Reflux und Sodbrennen: Wo genau liegt der Unterschied

Wo genau liegt der Unterschied zwischen stillem Reflux und normalem Sodbrennen?

Die Probleme welche bei klassischem Sodbrennen und dem stillen Reflux typischerweise entstehen, unterscheiden sich in der Regel.

 

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Insbesondere der stille Reflux macht sich durch diffuse Symptome bemerkbar, die oftmals nicht so einfach zuzuordnen sind. Wenn Sie unter stillem Reflux leiden, können Halsschmerzen, Schluckbeschwerden, Husten, Räusperzwang und sogar eine Kehlkopfentzündung als Symptome auftreten. Wie der Name Reflux schon sagt, fließt hierbei Magensäure vom Magen in die Speiseröhre zurück, wodurch die Speiseröhre beschädigt wird. Besonders fatal ist dies, wenn es sich um einen stillen Reflux handelt. Die Ursachen hierfür sind oftmals in der Fehlfunktion des Ventils begründet, welches zwischen dem Magen und der Speiseröhre sitzt. Sodbrennen hingegen, tritt oft akut auf, zum Beispiel nach dem Verzehr bestimmter Lebensmittelgruppen. Dadurch steigt die Magensäure auf und reizt die Schleimhäute. Jemand der unter Sodbrennen leidet, hat oftmals keine weiteren Beschwerden, sondern lediglich ein Völlegefühl und ein brennen hinter dem Brustbein. Natürlich wird das Sodbrennen durch den Reflux, also den Rückfluss des Mageninhalts in die Speiseröhre verursacht, allerdings handelt es sich dann um keinen „stillen Reflux“. Stiller Reflux findet ohne ein Sodbrennen statt, es gibt also keine Symptome die sofort auftreten, sondern sich erst mit der Zeit bemerkbar werden, weil das Problem immer häufiger auftritt, ohne dass die Person etwas davon mitbekommt.

Wie kommt es zum stillen Reflux und Sodbrennen

Wenn der untere Ösophagus Sphinkter, also das Ventil zwischen Magen und Speiseröhre nicht mehr richtig funktioniert, kann es sowohl zum Sodbrennen, als auch zum stillen Reflux kommen! Beide Probleme sind aber klar zu unterscheiden und verursachen unterschiedliche Symptome, das zu verstehen ist ganz wichtig. Da ein Mensch beim klassischen Reflux und dem gefolgten Sodbrennen sofort merkt, dass etwas nicht stimmt, kann er reagieren und dementsprechend seine Lebensweise korrigieren. Trinkt jemand sehr viel Kaffee, raucht viel und merkt, dass diese beiden Gewohnheiten Sodbrennen verursachen, kann diese Person in Zukunft darauf verzichten und geht weiteren Folgen aus dem Weg. Bei stillem Reflux ist das nicht der Fall! Genau deshalb ist er auch so heimtückisch.

Was Sie bei stillem Reflux und Sodbrennen tun können

Wenn Sie feststellen, dass Sie möglicherweise an stillem Reflux leiden, sollten Sie ihn möglichst frühzeitig behandeln um Spätfolgen zu vermeiden. Dazu gehören zum Beispiel Entzündungen und Verengungen der Speiseröhre, welche auf Dauer große Schmerzen und weitere Komplikationen verursachen können. Sprechen Sie am besten mit dem Arzt oder Heilpraktiker Ihres Vertrauens und ergreifen Sie auch selbst entsprechende Maßnahmen. Sie müssen nicht unbedingt Medikamente einnehmen, eine Änderung des Lebensstils, sorgt oftmals schon für eine deutliche Verbesserung. Das gilt sowohl für das klassische Sodbrennen, als auch für den stillen Reflux. Medikamente helfen bei stillem Reflux oftmals leider nicht sofort. Wenn Sie allerdings zum Arzt gehen, wird dieser sie wahrscheinlich zum Gastroenterologen schicken und eine Untersuchung der Speiseröhre und des Magens machen. Diese wird in der Regel unter Vollnarkose durchgeführt. Außerdem kann eine solche Untersuchung auch Schäden an der Speiseröhre verursachen. Wie Sie sehen, beinhaltet der schulmedizinische Weg also jede Menge Risiken. Sie sollten daher ihre Gewohnheiten ändern und geduldig sein, bis die Symptome des Sodbrennens und den stillen Reflux langsam abklingen. Achten Sie auf eine ausgeglichene Ernährungsweise, essen sie langsam, kauen Sie den Speisebrei langsam, vermeiden Sie fettige und scharfe Speisen. Mit diesen ersten Maßnahmen, können Sie Ihrem Magen die Arbeit erleichtern, wodurch weniger Säure zur Verdauung benötigt wird.

Welche Spätfolgen haben der stille Reflux und das Sodbrennen?

Wenn das Sodbrennen gehäuft auftritt, können Folgeschäden entstehen. Im Vergleich zum klassischen stillen Reflux, müssen diese allerdings nicht gleich so schwerwiegend ausfallen. Das liegt unter anderem daran, dass das Sodbrennen nicht dauerhaft, sondern meistens nur akut auftritt. Bei stillem Reflux hingegen, ist das Ventil zwischen Magen und Speiseröhre häufig dauerhaft undicht, was dazu führt, dass ständig Magensäure in die Speiseröhre gelangt. Das führt natürlich zu deutlich schlimmeren Folgen. Trotzdem kann sich auch durch Sodbrennen eine Refluxösophagitis entwickeln, selbst wenn es nur ab und zu auftritt. Hierbei kommt es auch auf die Regelmäßigkeit an. Wenn Sie zum Beispiel nach Ihrem morgendlichen Kaffe, jeden Tag Sodbrennen bekommen und ansonsten keinerlei Probleme haben, wird die Speiseröhre trotzdem regelmäßig gereizt. Dadurch können sich die Schleimhäute entzünden, was man Refluxösophagitis nennt. Spätestens dann werden die Symptome des Sodbrennens noch viel stärker werden. Daraufhin handeln viele Menschen und suchen sich Hilfe, deshalb kommt es bei dem klassischen Sodbrennen oftmals nicht zu Spätfolgen, wie zum Beispiel Speiseröhrenkrebs. Bei stillem Reflux bildet sich mit der Zeit fast immer eine Entzündung der Speiseröhre. Daraus kann auch ein blutendes Schleimhautgeschwür entstehen. Häufig sorgen die Entzündungen für eine Verengung der Speiseröhre, durch Vernarbungen. Wenn das geschieht, bekommen die meisten Betroffenen Probleme beim Schlucken. Wenn dann nicht gehandelt wird, kann unter Umständen sogar eine bösartige Veränderung der Speiseröhre auftreten. Das bedeutet, es kommt zu einem Barret-Ösophagus, dabei sind die Zellen deutlich krankhaft verändert. Meistens ist hierbei das untere Drittel der Speiseröhre betroffen. Da es sich hier um eine Krebsvorstufe handelt, sollte spätestens dann schnell gehandelt werden. Denn daraus kann sich später ein bösartiger Tumor entwickeln. Allerdings zieht sich ein solcher Prozess über viele Jahre hin weg. Beim akuten Sodbrennen kommt es jedoch meistens nicht zu diesen bösartigen Spätfolgen, weil die Betroffenen aufgrund großer Schmerzen bereits vorher handeln. Der stille Reflux ist deshalb auch sehr hinterhältig, denn er wird erst bemerkt, wenn schon große Schäden an der Speiseröhre entstanden sind.

Sodbrennen und stillen Reflux durch eine Veränderung der Gewohnheiten beseitigen

Wenn Sie den Verdacht haben, unter stillem Reflux zu leiden oder Sie regelmäßig Schmerzen durch Sodbrennen haben, müssen Sie unbedingt Maßnahmen ergreifen! Die Ernährung spielt dabei eine sehr große Rolle. Vermeiden Sie zu viele fettige Lebensmittel, scharfe Speisen und Getränke mit Kohlensäure oder Fruchtzucker. Konzentrieren Sie sich auf gesunde, frische Lebensmittel die basisch verstoffwechselt werden. Außerdem sollten Sie das Rauchen, Alkohol und Kaffeekonsum vermeiden. Darüber hinaus ist es auch wichtig, täglich viel zu trinken, mindestens 2 Liter. Ideal ist dafür stilles Wasser oder Kamillentee. Wenn Sie diese Tipps einhalten, werden sich Ihre Symptome mit der Zeit verbessern, es kommt dann nicht mehr zu den oben genannten Spätfolgen und Sie können das Leben wieder mehr genießen.

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