Vibrationsplatten: So funktioniert das Schütteltraining!

- Seit einigen Jahren erfreut sich das Training mit Vibrationsplatten immer größerer Beliebtheit. Es verspricht mit geringem Zeitaufwand sichtbare Erfolge. Doch wie funktioniert das Training? Muss ich für das Vibrationstraining extra ins Fitnessstudio oder gibt es die Platten auch für das eigene Zuhause? Und halten die Vibrationsplatten auch das, was ihre Hersteller versprechen?

Durchtrainierte Frau steht an einer Kreuzung

Vibrationsplatten versprechen einen durchtrainierten Körper schon ab zwei Trainingseinheiten à 15 Minuten in der Woche. 

Was sind Vibrationsplatten und wie teuer ist das Training?

Seit den sechziger Jahren werden Methoden entwickelt, bei denen Vibrationen mit einem physischen Training verbunden werden. Zuerst als Ansatz entwickelt, um dem Muskel- und Knochenschwund, den Astronauten in der Schwerelosigkeit ausgesetzt sind, entgegenzuwirken, hat das Vibrationstraining auch auf irdischen Sphären mittlerweile Nutzen gefunden. 

Die meisten von euch werden die heute gängigen Vibrationsplatten unter dem Produktnamen "Powerplate" kennen, die vor einigen Jahren Einzug in vielen Fitnessstudios gehalten haben. Die Nutzung der Vibrationsplatten ist in den Monatsbeiträgen enthalten, so belaufen sich die Kosten eines Trainings je nach Fitnessstudio auf 20 Euro bis 70 Euro im Monat. 

Für alle unter euch, die lieber daheim für sich trainieren wollen, gibt es mittlerweile die Möglichkeit, das Rütteltraining ins eigene Wohnzimmer zu holen. Vibrationsplatten wie auf Gesundheit-im-Leben.com gelistet kosten in etwa um die 200 Euro. 

Beim Vibrationstraining werden einfache Körperübungen wie Squads und Push-ups auf einer vibrierenden Oberfläche ausgeübt, wodurch der Körper neben der normalen Bewegung zusätzlich gegen das Schütteln ankämpfen muss. Dies beansprucht neben der willkürlich steuerbaren Skelettmuskulatur auch Teile der Muskeln, die wir nicht bewusst in Bewegung setzen können. Das Training wird dadurch viel intensiver und folglich effektiver. 

Das versprechen die Anbieter der Vibrationsplatten

Wie so viele moderne Sportgeräte warten auch die Vibrationsplatten mit allerhand Versprechen auf. So verspricht das Training:

- Sichtbare Ergebnisse schon ab zwei Trainingseinheiten je Woche à 15 Minuten

- Stärkung der Muskulatur

- Gewichtsabnahme

- Verbesserte Körperspannung und -haltung

- Verringerung der Cellulite

- Vorbeugung gegen Osteoporose

Aufgrund der Intensivität des Vibrationstrainings reichen tatsächlich zwei kurze Trainingseinheiten je Woche aus, um den Körper zu stärken, allerdings solltet ihr euch hier gut beraten lassen, damit ihr die Übungen auch korrekt durchführt und einen maximalen Trainingseffekt erzielt. 

Durch das Training wird zwar die Muskulatur gestärkt, aber abnehmen werdet ihr dadurch nicht, da die Trainingseinheiten einfach zu kurz und zu intensiv ausfallen, um eine optimale Fettverbrennung zu erzielen. Daher solltet ihr zusätzlich noch Ausdauersport treiben, um die Fettverbrennung richtig anzukurbeln.

Stattdessen kann aber ein regelmäßiges Training bei richtiger Ausführung der Übungen eure Körperspannung und -haltung verbessern. Dies geschieht unwillkürlich, weil die Vibration der Platte nicht nur eure Muskulatur anregt, sondern zusätzlich neue neuronale Schaltungen im vegetativen Nervensystem knüpft. Der Muskelaufbau hilft auch dabei, die Knochen zu stärken und wirkt somit vorbeugend gegen Osteoporose.

Die ungewollten Dellen an den Oberschenkeln und am Po können durch das Training geschmälert werden, werden aber bei den meisten von uns leider nie komplett verschwinden. Cellulite ist genetisch bedingt und zeigt sich bei knapp 90 Prozent aller Frauen über 20. 

Was ist beim Training mit der Vibrationsplatte zu beachten?

Zuerst solltet ihr es langsam angehen, selbst wenn ihr sportlich sehr aktiv seid. Das Vibrationstraining beansprucht Muskelareale, die wir nicht direkt nutzen können, daher ist der Muskelkater nach dem ersten Workout fast schon vorprogrammiert. 

Untrainierte sollten es sogar noch langsamer angehen lassen und bei den ersten Übungseinheiten einfach nur auf der Platte stehenbleiben und die Einheit zusätzlich auf festem Boden durchführen. 

Ganz wichtig ist es auch, beim Training mit bzw. auf Vibrationsplatten nie die Gelenke durchzustrecken, da dadurch die Vibrationen zu wenig abgefedert werden und den Kopf erreichen, was zu Schwindel und Übelkeit führen kann.