7. Januar 2021
Uganda erleben – eine Rundreise durch die wilde Perle Afrikas

Uganda erleben – eine Rundreise durch die wilde Perle Afrikas

Tropische Wälder, weite Savannen und eine tierische Artenvielfalt, die kein anderes Land dieser Welt zu bieten hat, machen Uganda zu einer der aufregendsten Safari-Destinationen der Welt. Dies erkannte schon Winston Churchill, der das Land in einer Reiseschrift einst als „die Perle Afrikas“ betitelte. In diesem Beitrag zeigen wir euch, nach welchen Naturschätzen ihr bei eurer Rundreise durch Uganda unbedingt Ausschau halten solltet.

Elefant in der Natur
© Unsplash/ Sam Balye
Ob Elefanten, Giraffen oder Gorillas, Uganda ist Heimat großer Tiere.

Hinweise und Tipps für Uganda-Reisende

Uganda hat eine Fläche von rund 241.000 km2 und ist somit in etwa gleich groß wie das Vereinigte Königreich. Die Infrastruktur des Landes ist für afrikanische Verhältnisse zwar relativ gut ausgebaut, innerhalb des Landes müssen Touristen jedoch in einer Kleingruppe per Reisebus oder als geführte Reise im Safari-Jeep reisen. Um vor Ort möglichst wenig Zeit zu verlieren, sollte man sich also noch vor der Hinreise um die Planung einer Reiseroute kümmern. Tipp: Einfach online nach Rundreise-Routen für Uganda suchen.

Das Klima in Uganda ist aufgrund der Äquatorlage das ganze Jahr über heiß und tropisch. Die beste Reisezeit ist während den Trockenzeiten zwischen Juni und August sowie zwischen Dezember und Februar. Im Vergleich zu anderen afrikanischen Ländern gilt Uganda übrigens als recht sicheres Reiseland – nähere Reise- und Sicherheitshinweise liefert das Auswärtige Amt.

Gorilla Trekking – Auge in Auge mit einem Silberrücken

Gorilla im Wald
© Pixabay/ Peterjohanball0
Rund die Hälfte aller Berggorillas lebt heute in Uganda.

Wer eine Uganda-Rundreise plant, sollte keinesfalls die Chance verpassen, auf Spurensuche nach Gorillas zu gehen. Besonders gut für das Gorilla Trekking eignet sich der Bwindi Impenetrable Nationalpark, der seit 1994 den Status des UNESCO Weltnaturerbes trägt. Das 312 km2 große Areal liegt im Südwesten Ugandas und umfasst einen mehr als 25.000 Jahre alten Regenwald, der heute Lebensraum von noch rund 400 Exemplaren der vom Aussterben bedrohten Berggorillas ist, also rund der Hälfte der weltweiten Population.

Die in Gruppen lebenden Gorillas sind an den Menschen gewöhnt. Einige der Tiere kommen sogar sehr nahe auf ihre Besucher zu. Zwar handelt es sich bei den Berggorillas nach wie vor um wilde Tiere, jedoch hat man nichts zu befürchten, solange man sich unauffällig verhält und den Anweisungen der Tourenführer folgt. Doch die Erfahrungen, den Kleinsten der Gorilla-Familien beim Fressen und Rumtollen zuzusehen sowie einem mächtigen Silberrücken aus wenigen Metern Distanz ins Auge zu blicken sind den Nervenkitzel absolut wert.

Ngamba Island – die Insel der verwaisten Schimpansen

Schimpansen
© Pixabay/ suju
Schimpansen und Menschen sind genetisch bis zu 99,4% identisch.

Nicht ganz so nervenaufreibend, jedoch mindestens so faszinierend, ist ein Besuch bei unseren nächsten Verwandten, den Schimpansen. Die Möglichkeit, die äußerst intelligenten Primaten zu beobachten, gibt es in gleich mehreren Nationalparks und Schutzgebieten. Eines davon ist Ngamba Island, die im Victoriasee gelegene „Affeninsel“. Das rund 40 Hektar große Eiland ist von dichtem Regenwald überwachsen und dient seit 1998 als Auffangstation für verwaiste Schimpansen.

Mittlerweile leben dort rund 50 elternlose Tiere, die zumeist aus dem illegalen Handel gerettet wurden und nicht mehr ausgewildert werden können, da ihre Artgenossen sie beim Betreten ihrer Reviere ablehnen, vertreiben oder gar verletzen und töten würden. Besucher erfahren hier viel über das Projekt sowie das Leben der Schimpansen und ihre oft tragischen Schicksale. Während der Fütterung kann man die Schimpansen hautnah erleben und sogar ein wenig mit ihnen spielen.

Ein Stadtrundgang in der Hauptstadt Kampala

Kampala ist die Hauptstadt von Uganda und mit 1,5 Millionen Einwohnern zugleich auch die größte Stadt des Landes. Sie liegt nur wenige Kilometer nördlich des Victoriasees und bietet einige interessante Sehenswürdigkeiten, wie beispielsweise die sakralen Bauwerke diverser Religionen, darunter die Uganda Nationalmoschee (bis 2013 bekannt als Gaddafi-Moschee), die Basilika der Märtyrer von Uganda, sowie den einzigen Baha’i Tempel des afrikanischen Kontinents.

Basilika Afrika
© Instagram

Vulkan- und Dschungelwanderungen im Mgahinga-Gorilla-Nationalpark

Der Mgahinga-Gorilla-National Park befindet sich im äußersten Südwesten Ugandas, dem Dreiländereck von Uganda, Ruanda und der Demokratischen Republik Kongo. Neben momentan nur einer Gorilla-Familie finden in dem 34 km2 großem Areal auch andere Wildtiere wie etwa Meerkatzen, Leoparden, Büffel, Waldelefanten sowie 80 verschiedene Vogelarten einen geschützten, natürlichen Lebensraum.

Landschaft Gipfel
© Instagram

Sehenswert ist der Park jedoch auch aufgrund seiner eindrucksvollen Landschaft, die von dichtem Dschungel sowie drei Vulkanen mit über 4.000 Meter hohen Gipfeln geprägt ist. Alle drei der erloschenen Feuerspucker können von der Parkverwaltung aus je innerhalb eines Tages bestiegen werden. Insbesondere der Gipfel des Mount Muhabura („der Führer“) bietet eine atemberaubende Aussicht mit Blick auf die beiden anderen Vulkane, den Lake Edward im Queen Elizabeth National Park sowie die Gipfel des Ruwenzori-Gebirges.

Doch man muss nicht hoch hinaus, um das Naturparadies zu erleben. An den Füßen der Vulkane gibt es zig Wanderwege, wie beispielsweise den Batwa-Trail, der vorbei an zahlreichen exotischen Blütenpflanzen und tief in den Dschungel führt. Am Ende des Pfads befindet sich die knapp 350 lange Garama-Höhle, welche einst dem Jäger-und-Sammler-Volk der Batwa als Rückzugsort diente, heute jedoch vor allem von Fledermäusen behaust wird.

Elefanten und mehr - Wildtiersafari im Elizabeth National Park

Nationalpark elefanten
© Pixabay/ MonikaP
Bilder wie diese stehen bei Uganda Reisen auf der Tagesordnung.

Der Elizabeth National Park liegt im Westen Ugandas. Er wurde 1952 gegründet und ist berühmt für seine vielfältigen Landschaftsformen und artenreiche Tierwelt, weswegen der Park auch eine der beliebtesten Safaridestinationen der Welt ist.

Die Landschaft reicht von offenen Savannen und Buschland über Sümpfe und tropische Feuchtwälder. Der rund 40 Kilometer lange Kazinga-Kanal, eine natürliche Wasserstraße, teilt den Park entzwei und bietet sich perfekt für Bootstouren an. Denn entlang des Ufergebiets erhascht man ganzjährig eindrucksvolle Einblicke in das Wildtierleben Afrikas.

Einst beheimatete der Park rund 4.000 Elefanten. Zwischenzeitlich sank die Zahl auf gerade mal 200. Durch Schutzmaßnahmen hat sich der Bestand jedoch wieder erholt und zählt nun 3.000 der schwergewichtigen Rüsseltiere. Neben Elefanten gibt es hier unter anderem auch Kaffernbüffel, Wasser- und Buschböcke, Warzenschweine, Antilopen sowie Baumlöwen und Leoparden zu sehen.

Die Itanda Falls und die Quelle des Nils

Die Itanda Falls am Weißen Nil sind, anders als der Name vermuten lässt, keine Wasserfälle, sondern Stromschnellen. Sie liegen nahe der Stadt Jinja und sind allen voran bei erfahrenen Kajakfahrern und Rafting-Aficionados, die auf der Suche nach einem Adrenalinkick sind, beliebt.

Nil
© Instagram

Aber schon der Anblick der tosenden Wasserströme und das Panorama der Umgebung sind definitiv einen Tagesauflug wert. Ganz in der Nähe liegt zudem auch das „Source of the Nile - Speke Monument“, das dem britischen Afrikaforscher John Hanning Speke gewidmet ist, dem ersten Europäer, der den Viktoriasee entdeckte und diesen als Quelle des Nils erkannte.

Ziwa Rhino Sanctuary – die letzte Bastion der Nashörner Ugandas

Rhino Sanctuary
© Pixabay/ MonikaP
Uganda will den Wildbestand an Nashörnern wieder erhöhen.

Das Ziwa Rhino Sanctuary ist ein gemeinnütziges Tierschutzgebiet, das im Jahr 2005 errichtet wurde. Das Reservat dient dem Überleben und der späteren Auswilderung der Tiere. Heute ist es leider der einzige Ort in Uganda, an dem man das vom Aussterben bedrohte Breitmaulnashorn in Freiheit lebt. Im Jahr 1983 waren die Tiere beinahe gänzlich ausgerottet, der Bestand betrug nur noch 50 Tiere – und ist auch heute noch kritisch.

Auf dem rund 70 km2 großen Schutzgebiet kann man gemeinsam mit einem Ranger zu Fuß durch den Busch streifen, um nach den Breitmaulnashörnern zu suchen. Die gehörnten Kolosse, die sich frei in dem Schutzgebiet bewegen können, bekommt man dabei aus einer Entfernung von nur 10 bis 30 Metern zu Gesicht. Eine Tour dauert rund 1,5 – 2,5 Stunden. Neben Breitmaulnashörnern gibt es hier zudem noch die Uganda-Grasantilope, die Oribi-Gazelle, Buschböcke, Wasserbüffel und zahlreiche Vogelarten zu sehen.

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