Wein online kaufen: Darauf sollte man achten

Wein online kaufen: Darauf sollte man achten

Der Weinversand und Weinhandel VINELLO ist die erste Anlaufstelle, wenn es darum geht, Wein von hoher Qualität zu genießen. Egal, ob es eine bestimmte Rebsorte ist oder die Weinsorte eines bekannten Winzers: VINELLO bietet ein umfangreiches Sortiment, in dem jeder Weinliebhaber fündig wird. Obwohl zahlreiche Unternehmen an der Krise 2020 zu scheitern drohten, ging der online Weinhändler als klarer Gewinner hervor. Der Weinversand und Weinhandel VINELLO konnte ein Umsatzwachstum von 125 Prozent verzeichnen.

Drei Personen halt Weingläser in der Hand und stoßen an
© Unsplash
Wein online kaufen: Darauf sollte man achten

Doch wie bei jedem online Kauf kann auch beim Weinkauf im Internet einiges schiefgehen. Von extremen Rabatten, die meist auf überteuerten Preisen beruhen, bis hin zur Augenwischerei - der Weinhandel stellt keine Ausnahme dar. Hier sind die neun wichtigsten Punkte, um den Weinkauf im Internet erfolgreich zu meistern.

Punkt 1) Hohe Rabatte auf überteuerte Produkte

Hohe Preisnachlässe ziehen die Kunden geradezu an. Kein Wunder, denn bei einer Preissenkung von 30, 50 oder 65 Prozent freut sich der Kunde über das Schnäppchen. Zusätzlich aktiviert das Gehirn das Belohnungszentrum. Was bedeutet das für den potenziellen Weinkäufer? Die Begehrlichkeit wächst und positive Emotionen durchfluten den Organismus. Das kritische Bewusstsein nimmt ab.

Allerdings ist es genau dieses kritische Bewusstsein, das an dieser Stelle von Nöten ist. Zuerst stellt sich die Frage, ob der Listenpreis überhaupt plausibel ist. Besonders schwierig ist das Ganze bei einem exklusiven Wein, da sich der normale Preis kaum ermitteln lässt.

Punkt 2) Vergleiche mit berühmten Weinen

Bekannte Weinnamen sind ein Anker. Jeder kennt sie, weshalb sie für die meisten Weinliebhaber ein Ausdruck von Qualität sind. Das Problem: Überzogene Vergleiche, die mit hohen Preisrabatten einhergehen, sollten die eigene Skepsis wecken. Ein Wein, der sich problemlos mit einem Châteauneuf-du-Pape misst, dem Genuss von Champagner gleicht und um ein Vielfaches günstiger ist als ein Burgunder? Bevor eine solche Sorte in den Warenkorb wandert, lohnt es sich, genauer hinzusehen.

Hier stellt sich ganz klar die Frage: Wenn der Wein gleichwertig mit diesen bekannten Marken ist, warum ist er so viel günstiger? Wird er aus verschiedenen Rebsorten hergestellt? Stammt er aus einem anderen Land? Ein genaues Nachforschen hilft dabei, Enttäuschungen zu vermeiden.

Punkt 3) Je teurer der Wein, desto besser der Geschmack

Was bei anderen Produkten gilt, trifft auch auf den Wein zu: Gute Weinsorten müssen nicht automatisch unbezahlbar sein. Zu einem unglaublichen Preis-Leistungs-Verhältnis finden sich ebenfalls großartige Weine. Dazu gehören meist die Ortsweine, die zwischen den Guts- und Spitzenweinen liegen und hin und wieder vernachlässigt werden.

Wer den Genuss von gutem Wein schätzt, greift dennoch tiefer in die Tasche. In der Regel lohnt sich der Kauf von bekannten Marken, die durch ihre Qualität und ihren Geschmack überzeugen. Dazu kommt, dass der Preis für den Wein nicht dem tatsächlichen Kaufpreis entspricht. Er enthält die Kosten für den Vertrieb, das Abfüllen und den Transport, die rund die Hälfte des Verkaufspreises ausmachen. Das ist auch der Grund, weshalb geschmacklich hochwertige Produkte fast immer mehr kosten.

Punkt 4) Kaufpanik oder die "Fear of Missing Out"

Kaufpanik ist eine bekannte Taktik, mit der sich potenzielle Käufer anziehen lassen. Der Wein ist ausschließlich heute zu kaufen. Außerdem gibt es nur noch wenige Flaschen. Deshalb sollte der Käufer am besten jetzt sofort zugreifen. Der Kunde gerät unter Zugzwang. Diesen Zustand der Unruhe nennen Marketing-Experten auch "Fear of Missing Out" - also die Angst, etwas zu verpassen.

Viele Händler spielen mit der künstlichen Verknappung von Zeit und Ressourcen. Grundsätzlich lassen sich dabei drei Varianten unterscheiden:

• Kleine Mengen und kleine Preise

• Günstig mit viel Inhalt und nur für kurze Zeit

• Teuer und selten

Ein Kauf unter solchen Bedingungen ist nicht immer ein Fehlkauf. Die Frage ist vielmehr: Würde sich der Kauf auch dann lohnen, wenn es um ein unbegrenztes Angebot geht?

Punkt 5) Medaillen und Punkte sind manchmal nur ein Teil der Wahrheit

Fremde Meinungen gelten als objektiver. Allerdings ist an dieser Stelle Vorsicht geboten. Schließlich vertreten Kritiker und Weinführer einen eigenen Geschmack. Die Punktezahl, die sie in ihren Kritiken vergeben, steht für eben diesen.

Dasselbe gilt für Medaillen. Hier lohnt es sich ebenfalls, genauer hinzuschauen. Die Frage, die sich dabei stellt, ist stets: Was wurde überhaupt getestet? Wer vor einem gefüllten Weinregal steht, wird eine Medaille in Gold oder Silber beinahe sofort auf den Geschmack beziehen. Ein Trugschluss, der nicht immer zum eigenen Favoriten führt. Beispielsweise vergibt die Deutsche Landwirtschaftsgesellschaft (DLG) die Goldene Medaille, wenn der Wein frei von Fehlern ist. Mit dem Geschmack hat das nichts zu tun.

Punkt 6) Die Jahrgangsbewertung nicht überschätzen

Jedes Jahr stellen die Winzer zahlreiche schmackhafte Weine her. Schlechte Jahrgänge sind dabei die Seltenheit. Natürlich sind Weine aus dem vorherigen Jahrhundert noch immer etwas ganz Besonderes. Allerdings dauert es noch eine Weile, bis ein neues Jahrhundert ansteht. Wichtig dabei ist: Spitzenwinzer schaffen es auch in schwierigen Jahren, exzellente Weine herzustellen. Sie sind nicht auf das Jahrhundert angewiesen.

Punkt 7) Fehlende Angaben im Kleingedruckten

Wie wird eigentlich ein Rosé getrunken? Nicht jeder kennt sich mit den unterschiedlichen Weinsorten aus. Deshalb ist es wichtig, dass die Hersteller Angaben dazu auf ihrem Etikett verzeichnen. Dazu gehören die grundlegenden Punkte: Wie viel Alkohol ist im Wein enthalten? Ist er trocken oder fruchtig? Bei welcher Temperatur wird er gelagert? Die Hersteller von erstklassigen Weinen setzen auch Neulinge auf diesem Gebiet darüber in Kenntnis.

Punkt 8) Lohnen sich große Gebinde tatsächlich?

Hin und wieder finden sich im Internet verlockende Angebote. Manche gelten allerdings nur dann, wenn man sechs, zwölf oder 18 Flaschen bestellt. Wer seinen Lieblingswein darunter findet, von dem er jede Woche eine Weinflasche entkorkt, ist das der Idealfall. Keine Frage: Dann lohnt sich der Kauf Allemal. Andernfalls fällt die Entscheidung nicht ganz so leicht. Denn was passiert mit den übrigen 17 Flaschen, sollte der Wein den eigenen Geschmack nicht treffen? Auch dann, wenn es der eigene Lieblingswein ist, lohnt sich ein genauer Blick auf die Herstellerangaben: Ein anderer Jahrgang, Kellermeister oder Stil kann dazu beitragen, dass der Wein anders schmeckt.

Punkt 9) Eine tolle Story steht nicht unbedingt für einen tollen Wein

Emotionen erzeugen schöne Bilder im Kopf. Lesen wir auf der Onlineseite des Winzers über die Liebesgeschichte des Winzerpaars oder von dem Pferd, das voller Eifer den Gert pflügt, verbinden wir diese Gefühle mit dem neuen Wein. Das ist auch der Grund, weshalb Onlinehändler diese Details erzählen. Dieser Effekt wird Irradiation genannt und sorgt tatsächlich dafür, dass der Wein besser schmeckt. Ein Trick, der letztlich nicht weiter schlimm ist, solange die Weinsorte exzellent ist. Schließlich ist jeder Wein mit den Menschen und ihren Geschichten verflochten.

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