Mit dem Partner zusammenziehen? 5 überlebenswichtige Tipps

Mit dem Partner zusammenziehen? 5 überlebenswichtige Tipps

Es gab noch nie so viele Singles wie im Moment, was sicherlich auch damit zusammenhängt, dass Menschen heute einfach ihr eigenes Ding machen können. Anstatt ein vorbestimmtes Leben zu haben, zu einem bestimmten Zeitpunkt zu heiraten und Kinder zu bekommen, können wir Karriere machen und ein Leben nach unseren Wünschen gestalten. Gleichzeitig sind junge Leute total aufgeschlossen, was die Themen feste Bindung, ein gemeinsames Leben und sogar Heirat betrifft. Natürlich haben sich die Methoden geändert, wie man sich kennenlernt, und man trennt sich auch deutlich schneller und versucht mit dem nächsten Partner das große Glück zu finden. Was jedoch nach der ersten Phase der Verliebtheit folgt, ist oftmals sehr ähnlich: gemeinsame Wohnung, Heiraten, eventuell Kinder. Der erste große Meilenstein, das Zusammenleben, birgt eine Menge Herausforderungen. Wir haben überlebenswichtige Tipps für euch gesammelt!

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© PixabayDiese 5 Tipps müsst ihr beachten, wenn ihr vorhabt mit eurem Partner zusammenzuziehen!

Drum prüfe, wer sich räumlich bindet

Wir alle wissen, dass es keine Traumpartner gibt und dass auf jede Verliebtheit ein Erwachen folgt. Die Frage ist nur, ob man dann schon in einem gemeinsamen Bett liegt? Der wahre Charakter eines Menschen zeigt sich erst, wenn man ihn eine Weile kennt und ihn in vielen verschiedenen Situationen erlebt hat - oder spätestens, wenn man zusammenwohnt. Das kann man üben, indem man bereits mehrere Wochen zusammen verbringt und sich so im Alltag kennenlernt. Ist dein Schatz ein Geizhals, gibt ungern Trinkgeld und besteht darauf, sich die Rechnungen im Restaurant und im Urlaub zu teilen? Dann kannst du davon ausgehen, dass es im alltäglichen Leben genauso ist. Die Kosten werden aufgerechnet und akribisch aufgeteilt. Entspanntes Zusammenleben sieht anders aus, finanzielle Emanzipation hin oder her! Liebe braucht keinen Taschenrechner, sondern lebt von einer „natürlichen“ Gerechtigkeit. Am schlimmsten ist es, wenn du ein Exemplar erwischst, dass auf deine Kosten lebt. Bestell am besten den Umzugswagen wieder ab, bevor es zu spät ist!

Besser geht es so: Die gemeinsamen Kosten werden ausgerechnet und je nach Verdienst anteilig aufgeteilt. Man richtet ein gemeinsames Konto ein, auf das jeder seinen Anteil überweist. Oder man teilt sich die Kosten thematisch: Einer übernimmt die Miete, der andere die Nebenkosten und den Einkauf. Wichtig ist, dass sich niemand ungerecht behandelt fühlt.

Getrennte Schlafzimmer - ja, bitte!

Getrennte Schlafzimmer sind der erste Schritt zu einer Kultur der Ehe.

(Carl Hagemann)

Für viele Paare gehört das gemeinsame Bett zum Zusammenleben einfach dazu – alles andere scheint ihnen unromantisch zu sein. Diese Einstellung wird neben einem schnarchenden Partner jedoch schnell revidiert, doch dann ist die Zimmeraufteilung schon erledigt. Vor dem Zusammenziehen sollten Pärchen sich realistisch überlegen, wie viele Gemeinsamkeiten sie beim Thema Schlafen wirklich haben. Eine morgenmuffelige Eule wird neben einer zwitschernden Lerche nicht glücklich, ein Partner mit einem leichten Schlaf wird sich schnell gestört fühlen, wenn der andere mehrmals pro Nacht das Bad oder die Küche aufsucht. Wo der eine ein Verdunkelungsrollo braucht, um in den Schlaf zu finden, möchte der andere lieber vom Sonnenlicht geweckt werden. Solche Gewohnheiten können zu Beginn einer Beziehung eingeschränkt werden, nach einigen Wochen oder Monaten lassen sie sich jedoch nicht mehr verleugnen. Dann sind getrennte Schlafzimmer die beste Lösung - und keine Sorge! Sie sind alles andere als unromantisch. Schließlich kann man sich gegenseitig besuchen und die gemeinsamen Nächte so zu etwas Besonderem werden lassen.

Selbst wenn es keine getrennten Schlafzimmer gibt, sollte jeder Partner einen Ort haben, an den er sich zurückziehen und wo er ganz er selbst sein kann.

Muss es eine neue Wohnung sein?

Einer der Partner wohnt im eigenen Haus oder hat eine Wohnung, die auf jeden Fall groß genug für zwei ist? Dann liegt es nahe, sich dort gemeinsam einzurichten, doch das ist manchmal nur in der Theorie eine gute Idee. Es kann gut sein, dass der eine dann meint, das Sagen zu haben und der andere immer zurückstecken muss. Das kann nur funktionieren, wenn beide Partner wirklich sehr partnerschaftlich veranlagt sind. Zudem stellen sich dann weitere Fragen: Wenn der Partner, dem das Haus oder die Wohnung nicht gehört, in den Garten, Renovierungen oder Möbel investiert, wie wird das ausgeglichen, sollte es zu einer Trennung kommen? Für diese Wohnkonstellation empfiehlt sich ein Vertrag (ähnlich wie ein Ehevertrag), in dem solche Fragen geregelt werden.

Ansonsten ist es immer besser, die Partner suchen sich gemeinsam ein neues Heim. Das ist dann ein richtiger Neustart, bei dem beide die gleichen Voraussetzungen haben. Natürlich sollte es sich auch am „richtigen“ Platz befinden!

Wo soll der gemeinsame Lebensmittelpunkt sein?

An dieser Frage ist schon manches Zusammenziehen gescheitert. Wenn der eine sich in der Stadt wie ein Fisch im Wasser fühlt, der andere jedoch die Ruhe auf dem Land zum Leben braucht, wird es schwierig. Meist sind es jedoch die jeweiligen Arbeitsplätze bzw. die Entfernung dorthin, die den Ort des Wohnens bestimmen. Hier sollte ein Paar, das zusammenziehen will, auch auf eine gewisse Gerechtigkeit achten! Es ist nicht schön, wenn einer zwei Stunden pendeln muss, während der andere mit dem Fahrrad ins Büro fahren kann. Der gemeinsame Lebensmittelpunkt sollte sich in der Mitte befinden. Dabei müssen natürlich weitere Lebensumstände wie vorhandene oder geplante Kinder oder hilfebedürftige Angehörige berücksichtigt werden. Wer sich übervorteilt fühlt, wird selten glücklich!

Aber meine Möbel behalte ich!

Beim Zusammenziehen ergibt sich meist ein echtes Luxusproblem: Viele Möbel sind auf einmal doppelt vorhanden. Doch ehrlich gesagt, niemand möchte in dem Bett schlafen, das die Vorgängerin bereits benutzt hat, und auch die gemeinsamen Fernsehabende sollen nicht auf demselben Sitzmöbel verbracht werden, das bereits in vergangenen Beziehungen eine große Rolle spielte. Einige Dinge sollte man also gemeinsam neu anschaffen, zum Beispiel das Bett und ein schönes großes Ecksofa, wo beide Partner bequem Platz haben. Wenn man an bestimmten Teilen wie einem antiken Schrank sehr hängt, sollte man sie auf jeden Fall behalten – nicht, dass man es später bereut, wenn sowohl der Partner als auch das Möbel weg sind. Realistisch betrachtet ist es so: Zusammen zu leben ist kein Garant für eine funktionierende Beziehung, sondern stellt sie eher auf die Probe. Natürlich muss man sich auch wegen des Einrichtungsstils, der verwendeten Farben und Materialien einig werden. Im Zweifelsfall gestaltet jeder ein Zimmer so, wie er es mag.

 

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