Die größten Sexmythen

Nach 5.000 Schuss ist Schluss? Oder Beine hoch nach dem Sex und zack, sind wir schwanger? Jolie.de hat die größten Sexmythen näher beleuchtet.

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Wie lange dauert der Sex?

In einer Studie haben Wissenschaftler der University of Queensland das genauer untersucht. Das Ergebnis lässt uns nicht gerade vor Freude jubeln. Aber unbefriedigt sind wir davon auch nicht. Als „Sex“ wird hierbei der Zeitraum zwischen der ersten Penetration bis hin zu Ejakulation bezeichnet. 500 Paare stoppten vier Wochen lang, wie viele Minuten sie sich im Bett vergnügten. Das Ergebnis laässt dem ein anderen dem anderen die Kinnlade runterklappen: Von 33 Sekunden !!! bis hin zu 44 Minuten war alles dabei. Der Psychologe Dr. Bendan Zietsch fasste alle Ergebnisse zusammen und fand somit heraus, dass der Sex im Durchschnitt circa 5,4 Minuten dauert. Wenig Zeit, in der Vieles richtig oder falsch laufen kann… 

1. Dumm fickt gut!

Einer der absurdesten Sexmythen und sowas von nicht wahr! Es f***t gut, wer Spaß daran hat und macht worauf er und sein Partner Lust hat.

Macht den Test:Bin ich gut im Bett?

2. Nach 5.000 Schuss ist Schluss

Damit hätten alle Jungs nach ihrem ersten Erguss nur 14 Jahre, um Sex zu genießen, wenn sie nur einmal täglich ejakulieren würden. Mit ungefähr 28 wäre dann Schluss, wenn man von der Geschlechtsreife – und regelmäßigen Ejakulation – ab dem 14. Lebensjahr ausgeht. Kommen sie alle zwei Tage, dürften sie sich auch nur bis zu ihrem 42. Lebensjahr daran erfreuen. Völliger Quatsch also! Zwar nimmt die Samenkonzentration im Sperma bei vielen aufeinander folgenden Ejakulationen ab, aber die Samen bilden sich ständig neu. Im Leben eines Mannes werden übrigens zwischen zwölf bis 15 Liter Ejakulat ergossen …

3. Wie die Nase eines Mannes, …

…so auch sein Johannes". Gähn! Der Spruch ist so alt, den könnte sogar eure Großmutter kennen. Einen Zusammenhang zwischen der Nase und der GrößedesPenises gibt es einfach nicht.

Und noch mehr Fakten über den Penis:

Berühmter Penis - alle Fakten

4. Sexmythos G-Punkt

Das wär's doch, ein unscheinbarer Knubbel an der Scheidenwand, der quasi auf Knopfdruck einen Orgasmus auslöst. Erfunden hat's der deutsche Arzt Ernst Gräfenberg, der in den 50ern behauptete, die Orgasmus-Garantie gefunden zu haben.

Die Existenz eines solchen G-Punktes ist bis heute jedoch umstritten. Laut Gräfenberg soll der magische Punkt ca. 5 cm von der Scheidenöffnung weg und zur Bauchdecke hin liegen (man solle die Zone problemlos mit dem Finger erreichen können) und im Gegensatz zur glatten Scheidenwand hart und gerippt sein. Ob hartnäckiges Reiben an dieser Stelle zum Höhepunkt führt ist nicht bewiesen.

Fakt ist, an dieser Stelle befindet sich die weibliche Prostata, deren Stimulation von einigen Frauen als besonders angenehm, von anderen aber als schrecklich empfunden werden kann.

5. Frauen wollen immer ein Vorspiel

Kerzen, Rosenblätter auf dem Bett und ein bisschen romantische Musik? Klar, ab und an finden wir romantischen Sex schön. Aber manchmal wollen wir auch einfach nur Sex. Klaren, einfachen Sex ohne langes Streicheln, Kuscheln usw. Laut der Studie einer schottischen Universität sei für viele Frauen der Akt an sich ausschlaggebend für ein befriedigendes Sexerlebnis und nicht das Vorspiel. Einige Frauen seien sogar gestresst von einem zu langen Vorspiel. Das heißt aber nicht, dass es komplett wegfallen muss!

6. Mindestens dreimal die Woche Sex, sonst ist die Beziehung im Eimer

Absoluter Blödsinn! Durchschnittlich hat jeder Deutsche zweimal pro Woche Sex. Jedoch müssen Phasen der totalen Verliebtheit und kleinere Flauten darauf umgerechnet werden. Lasst euch bloß nicht von irgendwelchen Minimum-Grenzen unter Druck setzen. Außerdem ist Quantität noch lange kein Indiz für Qualität!

7. Mein Penis war gefangen in ihrer Vagina…

.. und dann mussten wir ins Krankenhaus fahren und die Ärzte mussten mich befreien!" Diese Horrorgeschichten sind nichts als ein Mythos. Denn der so genannte "Vaginismus", eine Verkrampfung der Vagina, tritt, wenn überhaupt, vor dem Eindringen des Penis auf: Die Muskeln am Scheideneingang werden dann unbewusst verkrampft und ein Eindringen ist nicht mehr möglich. Während des Sex kann es also bei Menschen nicht zu einer unwiderruflichen Verkeilung kommen. 
Und auch der Penisbruch ist eine äußerst seltene Angelegenheit: Dabei werden die Schwellkörper eingerissen, was nur im erigierten Zustand möglich ist. Das geschieht durch Abknicken und dazu muss ordentlich viel Kraft aufgebracht werden. Zum Penisbruch kommt es in den meisten Fällen durch Selbstbefriedigung mit Beteiligung "unsachgemäßer" Werkzeuge, weniger als jeder dritte Penisbruch entsteht beim Geschlechtsverkehr.

Mehr zum Vaginismus hier

8. Unter zwei Stunden geht bei mir nichts!

Weit gefehlt! Laut einer Durex Studie widmen sich die Deutschen durchschnittlich 17,6 Minuten der schönsten Nebensache der Welt. Damit liegen wir im internationalen Vergleich gar nicht so weit hinten. Die Inder kommen beim Sex gerade mal auf 13 Minuten … Und auch hier gilt, es macht eben Spaß, so lange es auch noch Spaß macht!

9. Der vaginale Orgasmus ist der einzig wahre Orgasmus

Seit der Urvater der Psychoanalyse SigmundFreud den Mythos des vaginalen Orgasmus als die einzig wahre Erfüllung in die Welt setzte, geben Frauen nur noch verschämt zu: "Ich komme nur klitoral…" Was Freud nicht wusste: Die kleine Klitoris ist nur ein kleiner Teil eines Geschlechtsorgans das bis tief in die Vagina hineinreicht. Ergo sind der klitorale und der vaginale Orgasmus im Grunde dasselbe. Lasst euch also nicht unter Druck setzen: Die wenigsten Frauen kommen allein durch Stimulation der Scheideninnenwände. Die meisten benötigen zusätzliche manuelle oder orale Stimulation für einen Höhepunkt.

War das ein Orgasmus?

10. Jede Frau hat einen Vibrator

Genau! Und jeder Mann hat eine Sexpuppe Zuhause! NICHT. Laut einer Durex Studie haben nur 20% der Frauen über 18 Erfahrungen mit einem Vibrator gemacht. Der Mythos der Vibratoren-Konkurrenz im Schlafzimmer ist demnach widerlegt!

11. Mit Cola light als Scheidenspülung verhüten

Na dann könnten wir ja getrost Kondom und Pille beiseite lassen und uns zukünftig mit dem bekanntesten aller Softdrinks den Nachwuchs vom Leib halten. Einfach die Diätcola kräftig schütteln und damit nach dem Geschlechtsverkehr großflächig die Vagina ausspülen. NATÜRLICH NICHT! Denn an dem Mythos von der "Cola-Verhütung" ist nichts dran. Zwar werden Spermien in einem Glas Cola light abgetötet, ist jedoch eine Vaginalspülung bei weitem nicht ausreichend um das Eindringen von Spermien in den Gebärmutterkanal zu verhindern. Merke: Ohne Pille, Kondom usw. geht da nix!

Mehr zum Thema Schwangerschaft!

12. Männer mit Glatze sind potenter

Das maskuline Hormon Testosteron, das sich an den Haarwurzeln ablagern kann und dort die Durchblutung stört, ist zwar oft für Glatzen, aber eben nicht allein für Potenz zuständig. Die Gleichung Glatzkopf ist gleich Sexgott geht also einfach nicht auf.

Übrigens: Gute Väter haben kleine Eier!

13.  Männer denken alle sieben Sekunden an Sex

Demnach könnten Männer weder mehr als zehn Meter geradeaus laufen, arbeiten, Auto fahren, mit den Eltern sprechen noch einkaufen gehen. Schließlich wären die Herren ständig damit beschäftig, sich in ihrem Kopf die heißesten Sexfantasien auszumalen. Selbstverständlich denkt der ein oder andere mehrmals täglich an Sex, aber ganz ohne Anreize will auch das beste Kopfkino nicht in Gang kommen. Und jetzt mal Butter bei die Fische, auch wir Frauen denken häufig an Sex...

14. Frauen stehen total auf Männerschweiß!

Schweiß, Körperbehaarung und am besten noch ein männliches Grunzen, dann sind Frauen angeblich nicht mehr zu halten. Diesem Mythos haben wir es zu verdanken, dass unser Mann nach dem Joggen ruhig noch ein halbes Stündchen in seinem Dunst durch die Wohnung spaziert, um seine äußerst heiße Duftnote zu verteilen.

Aber ein für alle mal: Frauen stehen nicht auf Schweißgeruch! Wir mögen frisch geduschte Männer, die sich pflegen und auf sich achten. Der Mythos ist maximal eine lahme Entschuldigung für zuviel Faulheit in Sachen Hygiene. 

15. Frauen mögen keine Pornos

Diesen Mythos könnt ihr getrost in die Märchenwelt verbannen – denn Porno-Gucken ist nicht gender-, sondern geschmacksabhängig! Soll heißen – es gibt sowohl Frauen als auch Männer, die Pornos einfach abstoßend finden und auf der anderen Seite Männer und Frauen, die sich damit Anregungen holen oder ihr Sexleben etwas aufpeppen. Einziger Unterschied: Frauen sagen häufig, dass sie eher einen Erotikfilm ansehen würden, der den Akt in Handlung kleidet und keine reine Rein-Raus-Geschichte sehen wollen.

Deshalb haben wir hier nochmal einen Überblick über

Pornos für Frauen

16. Die meisten Frauen kommen beim Sex

Ein Orgasmus lässt sich nicht erzwingen und er hält sich auch ansonsten nicht an Regeln. Trotzdem hält sich hartnäckig das Gerücht, dass die meisten Frauen alleine durch Geschlechtsverkehr kommen. Eine Studie der Charité Berlin, Institut für Medizinische Psychologie, hat jetzt jedoch gezeigt, dass nur rund 30 Prozent der Frauen den Höhepunkt durch Geschlechtsverkehr erreichen – 80 Prozent jedoch, indem sie einfach selbst Hand anlegen.

Anatomisch gesehen entspricht die Klitoris dem Penis des Mannes! Übrigens wird die Orgasmusfähigkeit auch durch zahlreiche andere Faktoren beeinflusst, unter anderem durch das Alter – Frauen legen häufig ab 35 so richtig los!

17. Welche Rolle spielt die Penisgröße wirklich?

Zwar sind sich die meisten Fachleute darin einig, dass die Gliedlänge tatsächlich keinen besonderen Einfluss auf die Qualität des Sexes hat und es vielmehr auf den Durchmesser ankommt. Und wie schon gesagt – die Mehrheit der Frauen kommt sowieso nicht durch bloße vaginale Penetration, sondern braucht die Stimulierung der Klitoris. Und da kommt es nicht auf die Größe, sondern mehr auf Fein- und Fingerspitzengefühl an.

18. Von Coitus Interruptus kann man nicht schwanger werden

Der Coitus Interruptus – der unterbrochene Geschlechtsverkehr - wird zwar unter Verhütungsmethoden geführt, dabei hat er diesen Namen jedoch ganz und gar nichtverdient. Der Mann zieht dabei vor dem Orgasmus seinen Penis aus der Scheide und kommt dann außerhalb zum Höhepunkt.

Da er keinerlei Hilfsmittel bedarf, keiner Vorbereitung und keiner großen Worte, ist diese "Technik" bisweilen sehr verführerisch. Der Pearl-Index, der angibt an, wieviele Schwangerschaften eintreten, wenn 100 sexuell aktive Frauen ein Jahr lang eine bestimmte Verhütungsmethode nutzen, beträgt jedoch je nach Studie zwischen 4 und 18. Das liegt daran, dass schon vor dem eigentlich Sex die so genannten "Lusttröpfchen" austreten, die bereits Samenzellen enthalten können. Das "Aufpassen" ist damit eine völlig ungeeignete Methode der Verhütung.

Hier sind richtige Verhütungsmethoden

19. Männer sind promiskuitiver als Frauen

Blödsinn! Wissenschaftliche Untersuchungen konnten nicht nachweisen, dass Männer von Haus aus promiskuitiver sind als Frauen, allerdings gibt es Untersuchungen, die einen Zusammenhang mit bestimmten Genkombinationen (Auswirkungen auf Männern und Frauen!) belegen.

In einer Studie der Soziologin Marian Salzman sagten außerdem 72 Prozent der befragten Frauen, dass sie in Sachen Sex "fordernder" seien als ihre Partner (im Vergleich zu 59 Prozent der Männer). Und egal ob Männlein oder Weiblein – Deutsche sind allgemein freizügiger als der Rest der Welt: Nicht nur die sexuelle Gleichberechtigung ist hier am weitesten fortgeschritten – auch die Frage einer internationalen Studie „Hatten Sie jemals einen One-Night-Stand“ beantworteten 57 Prozent der Deutschen (Platz 1) mit "ja".

20. Ananassaft macht das Sperma lecker

Den Geschmack von Sperma muss man mögen. Vielen ist der Proteinmix schlichtweg zu glibberig oder im Geschmack unangenehm. Ananas soll das Ganze erheblich versüßen – und dieser Mythos hat sogar einen ganz realen Hintergrund. Allerdings ist es nicht speziell Ananas, die Sperma besser schmecken lässt, sondern der im Saft enthaltene Zucker.

Und um einen echten Effekt zu merken, muss Mann schon an die zweieinhalb Liter trinken – und das schon am Morgen, bevor abends dann die Frau ran darf. Der Effekt gilt natürlich nicht für bereits produziertes Sperma.

Übrigens: Knoblauch, Spargel und Nikotin sind andersherum echte Geschmacksverderber.

Die besten Tipps für den Blowjob haben wir hier

21. Beine hoch! Wer schwanger werden will, muss einfach nach dem Sex eine Kerze machen.

Nicht nachgewiesen, aber die Wahrscheinlichkeit schwanger zu werden kann sich wohl durch eine akrobatische Kerze erhöhen. Ihr müsst aber nicht unbedingt volle 30 Minuten mit den Beinen in der Luft verharren, anscheinend hilft es bereits, wenn ihr Positionen vermeidet, in denen die Spermien leicht wieder herauslaufen können.

Beispielsweise könntet ihr noch eine Weile nach dem Sex liegen bleiben und duschen nicht gehen. Ihr könnt euch auch ein großes Kissen unter den Po schieben und die Spermien auf diese Weise "animieren", möglichst schnell zum Muttermund zu schwimmenSoll wohl helfen...

Ihr wollt schwanger werden? So werdet ihr schwanger - sieben gute Tipps!

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