Woran ist zu erkennen, wenn der Hund krank ist?

Woran ist zu erkennen, wenn der Hund krank ist?

Manche Krankheitssymptome wirken viel schlimmer, als sie in Wirklichkeit sind, wie beispielsweise der Hundehusten.

hund müde, trauriger blick
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Wenn der Hund nur noch lethargisch auf seinem Schlafplatz liegt, stimmt meistens etwas nicht.

Doch es gibt auch tückische Symptome, die zunächst gar nicht auffallen, wie häufiges Aufstoßen oder immer wieder Schluckauf. Wenn der Hund nicht frisst oder sich ständig übergibt, könnte das auf eine Erkrankung hindeuten. Deshalb ist es sehr wichtig, den Hund immer ein wenig zu beobachten.

Wenn Hundehalter zum Tierarzt kommen und die Diagnose hören, bekommen sie sehr oft ein schlechtes Gewissen. Sie haben die Zeichen für eine ernsthafte Erkrankung übersehen oder konnten sie nicht erkennen, weil der Hund sich fast so wie immer benommen hat. Beim näheren Betrachten sind da dann doch ein paar Anzeichen, an denen die Krankheit hätte erkannt werden können. Manchmal sind die Symptome auch gar nichts und zum Tierarzt zu gehen war total überflüssig. Aber es ist besser einmal zu oft zum Tierarzt zu gehen als zu wenig.

Die finanzielle Belastung

Jeder Besuch beim Tierarzt ist natürlich eine finanzielle Belastung. Doch in vielen Fällen ist es notwendig, beispielsweise wenn der Hund einen Fremdkörper verschluckt hat, wenn er sich beim Spielen verletzt hat oder weil er einfach krank geworden ist. Die Kosten dafür trägt immer der Halter. Hier ist eine Hundekrankenversicherung vorteilhaft. Sie schützt den Halter vor den Tierarztkosten. Im Notfall zahlt sie für eine lebenserhaltende Operation. Sie zahlt auch für sehr moderne und teilweise teure Behandlungsmethoden und Heilverfahren. Bei bestimmten Erkrankungen, wie Diabetes oder einer Herzerkrankung, die häufig bei älteren Hunden auftreten, übernimmt sie lebenslang die medizinische Versorgung. Tierarztrechnungen können schnell recht hoch werden, wenn eine umfassende Diagnostik notwendig ist oder sogar ein stationärer Aufenthalt.

Warum benimmt sich der Hund anders als sonst?

Warum benimmt sich der Hund anders als sonst?
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Gelegentliches Kratzen ist ganz normale. Besorgniserregend wird es erst, wenn der Hund sich ständig kratzt.

Wenn es einem Hund nicht gut geht, hat er nicht viele Möglichkeiten, das auszudrücken. Er zeigt es mithilfe der Körpersprache. Wenn Halter diese Zeichen deuten können, können sie ihrem Vierbeiner besser helfen. Beispiele für alarmierendes Verhalten sind:

  • ständiges Kratzen

  • liegt schlapp und energielos herum

  • frisst nicht

  • zeigt aggressives Verhalten

  • Probleme beim Atmen

  • Probleme beim Laufen

  • leckt sich oft

  • die Augen sind verändert

Wenn der Hund sagen könnte, was ihm fehlt oder was ihm wehtut, wäre vieles leichter. Dann könnte er Herrchen oder Frauchen direkt sagen, was los ist. Doch das funktioniert leider nicht. Die Verständigung erfolgt über Körpersprache.

Wenn der Hund nicht frisst

Wenn der Hund weniger Appetit hat oder ganz das Fressen verweigert, hat er vielleicht Schmerzen oder eine ernsthafte Magen-Darm-Erkrankung. Änderungen des Fressverhaltens sind ein Grund, den Tierarzt aufzusuchen, wenn sie über mehrere Tage anhalten. Es kann sich um einfache Verdauungsstörungen oder Übelkeit handeln. Es kann aber auch eine ernsthafte Erkrankung dahinterstecken.

Der Hund zeigt aggressives Verhalten

Wenn der Hund sein Frauchen anknurrt oder nach Herrchen schnappt, wenn es ihn streicheln will, sind das Warnsignale. Bei ungewohnt aggressivem Verhalten haben die Tiere meistens Schmerzen. Der Tierarzt kann das näher untersuchen. Aggressives Verhalten kann auch aus zu wenig Bewegung oder zu wenig Zuwendung resultieren. Zunächst gilt es, den Hund zu beruhigen.

Hund aggressives Verhalten
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Wird ein ansonsten immer sehr friedlicher Hund plötzlich aggressiv gegenüber Herrchen oder Frauchen, ist das in jedem Fall ein Alarmsignal.

Der Hund ist apathisch

Wenn der kleine Liebling sein Körbchen nicht mehr verlässt und insgesamt sehr schlapp wirkt, ist das eine ernstzunehmende Verhaltensänderung. Für die genauen Ursachen ist ein Gang zum Tierarzt notwendig. Es kann eine einfache Magenverstimmung dahinterstecken aber auch ein ernsthafter Infekt oder ein Virus. Die Ursache kann eine Stoffwechselerkrankung sein, beispielsweise Schilddrüsenunterfunktion, oder Nährstoffmangel. An heißen Sommertagen oder im trüben Winter kann es auch bei Tieren vorkommen, dass sie antriebslos und müde sind.

Die Atmung hat sich verändert

Wenn der Hund sehr stark hechelt, besonders flach oder besonders schnell atmet, ohne dass ein Grund dafür vorliegt, steckt ein ernsthaftes gesundheitliches Problem dahinter. Diese Veränderungen können auf eine Verletzung hinweisen oder auch ein Anzeichen für eine Vergiftung oder einen anaphylaktischen Schock sein. Durch Bewegung, Fressen oder Aufregung kann sich die Atemfrequenz ebenfalls verändern, aber das reguliert sich nach kurzer Zeit wieder von selbst. Normal sind 10 bis 30 Atemzüge in der Minute.

Probleme beim Laufen

Wenn der Hund sich nur sehr schwerfällig bewegt, die Treppe nicht mehr schafft, humpelt oder langsamer läuft als sonst, sind das Warnsignale. Dahinter kann eine beginnende Arthrose stecken, eine Hüftdysplasie oder andere Fehlstellungen und Gelenkprobleme. Manchmal ist es auch eine Schnittverletzung an der Pfote oder ein Fremdkörper, der zwischen den Zehen steckt, die die Schwierigkeiten verursachen.

Der Hund kratzt sich übermäßig

Ein Hund kratzt sich hin und wieder, das ist normal. Wenn er das allerdings sehr häufig oder sogar ständig tut, könnte sich eine Erkrankung dahinter verbergen, beispielsweise eine Allergie, Parasiten oder ein Hautpilz. Wenn der Vierbeiner sich schon aufgekratzt hat, ist es höchste Zeit, den Tierarzt aufzusuchen.

Wenn sich der Hund häufiger leckt

Hunde lecken sich häufig. Sie lecken sich Schmutz vom Fell, sie lecken ihre Wunden, die beispielsweise beim Spielen oder durch einen Zeckenbiss entstanden sind. Wenn keine erkennbare äußere Wunde vorliegt, kann das Lecken auch ein Hinweis auf eine tiefer liegende Verletzung oder Schmerzen sein, die er wegzulecken versucht.

Die Augen sind anders

Wenn der Hund sich anders verhält als sonst, kann auch ein Blick in die Augen helfen. Manchmal sind dort ebenfalls Veränderungen zu erkennen. Sie können blutunterlaufen, eitrig oder trüb sein. Die Pupillen können dauerhaft verengt oder geweitet sein. Dahinter können Verletzungen stecken, ernsthafte Erkrankungen oder eine ansteckende Bindehautentzündung.

Fazit

Hundehalter sollten immer sehr wachsam sein. Dann ist es einfacher, Verhaltensänderungen zu erkennen. Wer nicht sicher ist, ob die Anzeichen auf etwas Ernstes hindeuten, sollte lieber mit seinem Vierbeiner zum Arzt gehen. Damit lässt sich unnötiges Leiden bei den Tieren vermeiden.

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