8 Fragen, die sich jeder Brillenträger schon einmal gestellt hat

- Wie oft muss ich meine Augen als Brillenträger neu vermessen lassen? Brauche ich wirklich 5 verschiedene Brillen für jede Gelegenheit? Und überhaupt: Brauche ich eigentlich Gleitsichtgläser? Als Brillenträger häufen sich in einigen Situationen Fragen über Fragen. Aus diesem Grund haben wir jemanden gefragt, der all das wissen muss: Dipl. Ing. Ilka Schwarz von Rodenstock – und sie hat uns gründlich aufgeklärt.

Wir verraten euch alles, was ihr als Brillenträger wissen müsst!

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1. Wie oft muss ich meine Augen als Brillenträger neu vermessen lassen?

Mindestens jährlich bzw. auf jeden Fall, wenn Sie den Eindruck haben, schlechter zu sehen.

2. Sollte meine Brille genau auf meine Dioptrien angepasst sein oder kann ich sie guten Gewissens ein wenig entschärfen lassen?

Ja, Ihre Augen sollten exakt vermessen worden sein und Ihre Brille sollte genau diesen Werten entsprechen.

3. Woran erkenne ich, dass meine Brille richtig angepasst ist?

Wenn Sie sich mit Ihrer Brille wohlfühlen und Sie das Gefühl haben, dass sie rundum zu Ihnen passt. Wenn sie weder auf der Nase, noch am Bügel drückt und nicht rutscht. Außerdem sollten Sie natürlich richtig gut damit sehen können. Sie haben die perfekte Brille gefunden, wenn sie ein Teil von Ihnen geworden ist und Sie die Brille im Alltag gar nicht bemerken, außer natürlich, wenn Sie ein Kompliment dafür bekommen.

4. Gibt es eine Formel für die perfekte Brillengröße für mein Gesicht?

Man kann sich folgendermaßen orientieren: Die Breite der Fassung sollte zur Breite des Gesichtes passen und die Augen sollten in der Mitte der Gläser sein.

5. Wann lohnt es sich in Gleitsichtgläser zu investieren?

Die Fähigkeit der Augen sich auf die Nähe einzustellen, beginnt schon im Jugendalter nachzulassen. Im Lebensalter zwischen ca. 40 und 45 Jahren ist davon dann auch schon die normale Leseentfernung betroffen. Als erstes macht es sich dadurch bemerkbar, dass man z.B. die Zeitung weiter weghält und/oder das Licht heller macht. Dann ist es Zeit für eine Gleitsichtglasbrille.

6. Kopfschmerzen und Co.: Woran erkenne ich eine akute Sehschwäche und wann sollte ich zum Arzt oder Optiker?

Grundsätzlich sollte man jährlich zum Augenarzt/Augenoptiker. Oder es liegen Anzeichen vor, dass Sie schlechter sehen oder auch Kopfschmerzen z.B. beim Lesen haben, dann sollten Sie einen Augenarzt/Augenoptiker aufsuchen.

7. Material und Gläser beim Sport, im Office etc.: Welche Brille ist für welchen Einsatz am besten geeignet? Gibt es einen praktischen Allrounder?

Ja, es gibt spezielle Brillengläser, z.B. für den Arbeitsplatz, zum Autofahren und auch für den Sport. Diese sind durch ihr optisches Design, Material, Beschichtung und Tönung speziell für die jeweiligen Anforderungen angepasst. So bieten z.B. Gläser für den Arbeitsplatz besonders große Sehbereiche für die häufig genutzten mittleren und nahen Sehentfernungen. Die Sehbereiche sind ergonomisch so im Brillenglas angeordnet, dass der Brillenträger dauerhaft entspannt arbeiten kann und keine Nackenbeschwerden durch eine unnatürliche Kopfhaltung auftreten.

Bildschirmbrille? Sportbrille? Lesebrille? Aus diesem Grund solltet ihr in verschiedene Brillen investieren

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Eine Brille für den Sport hingegen muss leicht und sein, eine gute Belüftung bieten und den Sportler insbesondere bei dynamischen Sportarten, bei denen die Anforderungen an bestes Sehen besonders hoch sind, bestmöglich unterstützen. Die Gläser sollten auf die meist stärker durchgebogenen Sportfassungen abgestimmt und extra dafür berechnet sein. Außerdem stellen Sportarten ggf. höhere Ansprüche an die Bruchsicherheit der Brillengläser sowie zusätzliche Anforderungen an die Brillenfassung.

Spezielle Brillengläser für Autofahrer berücksichtigen durch ihr Design insbesondere die ständigen Blickwechsel zwischen dem Armaturenbrett, Navigationsgerät und Spiegeln sowie den Blick auf die Straße. Auch die Erkennbarkeit von Signallichtern und das Fahren im Dunkeln bei ggf. erhöhter Blendempfindlichkeit stellen besondere Anforderungen an das Material und die Beschichtungen von Brillengläser für Autofahrer.

Den einen praktischen Allrounder, der in allen Lebenslagen ideales Sehen bietet, kann es daher leider nicht geben. Praktisch sind auch z.B. Brillengläser, die sich den Lichtverhältnissen anpassen können, so hat man seine Sonnenbrille immer dabei. Ab dem Lebensalter zwischen ca. 40 und 45 Jahren ist die Gleitsichtbrille unerlässlich, da sie perfektes Sehen in allen Entfernungen bietet. In der Regel ist man mit einer zusätzlichen Sonnenbrille und einer Brille für den Arbeitsplatz gut ausgestattet. Das ist ein bisschen so wie bei Schuhen. Mit normalen Straßenschuhen oder Turnschuhen kann man beispielsweise auch eine Bergtour machen, aber mit Wanderschuhen ist es komfortabler.

8. Auf welchen zeitlosen Brillenklassiker sollten wir setzen um langfristig etwas von unserer Brille zu haben?

Genau wie die Bekleidungsbranche unterliegt auch die Brillenmode regelmäßigen Veränderungen, wobei man die Brillenmode jedoch als weniger wechselhaft bezeichnen kann. Es haben sich in der Vergangenheit zwar einige Brillenklassiker entwickelt, die zeitloser sind, aber auch hier herrscht ein Kommen und Gehen. Wir werden auch in Zukunft stete Veränderungen sehen was Materialien, Randdicken und generelle Designs angeht. Ein Beispiel ist der sehr bekannte Clubmaster Look. Man kann also sagen: Es gibt keine Brille mit der man ewig im Trend liegt, aber man kann davon ausgehen, wie in der Mode, dass jedes Brillendesign irgendwann wieder modern sein wird. 

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