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Spontan zum Traum-Date

Wer sagt, dass man immer Kaffee trinken gehen muss? Luise von luiseliebt.de hat sich mit einem Mann für eine wunderbare nächtliche Cabrio-Tour getroffen. Kennengelernt hat sie ihn bei Tinder

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Weil Luise liebt, was sie tut, hat sie ihren Blog "Luise liebt" genannt. Die 25-jährige Hamburgerin hat ein Auge für die schönen Dinge im Leben und teilt das auf ihrem Blog und ihrem Instagram-Kanal @luiseliebt. Daten gehört für sie als Single unbedingt dazu.

Hier die Geschichte über eines ihrer unvergesslichsten Tinder-Treffen

Ich war den ganzen Tag auf einem Festival bei Hamburg, bin wieder zuhause und verharre seit zwei Stunden regungslos in der Abendhitze auf meinem Balkon. Es ist halb eins, als er mir schreibt. „Noch wach? Wie war dein Tag, Prinzessin?“ Seit einer halben Stunde ist Sonntag. Ich schreibe direkt zurück und wir plänkeln ein bisschen hin und her, bis er anruft. Das macht er immer irgendwann, wenn er keine Lust mehr hat, zu tippen. Es sind noch 20 Grad, wir können beide nicht schlafen. „Weißt du was jetzt schön wäre? Cabrio fahren ...“ seufze ich. „Schau doch mal, wo das nächste in deiner Nähe steht.“ Ich gehe in die App und sende ihm einen Screenshot. 100 Meter weiter wartet eins.

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Ja dann, würde ich sagen, holst du mich in zehn Minuten ab?“ Ich verkneife mir, ihn damit aufzuziehen, dass er sich auf einmal doch so leicht mit mir treffen kann, dass es keinen Grund gab, sich die letzten zehn Tage so anzustellen, dass das Leben doch wirklich viel schöner ist, wenn man spontan ist. Ich verkneife mir alles, auch wenn mir einiges zu seinem spontanen Meinungsumschwung einfällt, rufe „Deal“, lege auf und ziehe mich wieder an. Jeansshorts über den Bikini, Hoodie drüber. Kurz Deo und Zähneputzen. Ich schnappe mein Geld, ein Haargummi und laufe runter zum Cabrio.

Bei ihm in Eppendorf angekommen, sehe ich, dass wir fast identische Hoodies anhaben. Dunkelgrün. „Meinst du, Dunkelgrün ist unsere Farbe?“, scherzt er, als er ins Auto springt. Wir fahren durch die Nacht, durch Eimsbüttel und an der Tankstelle vorbei, trinken Eistee, er raucht und wählt die Musik aus, ich lenke. Auf die Autobahn, durch den Elbtunnel, zum Hafen und auf die Veddel. Irgendwann stelle ich zwischen riesigen Schiffscontainern mit Blick aufs Wasser den Motor ab. Überall Lichter, Schiffe. Der Mond über uns sieht aus wie eine riesige angebissene Zitrone.

„Diese Stadt ... die macht mich fertig. Auf eine ganz gute Art. Ich könnte niemals, niemals wieder hier wegziehen. Du?“ frage ich in die Nacht hinein. Er ist in Hamburg geboren, spricht sogar Hamburger Dialekt. Ich bin „nur“ zugezogen. Aber wir beide wie im Chor: niemals. Ich lege die Füße aus dem Cabriofenster, er raucht, ich wähle die Musik aus, und wie wir uns unterhalten und ab und zu schweigen, über das Leben reden und wieder über Ängste, über unsere Stadt und die Vergänglichkeit, davon, was Hamburg mit uns macht, da ... habe das Gefühl, dass alles so richtig ist, wie es gekommen ist. Die schmerzhafte Trennung im Februar, der schlimmste Liebeskummer meines Lebens danach. Jetzt gerade, mit Mitte 20, mit dieser Stadt vor der Nase, könnte alles nicht perfekter sein.
Den kompletten Beitrag von Luise könnt ihr hier auf ihrem Blog lesen.