Schmuck von Mama oder Oma tragen?

- Eigentlich liegt uns der geerbte Schmuck von Oma oder Mama sehr am Herzen. Schließlich verbinden wir damit eine Menge Erinnerungen oder unsere Stilvorbilder aus Kindheitstagen. Doch irgendwie sehen die Erbstücke nicht mehr so schön und alles andere als modern aus. Wir verraten euch, wie ihr ihnen neuen Glanz verleiht und sie als Statement-Pieces richtig kombiniert.

Schmuck von Oma

Ihr wollt eure Erbstücke richtig aufwerten? Wir verraten euch, wie es geht. 

Erbschmuck? Ja, bitte!

In Zeiten des Modeschmucks haben wir Unmengen an Ketten, Ohrringen, Armbändern & Co in der Schatulle liegen. Für unsere Großeltern und Eltern waren Schmuckstücke hingegen noch etwas ganz Besonderes. Die wertvollen Erbstücke sind noch aus echtem Gold oder Silber, auf ihnen prangen Rubine, Diamanten oder Juwelen und sie erzählen eine Geschichte. Das hält viele Menschen leider nicht davon ab, den wertvollen Erbschmuck zu Geld zu machen – häufig sogar noch zu einem viel zu geringen Preis. Sei es Unwissenheit oder Gleichgültigkeit: Wir halten jedenfalls nichts davon, Erbschmuck achtlos zu verkaufen. Der Hochzeitsring von Oma oder die Lieblingskette der Mutter sind schließlich ein Teil der Familiengeschichte und dadurch mehr wert als jeder Geldbetrag. Erbschmuck? Immer her damit! Wir wissen nämlich, wie er nicht nur zum Erinnerungsstück wird, sondern zu einem eurer liebsten Schmuckstücke für den Alltag.

Neuer Glanz für alten Schmuck

Keine Frage: Bei einem Schmuckstück, das bereits viele Jahre auf dem Buckel hat, dürfen wir kein makelloses Aussehen mehr erwarten. Oft ist der einstmalige Glanz mittlerweile unter einer Schmutzschicht, einer verkratzten Oberfläche oder einem zerwetzten Lederarmband verschwunden und was zurückbleibt, ist ein altes und irgendwie hässliches Schmuckstück mit vielen Erinnerungen. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass es fortan im Schrank verschwinden und nur noch alle paar Jahre das Tageslicht erblicken muss. Stattdessen polieren wir die Erbstücke kurzerhand auf und holen die Eleganz von damals wieder zum Vorschein. Wie das geht? Nun, das hängt natürlich vom jeweiligen Schmuckstück ab. Wir haben einige Tipps zusammengetragen:

Silber polieren!

Angelaufenes Silber sieht alles andere als schön aus. Leider lassen sich die Verfärbungen auf Dauer nur selten verhindern. Aber keine Panik: Wir wissen, wie das Silber wieder sauber und glänzend wird. Einfach Wasser aufkochen, das Schmuckstück mit etwa fünf Esslöffeln Speisesalz sowie etwas Alufolie hinzugeben und abwarten. Doch es geht noch einfacher: Spezielle chemische Silberbäder oder Reinigungstücher für Silberschmuck können die Farbe und damit auch den alten Glanz auffrischen. Fertig!

Gold reinigen!

Gold ist etwas empfindlicher, daher gehen wir mit vergoldeten Erbstücken noch vorsichtiger vor. Doch es bringt auch einen großen Vorteil mit sich: Goldschmuck läuft nicht an und sieht daher auch nach vielen Jahren oft noch aus wie neu. Wir waschen es einfach sanft mit lauwarmem Wasser ab und lösen hartnäckige Verschmutzungen mit einem Goldputztuch oder einer Zahnbürste sowie etwas Zahnpasta. Auch Poliertücher aus Leder sind zur Reinigung von Gold bestens geeignet. Sollten die Erbstücke aufgrund eines niedrigen Goldanteils doch angelaufen sein, hilft auch hier der Trick mit dem Kochtopf und der Alufolie, welchen wir bereits für die Reinigung von Silberschmuck vorgestellt haben. Studieren geht bekanntlich über probieren. 

Steine putzen!

Edelsteine oder andere im Erbschmuck angebrachten Steine machen die Sache schon komplizierter. Sie könnten durch ein Silberbad oder zu scharfe Reinigungsmittel beschädigt werden und damit nicht nur ihren Glanz, sondern auch ihren Wert verlieren. Klar, dass wir das nicht wollen! Steine putzen wir deshalb besonders vorsichtig mit Wasser und einem Poliertuch. Hilft alles nichts, so muss hier ohne Frage ein Profi ran. Wir sind uns aber sicher: Diese Investition lohnt sich garantiert!

Ab zum Juwelier!

Denn ein Juwelier kann alte Schmuckstücke wieder in neu anmutende Hingucker verwandeln. Schleifen, putzen, polieren, Kettchen austauschen oder die Größe eines Rings anpassen: Es gibt beinahe nichts, das unmöglich ist. Er kann zudem verlorengegangene Steinchen wieder einsetzen. Als Dank für die Investition in die Erbstücke erhalten wir strahlend schönen Echtschmuck mit einer Menge Erinnerungen, an welchen kein Modeschmuck auch nur annähernd herankommt – weder hinsichtlich des finanziellen noch des emotionalen Werts. 

Leder austauschen!

Bei Uhren stoßen wir hingegen immer wieder auf die zwei gleichen Probleme: Zumeist muss erst einmal die Batterie ausgetauscht werden – erst dann können wir überprüfen, ob das Uhrwerk noch tadellos funktioniert. Im zweiten Schritt wechseln wir kurzerhand das Uhrenarmband aus. Wieso? Das Leder hat oft mit den Jahren gelitten, wirkt abgewetzt oder schmutzig. Eine Reinigung ist bei tieferen Verschmutzungen oder Beschädigungen schlichtweg nicht mehr möglich. Das eigentlich wertvolle an der Uhr ist aber ohnehin das Ziffernblatt mit seinem Uhrwerk. Wieso also nicht das Lederarmband austauschen? Im Nu sieht die Uhr aus wie neu und kann zugleich in ihrer Größe perfekt auf unsere Handgelenke angepasst werden. Wäre doch schade drum, wenn das Erbstück nur in der Erinnerungskiste landet, oder?!

Erbstücke zum Outfit kombinieren? Kein Problem...

Erbschmuck kann von schlichten Silberarmbändern bis zum auffälligen Collier zahlreiche verschiedene Farben und Formen annehmen. Das macht die Schmuckstücke als Statement-Pieces für unser Outfit besonders interessant. Schließlich wollen wir den aufpolierten Schmuck nun ja auch der ganzen Welt präsentieren und derweil die Erinnerung an Oma, Mama & Co in Ehren halten. Wie ginge das besser, als die Erbstücke mit Stolz zu tragen? Statement-Ohrringe liegen in der aktuellen Saison ja ohnehin voll im Trend. Dazu ein schlichtes Tanktop und eine lässige Boyfriend-Jeans und fertig ist der elegante, aber zugleich unglaublich coole Herbstlook. Ein auffälliges Collier kombinieren wir gerne klassisch zum kleinen Schwarzen oder dem eleganten Abendkleid. Doch auch als Stilbruch zur Bluse im Oversized-Style oder dem abgewetzten T-Shirt kann es für den letzten Funken Wow-Effekt sorgen. Wir lassen gerne unserer Kreativität freien Lauf, doch haben einen abschließenden Tipp für Euch: Auffälligen Erbschmuck kombinieren wir am liebsten einzeln. Zu viel des Guten sieht nämlich schnell überladen aus und diesen Look lassen wir dann doch lieber in der Vergangenheit zurück. Manchmal ist weniger eben mehr!