Zirkadiane Diät: Abnehmen, ohne Kalorien zu zählen

Zirkadiane Diät: Essen, ohne Kalorien zu zählen

Beim Einkaufen ständig die Verpackung genau unter die Lupe zu nehmen, Inhaltsstoffe zu checken und Kalorien zu zählen ist zeitaufwendig, stressig und total überflüssig. Denn mit der zirkadiane Diät ist das Geschichte!

© Unplash Essen was man will und trotzdem abnehmen – das verspricht die Zirkadiane Diät!

Was ist die zirkadiane Diät?

Der sogenannte zirkadiane Rhythmus beschreibt den Kreislauf der inneren Uhr. Die zirkadiane Diät orientiert sich am natürlichen Biorhythmus unseres Körpers, sowie an der Chronobiologie und setzt auf das „Wann“ und nicht auf das „Was“ bei der Nahrungsaufnahme. Heißt: Ob man sich als Mahlzeit Pasta oder Salat genehmigt, spielt hier eher sekundär eine Rolle. Relevanter ist der Zeitpunkt der Nahrungsaufnahme – welche Mahlzeiten wir also verspeisen, liegt ganz bei uns. 

Studie Stoffwechselverhalten

In einem Experiment hat Sachin Panda, Forscher der Chronobiologie am "Salk Institute for Biological Studies", herausgefunden, dass Nahrungsaufnahme nach Plan der inneren Uhr schlank mache, da der Stoffwechsel in dieser Phase am meisten arbeite.

Auf was muss ich bei der zirkadiane Diät achten?

Die zirkadiane Diät schlägt die Nahrungsaufnahme in einem täglichen Zeitfenster von maximal acht bis zehn Stunden vor. Also kein spätes Abendessen, keine Snacks vor dem Fernseher, die den Insulinspiegel unnötig in die Höhe schnellen lassen. Wissenschaftler der "Universität Barcelona" haben nach Angaben von focus.de herausgefunden, dass ein spätes Dinner nach 20 Uhr eine Belastung für die Verdauungsorgane darstelle und man praktisch zum „arbeiten“ gezwungen werde, obwohl sich der Körper auf die Nachtruhe einstellen möchte. Belastet man demzufolge den Körper auch in Ruhephasen, kann es langfristig zu Gesundheitsproblemen wie Fettleibigkeit und sogar Herzerkrankungen kommen. Mit Sicherheit wird es von Mensch zu Mensch individuelle Abweichungen des Zeitfensters geben, doch diese Faustregel gilt für jeden: Das Einnehmen von Mahlzeiten am späten Abend sollte man, wenns möglich ist, vermeiden. 

Wichtig bei der zirkadianen Diät: Feste Zeiten einhalten, um Biorhythmus nicht zu stören

Wie funktioniert die zirkadiane Diät? Wann darf man essen? Das Wichtigste ganz am Anfang: Es reicht nicht aus, das Essen nur auf das Acht-Stunden-Fenster zu beschränken, wie es beim Intervallfasten der Fall ist. Auch hier gilt die Faustregel: Feste Zeiten müssen eingehalten werden! Häufige, kleinere Mahlzeiten treiben den Insulinspiegel in die Höhe und der Körper kommt nicht dazu, mit dem Fettabbau zu beginnen, da der Stoffwechsel bzw. der Biorhythmus aus der Balance gebracht wird. Feste Zeiten sind bei dieser Ernährungsform das A und O – besonders wenn die Mahlzeiten auf den Zeitpunkt abgestimmt werden, an dem unser Körper besonders effektiv arbeitet.

Auch der Blutzuckerspiegel kann hier beeinträchtigt werden. Und zwar sind Diabeteker dafür viel anfälliger – denn der Blutzuckerspiegel, sowie die Insulintoleranz haben eine eigene interne 24-Stunden-Uhr. Wer den eigenen Biorhythmus stört, der bringt unter anderem auch seinen Hormonhaushalt durcheinander. Wer also spät am Abend noch isst, der kann mit seinem Mahl den eignen Blutzuckerspiegel erhöhen – auch wenn es nrmale Lebensmittel sind, die ihr sonst tagsüber frühen zu euch nehmen würdet. 

Zirkadiane Diät: Diese Zeiten sind perfekt für eure Mahlzeiten

Bei der Ernährungsweise eignen sich Mahlzeiten zwischen 11 Uhr morgens und 18 Uhr abends am besten – dann läuft der Stoffwechsel nämlich auf Hochtouren. Je häufiger man isst, desto mehr Fett lagert der Körper ab, ohne mit der Fettverbrennung und der Cholesterinumwandlung zu beginnen. Die Folge: Gewichtszunahme.

Wie wirksam ist die zirkadiane Diät?

Kann die zirkadiane Diät wirklich funktionieren? Unsere Antwort: Einen Versuch ist es wert! Die Ernährungsweise kann dabei helfen, den eigenen Stoffwechsel und Biorhythmus besser zu verstehen und dadurch auf lange Sicht gesünder zu leben und eine Gewichtszunahme zu verhindern. 

Mit Durchhaltevermögen die Kilos purzeln lassen

Mit Sicherheit ist es schwierig, Abende in Gesellschaft zu meistern. Eine Bratwurst auf die Hand oder auch ein Essen mit Freuden im Restaurant sind laut Diätplan eigentlich unmöglich, gerade wenn es sich um gemeinsame Mahlzeiten am spätere Abend handelt . Doch um langfristig Erfolg zu haben, gehört auch Spaß am Essen dazu. Solange man sein achtstündiges Zeitfenster einhält, kann man sich getrost zwei Mal die Woche eine Ausnahme genehmigen und von der strengen Ernährungsweise etwas abweichen. Denn Isolation durch Diät macht unglücklich! 

Wer nachts arbeiten muss, hat hohe Gesundheitsrisiken

Benachteiligt sind nach den Erkenntnissen der Forscher demnach Schichtarbeiter. Ständige Nachtschichten sind demnach mit Fettleibigkeit, Diabetes, Krebsarten uns Herzerkrankungen verbunden. Der Biorhythmus kann nicht eingehalten werden und die Nahrung nachts oder spätabends nicht effizient verdaut werden.

 

 

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