Das T-Shirt – ein All-time Modeklassiker

Das T-Shirt ist aus keinem Kleiderschrank wegzudenken. Selbst jene Frauen, die sonst ausschließlich Blusen, Kaschmirpullis & Co. tragen, besitzen mindestens eines. Meist aber mehrere: Vom ewigen Klassiker „plain white t-shirt“, nach dem sich die Band „Plain White T's“ bekannt hat und dem (nicht nur) die The Charlatans UK mit „White Shirt“ einen Song gewidmet haben, bis hin zum femininen, kurvenbetonenden T-Shirt in der Lieblingsfarbe.

Frau in weißem T-Shirt guckt nach oben© Pexels
Das weiße T-Shirt ist ein absoluter Klassiker.

Kaum zu glauben, dass der Fashion-Klassiker mal ein Kleidungsstück für Seeleute war!

Von der Matrosenunterwäsche zur Sportswear …

Zwar sollen schon in antiken Hochkulturen vor mehr als 2000 Jahren Menschen in Kleidungsstücken abgebildet worden sein, die eine Oberbekleidung trugen, welche dem heutigen T-Shirt ähnelt, dennoch bleibt es der Spekulation vorbehalten, ob man die Leibchen ägyptischer Pharaonen als Vorläufer des T-Shirts deuten kann. Gesichert ist vielmehr folgende Geschichte: Englische Matrosen trugen Ende des 19. Jahrhunderts unter ihren Uniformhemden weiße Wollunterhemden. Da man mit den Seeleuten auch optisch repräsentieren wollte – schließlich kam der Marine zu jener Zeit ein hoher Stellenwert zu! –, bestand die Royal Navy darauf, sowohl Tätowierungen als auch eine starke Körperbehaarung zu verdecken, indem man an die Unterhemden kurze Ärmel annähte.

Damit hatten die Matrosen keine Probleme – mit dem Material dagegen schon. Die Wollunterwäsche juckte, und zu allem Überfluss schwitzte man in ihr ganz furchtbar. Insbesondere während der Kampfhandlungen des Ersten Weltkrieges erwies sich dies als enorm hinderlich. Und so kam es, dass die Wollunterhemden nach dem Ersten Weltkrieg Modellen aus leichter Baumwolle Platz machten. Diese wurden auch für das Militär angeschafft, denn seit der Erfindung der Strickmaschine in den 1860er-Jahren war es möglich, Baumwollhemdchen ebenso kostengünstig wie massenhaft zu produzieren. Dennoch galten die T-Shirts, die ihren Namen wegen ihrer Form erhielten, noch lange Zeit als klassische Herrenunterbekleidung, und dann, allmählich, zur Sportbekleidung – die mit der heutigen coolen Sportswear, die nicht selten von Stars wie Beyoncé entworfen wird, nur sehr wenig gemein hatte.

und aus dem Herren-Kleiderschrank zum It-Piece der Damenmode

Zu einem Stück Männermode wurde das T-Shirt erst, als es von den Rebellen des 50er-Jahre-Kinos wie James Dean oder Marlon Brando als Oberbekleidung getragen wurde – ein Skandal damals, aber einer, den viele Frauen sehr sexy fanden. Dennoch galt das T-Shirt damals noch als ein Stück der unangepassten Jugendkultur; Frauen trugen es höchstens, wenn sie es aus dem Kleiderschrank ihrer Boyfriends stibietzt hatten – dann aber gern mit Knoten in der Taille. Auch das galt als unerhört, denn es sollte noch bis in die 1970er-Jahre dauern, bis sich das T-Shirt als Alltagskleidung durchgesetzt hatte. Und selbst dann dominierten noch übergroße, gerade Schnitte – von engen Girlie-Cuts, die weibliche Formen betonten, konnte man damals nur träumen! Mittlerweile hat sich nicht nur der Name zum „Lady Cut“ bzw. „Ladies Cut“ gewandelt, sondern es ist völlig selbstverständlich, dass Frauen nicht mehr in schlabberigen Oversize-Shirts versinken müssen, die eigentlich nur als Schlafshirt taugen. Wo T-Shirts früher unisex waren, gibt es seit einigen Jahren immer mehr Angebote, die deutlich figurbetonter geschnitten sind als das klassische T-Shirt.

Das Unternehmen Street One, das sich seit 1983 auf die Fahnen geschrieben hat, trendgenaue Mode schnell zu liefern, ist mit seinem typischen Easy-to-wear Feeling auch in Sachen T-Shirt ganz vorn dabei – ob als sportlich-lässige, aber dennoch businesstaugliche Alternative zur Bluse, als komfortables It-Piece oder als romantisch-figurbetonten Basic-Style. Ob man mit klassischen Streifen in marine und weiß den Seeleuten Reverenz erweisen will, lieber auf coole Drucke setzt oder es klassisch unifarben bevorzugt, ist dabei dem persönlichen Geschmack genauso überlassen wie der Schnitt – denn mittlerweile gibt es beim T-Shirt nichts mehr, was nicht geht.