So entgehen Frauen der 50er Jahre Geldfalle

So entgehen Frauen der 50er Jahre Geldfalle

Die Emanzipation ist in vielen Bereichen des Lebens bereits weit vorangeschritten. Im Vergleich zu den Frauen vor 70 Jahren haben wir unendlich viel mehr Möglichkeiten, unser Leben zu gestalten und uns auch um die eigenen Finanzen zu kümmern.

Frau hält Geldscheine in der Hand
© Pixabay
Nimm dein Geld in die eigenen Hände. 

Das Problem ist, dass viele Frauen sich nicht darum bemühen, diese Chancen auch zu ergreifen und die Veränderung im eigenen Leben aktiv herbeizuführen. Das macht sich spätestens im Alter bemerkbar, wenn die Altersarmut droht. Man kann das als 50er Jahre Geldfalle bezeichnen. Was ist damit gemeint?

Was ist die 50er Jahre Geldfalle?

Die 50er Jahre des letzten Jahrhunderts waren geprägt von einem immensen wirtschaftlichen Aufschwung und zementierten gleichzeitig ein Frauenbild, das teilweise heute noch Gültigkeit hat. Die Rollenverteilung war damals ganz klar, der Mann ging zur Arbeit, um das Häuschen, das Auto und die modernen Haushaltsgeräte zu bezahlen, die es nun zu kaufen gab, die Frau blieb daheim, drehte sich die Haare ein, kümmerte sich um den Haushalt und bekochte den Gatten, damit dieser nach der Arbeit ein wohlschmeckendes Mahl und eine Ehefrau vorfand, die bereit war, sich ganz seinen Geschichten und Belangen zu widmen.

Eigenes Geld zu verdienen war für die Frauen in der BRD oft tabu. Noch bis in die 1970er Jahre brauchten sie die schriftliche Erlaubnis des Ehemanns, wenn sie einer Arbeit nachgehen wollten. Bei diesen Jobs handelte es sich meist um solche, die keine große Qualifikation erforderten und in Teilzeit ausgeführt wurden. Immerhin musste noch ausreichend Zeit für den Haushalt und die Kinder bleiben! Wer seine Kinder nicht an erste Stelle setzte, galt als Rabenmutter. Die sozialen Konventionen waren ein enges Korsett, in dem sich die meisten Frauen jedoch ganz gut einrichteten. Innerhalb der Familie war die Rollenverteilung oft nicht ganz so eindeutig. Viele Frauen trugen die Verantwortung für die Finanzen, auch wenn es der Mann war, der das meiste Geld nach Hause brachte. Mit einem Einkommen war ein relativer Wohlstand möglich. Ein kleines Häuschen, ein eigenes Auto und ein jährlicher Urlaub waren für die meisten Paare problemlos zu erreichen. Immerhin war dies die Zeit des „Wirtschaftswunders“.

Zeiten ändern sich schneller als Geschlechterrollen

Falle 1: Der Beruf

Heute sieht das ganz anders aus. Die meisten Frauen haben Spaß daran, sich durch einen Beruf selbst zu verwirklichen, was ihnen niemand mehr verbieten darf oder kann. Auch sind Familien heute auf das zweite Einkommen angewiesen, um einen ähnlichen Wohlstand erzielen zu können. Äußerlich sieht es also ganz so aus, als gäbe es kaum noch festgeschriebene Rollen und als wären (Ehe-) Partner gleichberechtigt. Es gibt jedoch zwei Faktoren, die diese Ansicht Lügen strafen: den Gender Pay Gap und die Aufteilung der Care-Arbeit, wenn aus dem Paar Eltern werden.

Der Gender Pay Gap ist real. Er besagt, dass Frauen rund 20 Prozent weniger verdienen als Männer. Einerseits liegt das daran, dass sie immer noch weniger qualifizierte Arbeiten verrichten und häufig in Teilzeit arbeiten. Doch auch, wenn Frauen und Männer die gleiche Arbeit verrichten, verdienen die Frauen weniger. Hier sind die Geschlechterrollen noch aktiv, die vor 70 Jahren zementiert wurden. Interessanterweise liegt die Differenz bei der Lohnzahlung im Osten, wo die berufstätige Frau zum Alltag gehörte, mit nur 7 % deutlich niedriger.

Wie kannst du dieser Falle entgehen?

  1. Qualifikation. Finde einen Beruf, für den du dich begeistern kannst, und qualifiziere dich. Strebe nach einer guten Grundbildung und Weiterbildung.

  2. Selbstbewusstsein. Im Berufsleben sind Männer deutlich selbstbewusster als Frauen. Wenn sie eine Stellenanzeige lesen, sehen sie die eigenen Voraussetzungen weniger kritisch und bewerben sich einfach. Tu es ihnen gleich. Bewirb dich, auch wenn anscheinend deine Qualifikation nicht ausreicht. Übe, Absagen zu bekommen und zu verkraften und lerne so, dass sie nicht persönlich gemeint sind.

  3. Verhandlungstaktik. Erwarte nicht, dass dein Chef dein Gehalt erhöht, nur weil du gute Leistungen bringst. Vereinbare einmal pro Jahr ein Gespräch, um über deine Vergütung zu sprechen. Verweise auf erfolgreiche Projekte und dein Engagement, um mehr verdienen zu können. Lass dich nicht abwimmeln, sondern sei hartnäckig. Bereite dich auf diese Gespräche angemessen vor.

Diagramm Grafik Geld
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Falle 2: Ehe und Kinder

Liebe Frauen, es nutzt heute nichts mehr, sich einen Mann mit Geld zu suchen und sich auf dessen Einkommen zu verlassen. Eine Ehe bietet nicht mehr die finanzielle Sicherheit, wie es früher einmal war. Wir müssen selbst aktiv werden und unsere finanzielle Zukunft in die Hände nehmen. Kommt es nämlich zu einer Scheidung, dann ist man als Frau wieder im Nachteil und es droht die Armut im Alter. Darum sollte man stets nach finanzieller Unabhängigkeit streben. Es gibt keinen Grund, das ein Partner etwa mehr Zeit in den gemeinsamen Haushalt investiert. Beide können sich beteiligen, was in vielen Partnerschaften bereits ganz gut funktioniert.

Anders sieht es jedoch aus, wenn Kinder kommen. Dieses Ereignis, so schön es auch ist, stellt jede Partnerschaft auf eine Probe. Man ist nun nicht mehr nur ein Paar, sondern hat auch die Rollen als Eltern inne, und das bedeutet hohe Erwartungen an den anderen und an sich selbst. Frauen kümmern sich meist mehr um den Nachwuchs, und das ist völlig in Ordnung, wenn beide Partner es so wollen. Doch wie kann der finanzielle Nachteil ausgeglichen werden?

So entgehst du dieser Falle:

  1. Kinderbetreuung finanziell ausgleichen. Derjenige Partner, welcher sich mehr um den Nachwuchs kümmert, sollte einen finanziellen Ausgleich vom anderen erhalten. Mindestens sollte es zu einer freiwilligen Zahlung in die Rentenkasse kommen. Nach einer eventuellen Trennung hat man nämlich keinen Nutzen mehr davon, dass es auch finanziell zu einer Arbeitsteilung kam, die sich nicht in Rentenpunkten bemerkbar macht.

  1. Frauen sollten ihr eigenen Geld verdienen und verwalten. Auch als verheiratete Frau ist es mehr als lohnenswert, die eigene Karriere voranzutreiben und eigenes Geld zu verdienen. Wir fragen nicht, wenn wir uns selbst etwas kaufen wollen, sondern nutzen einen der Kredite mit sofortiger Auszahlung, die online leicht zu finden sind. Wir haben unser eigenes Konto und teilen die gemeinsamen Ausgaben gerecht.

  2. Wir investieren und vermehren unser Geld. Auch Frauen beschäftigen sich heute mit den Themen Geldanlage, haben ihre eigenen Blogs und Seiten zu diesem Thema und treffen diesbezüglich ihre eigenen Entscheidungen. Probiert es doch einfach mal aus und findet heraus, wie viel Spaß es macht, mit Investitionen Geld zu verdienen! Denn Geld ist heute auch Frauensache!

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