Zirkadiane Diät: Essen, ohne Kalorien zu zählen

Beim Einkaufen ständig die Verpackung genau unter die Lupe zu nehmen, Inhaltsstoffe zu checken und Kalorien zu zählen ist zeitaufwendig, stressig und total überflüssig. Denn mit der zirkadiane Diät ist das Geschichte!

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Was ist die zirkadiane Diät?

Der sogenannte zirkadiane Rhythmus beschreibt den Kreislauf der inneren Uhr. Die zirkadiane Diät orientiert sich am natürlichen Rhythmus unseres Körpers und setzt auf das „Wann“ und nicht auf das „Was“ bei der Nahrungsaufnahme. Heißt: Ob Pasta oder Salat spielt hier eher sekundär eine Rolle. Relevanter ist der Zeitpunkt der Nahrungsaufnahme. 

Studie Stoffwechselverhalten

In einem Experiment habe ein Forscher vom Salk Institute for Biological Studies herausgefunden, dass Nahrungsaufnahme nach Plan der inneren Uhr schlank mache, da der Stoffwechsel in dieser Phase am meisten arbeite.

Auf was muss ich bei der zirkadiane Diät achten?

Die zirkadiane Diät schlägt die Nahrungsaufnahme in einem täglichen Zeitfenster von maximal acht bis zehn Stunden vor. Also kein spätes Abendessen, keine Snacks vor dem TV! Wissenschaftler der Universität Barcelona haben nach Angaben von focus.de herausgefunden, dass ein spätes Dinner nach 20 Uhr eine Belastung für die Verdauungsorgane darstelle und praktisch zum „Arbeiten“ gezwungen werden, obwohl eigentlich zu Bett geh Zeit sei. Belastet man demzufolge den Körper auch in Ruhephasen kann es langfristig zu Gesundheitsproblemen wie Fettleibigkeit und sogar Herzerkrankungen kommen. Mit Sicherheit wird es von Mensch zu Mensch individuelle Abweichungen des Zeitfensters geben, doch diese Faustregel gilt für jeden: Zu spätes Essen sollte vermieden werden. 

Wichtig bei der zirkadianen Diät: Feste Zeiten einhalten

Wie funktioniert die zirkadiane Diät? Wann darf man essen? Das Wichtigste ganz am Anfang: Es reicht nicht aus, das Essen nur auf das Acht-Stunden-Fenster zu beschränken, wie es beim Intervallfasten der Fall ist. Auch hier gilt die Faustregel: Feste Zeiten müssen eingehalten werden! Häufige, kleinere Mahlzeiten treiben den Insulinspiegel in die Höhe und der Körper kommt nicht dazu, mit dem Fettabbau zu beginnen, da der Stoffwechsel aus der Balance gebracht wird. Feste Zeiten sind bei dieser Ernährungsform das A und O – besonders wenn die Mahlzeiten auf den Zeitpunkt abgestimmt werden, an dem unser Körper besonders effektiv arbeitet.

Zirkadiane Diät: Diese Essenszeiten sind perfekt

Bei der Ernährungsweise eignen sich Mahlzeiten zwischen 11 Uhr morgens und 18 Uhr abends am besten – dann läuft der Stoffwechsel nämlich auf Hochtouren. Je häufiger man isst, desto mehr Fett lagert der Körper ab, ohne mit der Fettverbrennung und der Cholesterinumwandlung zu beginnen. Die Folge: Gewichtszunahme.

Wie wirksam ist die zirkadiane Diät?

Kann die zirkadiane Diät wirklich funktionieren? Unsere Antwort: Einen Versuch ist es wert! Die Ernährungsform kann dabei helfen, den eigenen Stoffwechsel und Biorhythmus besser zu verstehen und dadurch auf lange Sicht gesünder zu Leben und eine Gewichtszunahme zu verhindern. 

Mit Durchhaltevermögen die Kilos purzeln lassen

Mit Sicherheit ist es schwierig, Abende in Gesellschaft zu meistern. Eine Bratwurst auf die Hand oder auch ein Essen mit Freuden im Restaurant sind laut Diätplan eigentlich unmöglich. Doch um langfristig Erfolg zu haben, gehört auch Spaß am Essen dazu. Solange du dein achtstündiges Zeitfenster einhältst, kannst und solltest du dir sogar ein bis zwei Mal die Woche eine Ausnahme genehmigen. Denn Islolation durch Diät macht unglücklich. 

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