Zusammenziehen: Zwischen Romantik und Organisation

Zusammenziehen - Zwischen Romantik und Organisations-Wahnsinn

Es gibt wohl kaum einen spannenderen Moment in einer Partnerschaft als der Umzug in die erste gemeinsame Wohnung. Dieser Schritt kann euch zusammenschweißen - oder trennen. Schon die Planung des Umzugs ist eine echte Herausforderung und das Zusammenleben unter einem Dach erst recht. Damit es nicht im Chaos endet, gibt es einige Dinge, über die ihr vorher reden solltet.

© StockSnap @ pixabay.com Die erste gemeinsame Wohnung ist romantisch, kann aber auch im Chaos enden.

Zusammenzuziehen hat viele Vorteile: Ihr müsst euch nicht mehr absprechen, wer wen wann besucht. In der Regel kostet eine Wohnung auch weniger als zwei Unterkünfte. Auch an anderer Stelle könnt ihr sparen, etwa bei Versicherungen. Die Private Haftpflichtversicherung der Gothaer beispielsweise gibt es auch für Paare und ist günstiger als eine Haftpflichtversicherung für jeden einzelnen.

Zusammenleben auf Probe

Für viele Paare ist die erste gemeinsame Wohnung so aufregend, dass sie vorher gar nicht genau darüber nachdenken, was dieser Schritt bedeutet. Jeder Mensch ist anders und will sich in der Kennenlernphase von seiner besten Seite zeigen. Im Alltag kommt dann für den Partner oft das böse Erwachen.

Daher ist es ratsam, zunächst einige Wochen auf Probe zusammenzuleben. Also wirklich jeden Tag und mit allen Aufgaben, die es zu erledigen gilt. Wäsche waschen, putzen, einkaufen. Wer kümmert sich um was und wie fühlt es sich an, ständig “aufeinander zu hocken” und bei Stress nicht in die eigene Wohnung fahren zu können?

Habt ihr die Probezeit problemlos überstanden, dann scheint ihr auch im Alltag ein eingespieltes Team zu sein und der ersten gemeinsamen Wohnung scheint nichts mehr im Wege zu stehen. Das will man jedenfalls meinen, aber es warten noch genug Stolpersteine auf euch.

Viele Paare streiten sich beim oder nach dem Umzug darüber, dass in der Wohnung nicht genug Platz oder zu viel Unordnung wäre - und immer liegt es an den Sachen des anderen. Der Kleiderschrank ist ungleich aufgeteilt, im Bad stehen zu viele Pflegeprodukte rum und für die vielen Töpfe gibt es in der Küche gar keinen Stauraum.

Plant daher schon vorher, was eventuell doppelt vorhanden sein wird und daher schon vor dem Umzug weggeworfen oder verkauft werden sollte. Ist der Kleiderschrank groß genug für euch beide oder müsst ihr euch von einigen Dingen trennen? Als Notlösung gibt es immer noch Anbieter von Lagerraum, wo ihr eure Kisten unterbringen könnt, die ihr im Alltag nicht benötigt.

Schriftliche Vereinbarungen treffen

Auch wenn es im ersten Augenblick übertrieben klingt, solltet ihr dennoch schriftlich festhalten, wer im Haushalt wofür verantwortlich ist. Quasi ein klassischer WG-Putzplan. So kann sich keiner darauf verlassen, dass der andere schon den Müll rausbringen oder das Bad putzen wird.

Ebenso unangenehm wie das Erstellen eines Putzplans mag das Thema Finanzen sein, doch es ist wichtig. Um finanzielle Probleme und kleine Streitigkeiten zu vermeiden, solltet ihr ein Wochen- oder Monatsbudget ausarbeiten, das die kombinierten Einnahmen und Ausgaben berücksichtigt.

Beziehungen sind harte Arbeit. Das Zusammenleben macht viele Dinge einfacher, aber es bedeutet nicht, dass alles andere genauso unkompliziert sein wird. Sei offen, wenn es darum geht, Kompromisse einzugehen und sich an die neue Lebenssituation anzupassen.

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