Slow Food: Bewusste Ernährung rückt auch in Deutschland in den Fokus

Slow Food: Bewusste Ernährung rückt auch in Deutschland in den Fokus

Slow Food setzt sich als Gegenmodell zum allgegenwärtigen Fastfood auch in Deutschland immer mehr durch. Die Menschen wollen sich bewusst und gesund ernähren und genau wissen, welche Zutaten in ihre Speisen kommen.

Slow Food Gesundheit
© pixabay.de © Martin Vorel CCO Public Domain
Slow Food steht für eine bewusste und gesunde Ernährung mit regionalen Zutaten.

Slow Food greift diese Wünsche auf und bietet ganz neue Arten der Zubereitung und der Kombination von Lebensmitteln. Hiervon profitiert die körperliche Gesundheit ebenso wie die Seele. Bei der Zubereitung von Slow Food-Gerichten kommen spezielle Küchengeräte zum Einsatz und es besteht die Möglichkeit, die Zutaten selbst anzubauen. Dieser Artikel stellt die neue Form der Ernährung ausführlich vor.

Was genau ist eigentlich Slow Food?

Slow Food ist eine Bewegung aus Bella Italia. Sie wurde bewusst als Gegenkonzept zum Fastfood entwickelt. Dieses unterstützt die Menschen in ihrem Bestreben, immer schneller und effizienter zu werden, indem das Essen innerhalb weniger Minuten zubereitet und verspeist ist. Das Slow Food geht einen anderen Weg und möchte die Menschen wieder zu mehr Bewusstsein bei der Ernährung einladen. Das beginnt bei der Zubereitung der Speisen und reicht bis zum Anbau eigener Zutaten.

Das Motto beim Slow Food lautet "gut, sauber und fair ". Carlo Petrini, der Gründer der Organisation "Slow Food", betont, dass diese Elemente bei der Umsetzung der Idee hinter Slow Food zwingend erforderlich sind. Entsprechend kommen bei dieser Bewegung vor allem regionale Speisen auf den Tisch. Diese sind gesund, fördern die heimische Landwirtschaft und stellen einen Beitrag zum Umweltschutz dar. Die beim Slow Food verwendeten Zutaten sind authentisch und saisonal. Außerdem werden Wirtschaftszusammenhänge in den Blick genommen, um die eigene Ernährung nicht auf die Ausbeutung anderer Menschen aufzubauen.

Die richtigen Küchengeräte verwenden

Beim Slow Food geht es um Bewusstsein in allen Phasen der Zubereitung von Speisen. Dies betrifft nicht zuletzt den eigentlichen Kochvorgang. Das Ziel ist es, die einzelnen Lebensmittel und Zutaten besonders schonend und verträglich zuzubereiten. Es geht darum, ihr volles Potenzial auszuschöpfen und sämtliche Nährstoffe auszunutzen, die sich in ihnen befinden. Nicht die Geschwindigkeit spielt eine Rolle, sondern die Qualität und Nachhaltigkeit des Gerichts. Denn während man nach dem Verzehr von Fast Food schnell wieder Hunger bekommt, sind Slow Food Gerichte nachhaltig sättigend und bekömmlich.

Damit dies gelingt, werden bei der Zubereitung von Slow Food Speisen diverse Küchengeräte verwendet. Kartoffelschälmaschinen und Zwiebelschneider sind bei der Zubereitung ebenso hilfreich wie eine digitale Tischwaage oder eine sogenannte Würfelscheibe. Für die Aufbewahrung von Speisen bieten sich zudem Vakuumiergeräte mit dazugehörigen Vakuumierbeuteln an. Bei der Auswahl sollte auf eine hohe Qualität geachtet werden, damit das Kochen sowohl Spaß macht als auch effizient gelingt.

Alles für die Gesundheit

Frau bereitet Slow Food in der Küche vor
© pixabay.de © monicore CCO Public Domain
Speisen mit frischen Zutaten selbst zuzubereiten macht Spaß und ist gesund.

Beim Thema Slow Food nimmt die Gesundheit eine zentrale Rolle ein. Die Anhänger dieser Bewegung wollen genau wissen, welche Komponenten sich in ihren Speisen befinden. Deswegen wird weitestgehend auf Fertigprodukte verzichtet. Viele nehmen beim Kochen zusätzliche Arbeitsschritte in Kauf, um die volle Kontrolle über die Inhaltsstoffe der Gerichte zu behalten. Das Ziel ist immer, die eigene Gesundheit zu fördern und zu erhalten.

Slow Food eignet sich daher insbesondere für Menschen, die Rücksicht auf ihre Gesundheit nehmen müssen und beispielsweise Lebensmittelunverträglichkeiten haben. Sie müssen nicht befürchten, sich nach einem Gericht unwohl zu fühlen, sondern wissen genau, mit welchen Nährstoffen sie Ihren Organismus versorgen. Zudem bietet sich Slow Food beim Abnehmen an. Es ist leicht möglich, die Kalorien im Blick zu behalten und bewusst abzunehmen.

Slow Food für die Seele

Slow Food Gerichte sind nicht nur eine Unterstützung für die körperliche Gesundheit, sondern auch ein Beitrag für das seelische Wohlbefinden. Das liegt unter anderem daran, dass sich die Menschen wieder mehr Zeit für das Essen nehmen. Es wird nicht zwischen zwei Aktivitäten einfach hinuntergeschlungen, sondern genussvoll gegessen. Die Nutzer bekommen den vollen und intensiven Geschmack der Zutaten mit und lernen wieder, ihren Geschmackssinn gezielt einzusetzen.

Mit dem Slow Food sind viele Komponenten verbunden, die für die seelische Gesundheit hilfreich sind. Selbst zu kochen und eigene Speisen zu kreieren macht Spaß und weckt die Kreativität. Besonders schön ist es, wenn das Kochen zu einem Event gemacht wird und mit dem Partner oder Freunden erfolgt. Der Anbau der Zutaten erfordert Hingabe und Leidenschaft und führt dazu, dass die Menschen den Wert der einzelnen Speisen besser zu schätzen lernen. Rituale beim Essen führen dazu, das sich Gewohnheiten einspielen, von denen die Nutzer profitieren und bei denen sie sich wohlfühlen. Richtig angewendet ist Slow Food somit eine Bewegung, die den Menschen als Ganzes ernst nimmt und unterstützt.

Die Zutaten für das Slow Food selbst anbauen

Um wirklich zu wissen, was in die einzelnen Speisen kommt, führt kein Weg daran vorbei, die Zutaten für das Slow Food selbst anzubauen. Nur so ist sichergestellt, dass die einzelnen Komponenten nicht mit Schädlingsbekämpfungsmitteln oder anderen Chemikalien behandelt sind oder sonstige ungesunde Merkmale aufweisen. Dies erfordert viel Zeit und Mühe, lohnt sich aber langfristig. Immerhin sind die einzelnen Speisen so wirklich gesund und schmecken ausgesprochen gut.

Slow Food ist eine abwechslungsreiche und vielschichtige Bewegung. Unter anderem deswegen ist sie bei Menschen mit ganz unterschiedlichen Geschmäckern so beliebt. Nahezu alle Zutaten können darin verwendet und zu ganz vielfältigen Kompositionen zusammengestellt werden. Daher ist es beim Anbau möglich, Tomaten anzupflanzen, einen Kräutergarten anzulegen oder Kartoffeln im Garten zu züchten. Je umfassender das Anbaukonzept ist, desto vielseitiger und leckerer werden die Gerichte, die später auf den Tisch kommen.

Bewusstsein für Lebensmittel schaffen

Slow Food ist nicht nur lecker, sondern hat auch eine soziale Komponente. Lebensmittel und Speisen haben immer eine Geschichte, bevor sie auf den Tisch kommen. Die Bewegung hat das Ziel, den Menschen diese Geschichten bewusst zu machen und sie dazu zu bringen, nur solche Speisen zu unterstützen, die wirklich unterstützenswert und aus nachhaltiger Landwirtschaft sind. Der eigene Genuss und die verwendeten Lebensmittel sollen nicht auf Kosten anderer entstehen.

Deswegen wird beim Slow Food speziell darauf geachtet, dass die verschiedenen Lebensmittel fair gehandelt sind. Durch die Fokussierung auf regionale Speisen wird zudem ein Beitrag zum Umweltschutz geleistet. Die einzelnen Speisen müssen keine langen Lieferwege zurücklegen und aus weit entfernten Ländern importiert werden. Stattdessen werden die heimischen Bauern unterstützt und Pflanzen und tierische Produkte aus der näheren Umgebung genutzt.

Fazit

Slow Food ist eine Bewegung, die immer mehr Anhänger für sich begeistert. Den Menschen ist bewusst, dass nur eine nachhaltige Form der Landwirtschaft und Ernährung langfristig gut ist. Sie möchten einen Beitrag leisten, um die Umwelt zu schützen und die heimische Wirtschaft zu stärken, hierbei aber gleichzeitig ihr Essen genießen und vielfältige Speisen ausprobieren. Slow Food ermöglicht all das und wird somit zu einer Bewegung, die für Körper und Seele gleichermaßen viel wert ist.

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