Infektion schnell behandelt werden kann.

Gibt es einen Impfstoff?

Gegen die humanen Papillomviren (HPV) gibt es auch einen Impfstoff, der seit 2007 von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlen wird. Ab dem neunten Lebensjahr können sich Mädchen und Jungen impfen lassen. Einen vollständigen Impfschutz gibt es zwar nicht, aber die Impfung senkt das Risiko, Gebärmutterhalskrebs zu bekommen oder sich im Genitalbereich oder Analbereich mit Feigwarzen zu infizieren. 

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Verwendete Quellen: netdoktor.de, ärtzeblatt.de, aidshilfe.de

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