New York, New York: Das ganze Jahr eine Reise wert

- Start spreadin' the news, I'm leavin' today I want to be a part of it New York, New York. So sang es Frank Sinatra. Doch Hand aufs Herz: Haben wir dabei nicht normalerweise Frühjahr und Herbst im Kopf? Dabei ist der Big Apple auch in Herbst und Winter eine Reise wert. Was dann dort abgeht und was ihr unbedingt sehen müsst, zeigen wir jetzt

Stay here

New York ist, vor allem vor Thanksgiving und Weihnachten, nie ein wirklich günstiges Pflaster. Wenn ihr allerdings im Winterhalbjahr kommt, empfehlen wir, es euch trotzdem maximal Cozy zu machen, um bei trübem Wetter in ein gemütliches Hotelzimmer flüchten zu können, das mehr ist, als ein Bett in einem klitzekleinen Raum – auch wenn das etwas mehr Geld kostet. Dass das Hotel in Manhattan liegen soll und nicht einem der anderen Stadtteile ist natürlich Pflicht, ihr wollt ja nicht die Hälfte des Urlaubs im Taxi sitzen. Aber für maximalen Style sollte es eines der ganz klassischen Häuser der Stadt sein, das Wellington etwa, das A Wyndham oder das Stewart. All diese Häuser atmen in innerer und äußerer Architektur über ein Jahrhundert New Yorker Geschichte – ohne alt zu wirken.

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Klar könntet ihr auch beim Bummeln durch diese faszinierende Glitzerstadt eure normale Tracklist auf den Ohren haben – aber das wäre schon fast ein kleines Sakrileg. New York hat es wirklich verdient, seine eigene Playlist zu haben – gut, dass es da was ganz Tolles auf Spotify für euch gibt.

Dress like this

Kommen wir zum etwas vagen Teil. Im Sommer kann man sich wenigstens darauf verlassen, dass es in der City einfach brüllend heiß ist, weil die Hochhäuser die Hitze nicht nur einfangen und reflektieren, sondern sie auch so richtig schön wieder abgeben – 24/7.

Im Winter und besonders im Herbst kann man mit seiner Urlaubsgarderobe jedoch viel eher Hit-or-Miss-Fehler begehen. Im Oktober müsst ihr darauf vorbereitet sein, dass die Luft noch locker an der 20-Grad-Marke kratzen kann. Auch im November und sogar Dezember können so manche Warmluft-Wellen über die Stadt hereinbrechen.

Unser Tipp: Setzt auf keine „definitiven“ Klamotten wie dicke Pullover oder Jacken, sondern packt nur dünne Dinge ein, die ihr im Zweifelsfall layern könnt. Und hey, New York ist die Shoppinghauptstadt der westlichen Hemisphäre. Da nimmt man sowieso nicht zu viele Sachen hin mit, sondern deckt sich vor Ort und dem aktuellen Wetter entsprechend ein.

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Wenn ihr im Herbst reisen wollt, seht zu, dass ihr auf jeden Fall Thanksgiving mitmacht. Das ist immer der vierte Donnerstag im November, in diesem Jahr wäre das der 22. Dann nämlich winken euch zwei Sachen:

Zum einen die mehr als legendäre Macy’s Thanks Giving Parade. Die habt ihr mit Sicherheit schon mal bei Thanksgiving-Folgen eurer Lieblingsserien im Fernsehen mitbekommen. Es ist die, wo nicht nur Menschen durch die Straßen Manhattans ziehen, sondern gigantische aufblasbare Tiere und Figuren. Da ist die ganze Stadt auf den Beinen, wenn die von neun bis zwölf läuft.

Zum anderen hat Thanksgiving (neben der dazugehörenden Truthahn-Völlerei) auch noch etwas anderes für euch: Der Tag danach ist Black Friday. Ganz genau, der Black Friday, an dem auch ihr ungestraft Shopping-Amok laufen dürft. Unser Tipp: Macy’s (dasselbe Kaufhaus, das auch die Parade ausrichtet). Das liegt am Herald Square, ist das größte Kaufhaus der Welt (mit gigantischen 200.000 Quadratmetern Verkaufsfläche) und öffnet am Black Friday schon morgens um drei. Ebenfalls genial: New Yorks Apple-Stores (Findet ihr im Macy’s ebenso wie in der Fifth Avenue und im Westfield World Trade Center) haben an diesem Tag das einzige Mal im ganzen Jahr reduziert.

Dance like this

Wenn ihr lieber ein paar Tage später anreisen möchtet, dann müsst ihr am 28. November in der Stadt sein. Denn wenn Thanksgiving vorbei ist, beginnt die Vorweihnachtszeit. Das bedeutet: Der Magic Moment, an dem der gigantische Weihnachtsbaum vor dem Rockefeller erstmals erleuchtet wird, steht an. Eine wahrlich atemberaubende Show mit gefühlt Milliarden von Lichtern – und nebenbei die Gelegenheit, Weltstars hautnah zu erleben. Denn das Einschalten der Lichter wird grundsätzlich in eine Show von namhaften Musikern eingebettet. 2014 war etwa Lady Gaga da – und hatte gleich einen Oops-Moment mit ihrem Kleid.

Aber der Baum ist nur ein Grund, um zum Rockefeller Center zu kommen. Der andere ist The Rink – die Schlittschuhbahn, die direkt unterhalb des Baumes nur während der Vorweihnachtszeit in Betrieb ist. Zwar niemals leer genug, um dort rücksichtslos Pirouetten zu drehen, aber einfach ein Pflicht-Visit.

Eat this

Herbst und Winter sind traditionell die Jahreszeiten, in denen wir alle mal nach Herzenslust schlemmen dürfen, ohne dauernd die Kalorien im Blick zu haben, weil zu befürchten ist, dass die offenherzigen Sommerklamotten dann jedes Pfündchen erbarmungslos präsentieren. Dies mit New York zu kombinieren, ist wohl die beste Kombi, die es gibt. Denn New York ist auch die Welt-Hauptstadt der sündigen aber köstlichen Kalorienbomben. Was ihr auf jeden Fall tun müsst, ist, in einem der vom renommierten Bloomberg-Magazine gekürten Burgerläden der City deren Preisgekröntes zu probieren. Und auch eine Pizza bei Patsy’s in East Harlem ist praktisch ein Pflichttermin – vor allem weil es einfach faszinierend ist, eine Pizza zu essen, die sich von der Herstellungsweise kaum von dem unterscheidet, was wir am heimischen Herd fabrizieren, aber dennoch völlig anders schmeckt. Ob’s an der New Yorker Luft liegt? Egal, es ist köööstlich.

Freeze like this

New York liegt bekanntlich direkt am Meer. Und je nach Großwetterlage kann von dort ein buchstäblich eisiger Wind pusten. Aber dennoch solltet ihr gerade das nutzen, um an einem klirrend kalten aber sonnigen Tag eine Bootstour zu unternehmen. Anbieter gibt’s wie Sand am Meer. Nehmt aber nicht nur die Freiheitsstatue mit, sondern auch Coney Island. Falls ihr danach noch Restwärme im Körper habt, fahrt hoch auf die Aussichtsplattform vom One World Trade Center. Eine noch grandiosere Fernsicht wie von da bekommt ihr nirgends – auch weil die Kälte dafür sorgt, dass kein Smog den Blick trübt.