Karriere, Familie, Selbstverwirklichung: Welches Lebensmodell ist das richtige für dich?

Karriere, Familie, Selbstverwirklichung: Welches Lebensmodell ist das richtige für dich?

Möchte ich lieber eine steile Karriere hinlegen, eine Familie gründen und mich um die Kinder kümmern oder möchte ich mich ganz meinen eigenen Bedürfnissen, Wünschen und Zielen verschreiben? Welchen Weg wir im Leben einschlagen und wie wir unsere Zukunft gestalten möchten, ist nicht immer leicht zu entscheiden.

Nachdenkliche Frau
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Kein Lebensmodell ist in Stein gemeißelt und du kannst deinen bisherigen Weg jederzeit woandershin führen lassen. Dennoch ist es manchmal besser, frühzeitig die Weichen zu stellen – vor allem für die berufliche Laufbahn.

Möchte ich Karriere machen?

Inzwischen entscheiden sich viele Frauen für die Karriere als Lebensmodell. Die folgenden Aspekte zeigen dir, was es bedeutet, berufliche hoch hinaus zu wollen. Sie helfen dir bei der Entscheidung, ob die große Karriere deinen Vorstellungen von einem schönen, erfüllten Leben entspricht.

  • Mehr leisten, mehr draufhaben: Wenn du Karriere machen willst, musst du sehr viel Einsatz zeigen und mehr leisten als deine Kolleg*innen. Außerdem ist sind dafür Fort- und Weiterbildungen notwendig. Denn nur so kannst du dir Kenntnisse und Fertigkeiten aneignen, die dich für einen Job in einer höheren Position qualifizieren.

Wer ein Team oder ein ganzes Unternehmen leiten will, muss beispielsweise wissen, wie man mit Mitarbeiter*innen umgeht, sie motiviert und Konflikte innerhalb des Teams löst. Auch Dinge wie betriebswirtschaftliche Aspekte und Kenntnisse über Marketing-Strategien spielen in Chef-Positionen eine Rolle.

  • Verantwortung übernehmen, Entscheidungen treffen: Als Chefin musst du täglich unzählige Entscheidungen treffen – auch solche, die nicht nur deine Zukunft, sondern die des gesamten Unternehmens inklusive der Mitarbeiter beeinflussen. Deshalb solltest du keine Schwierigkeiten damit haben, dich für einen Weg oder eine Lösung zu entscheiden.

In dem Zusammenhang musst du als Chefin außerdem dazu bereit sein, Verantwortung zu übernehmen. Du musst dafür sorgen, dass dein Team gute Leistung bringt, oder dass das gesamte Geschäft gut läuft. Dementsprechend bist du für die Zukunft deiner Mitarbeiter*innen und die des Unternehmens verantwortlich.

  • Chef-Charakter haben: Verantwortung übernehmen und Entscheidungen treffen können sind aber noch nicht alles, was du in einer Führungsposition draufhaben solltest. Du brauchst ein hohes Maß an Motivation und Ausdauer, um deine beruflichen Ziele zu erreichen. Gleichzeitig musst du in der Lage sein, dein Team von deiner Idee so zu begeistern, dass sie dir bereitwillig bei der Umsetzung helfen.

Eine weitere wichtige Chef-Eigenschaft ist Durchsetzungsvermögen. Du musst den Ton angeben – aber immer mit dem nötigen Respekt anderen gegenüber.

Außerdem sollten Integrität und Authentizität zu deinem Wesen gehören. Sei glaubhaft, bleib dir treu, sei aufrichtig und steh zu deinen Fehlern.

Apropos Fehler: Es besteht immer das Risiko, einen Fehler zu machen, der das Unternehmen unter Umständen schwer belastet. Deswegen brauchst du Mut und eine gewisse Risikobereitschaft, um deine Aufgaben als Chefin zu erfüllen.

In dem Zusammenhang ist ein guter Umgang mit Kritik eine hilfreiche Fähigkeit. Ebenso Empathie, also sich die Situation von anderen einfühlen und ihnen mit Verständnis begegnen zu können.

  • Arbeit vor Freizeit: Ob du für die große Karriere geschaffen bist, hängt auch von deinem Bedarf an Freizeit beziehungsweise deinem Wunsch nach einer guten Work-Life-Balance ab.

Beruflich voranzukommen, geht oft damit einher, dass du mehr Zeit für deinen Job aufbringen musst. Entweder in Form von Überstunden oder weil du an Fort- und Weiterbildungen teilnimmst, die zusätzlich zu deiner Arbeitszeit anfallen. Dafür geht natürlich deine Freizeit drauf. Sprich, für soziale Kontakte, Hobbys und Erholung bleibt erst einmal weniger Zeit übrig.

Willst du in deinem Job viel erreichen, solltest du dich nicht von Klischees, überholten Rollenbildern und alten Denkmustern aufhalten lassen und dich erst recht nicht unter Wert verkaufen. Sei selbstbewusst: Übernehme die Verantwortung für wichtige Projekte, bilde dich weiter und handle mehr Gehalt raus – mit deinen bisherigen Erfolgen als Argument.

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Wenn du Karriere machen willst, brauchst du die passende Arbeitseinstellung und einige Charaktereigenschaften. 

Möchte ich eine Familie gründen?

Das Elterndasein hat Vor- und Nachteile: Einerseits ist es eine wundervolle Erfahrung, Leben zu erschaffen und zu sehen, wie sich der eigene Nachwuchs tagtäglich weiterentwickelt. Die Welt mit Kinderaugen zu betrachten, verändert deine Sicht auf die Dinge und du entdeckst sie mit deinem Kind neu.

Andererseits kostet es viele Nerven, Zeit und Geld, ein Kind großzuziehen. Eure Beziehung wird auf eine harte Probe gestellt. Du musst dich jahrelang immer nach dem Kind richten. Du kannst kaum noch über deine Freizeit bestimmen und dir nur ab und zu mal eine Auszeit vom Mamadasein nehmen.

Genauso zwiegespalten ist die Meinung von Frauen über das Kinderkriegen: Während die einen schon früh wissen, dass sie auf jeden Fall einmal Kinder möchten, können die anderen der Vorstellung daran nichts abgewinnen.

 

Frau verliebt mit ihrem Mann
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Für welches Lebensmodell du dich auch entscheidest: Gehe immer deinen eigenen Weg – egal, was andere davon halten.

Bist du schon bereit für ein Kind?

Ein Baby zu bekommen, ist eine Erlebnis, die dein ganzes Leben auf den Kopf und dich vor einige Herausforderungen stellt. Ein bisschen wie eine lebenslange Kaufentscheidung ohne Umtausch-Option. Daher solltest du die Familiengründung nicht auf die leichte Schulter nehmen.

Die folgenden Anhaltspunkte helfen dir dabei herauszufinden, ob du schon bereit für ein Kind bist, und ob du es für dich überhaupt eine Option ist, Mutter zu werden.

  • Die finanzielle Situation passt: Geld allein sollte nicht darüber entscheiden, ob du Nachwuchs bekommen möchtest oder nicht. Allerdings ist nicht von der Hand zu weisen, dass ein Kind über die Jahre gesehen einige Kosten mit sich bringt. Finanziell einigermaßen abgesichert zu sein und ein regelmäßiges Einkommen zu haben sind für die Gründung einer Familie gute Voraussetzungen.

  • Eure Partnerschaft ist stabil: Wie schätzt du die Beziehung zu deinem*r Partner*in ein? Ist sie harmonisch oder gibt es immer wieder Streit und unlösbare Konflikte, weil ihr einfach auf keinen gemeinsamen Nenner kommt? Ein stabiles Umfeld ist für Kinder das A und O.

Sich als Eltern nie über wesentliche Dinge einig zu werden, ist weder gut für euch noch für das Kind. Denn klar ist: Die Konflikte werden nicht weniger, wenn ihr erst einmal Eltern seid, im Gegenteil. Ein Baby bedeutet für eine Beziehung eine Belastungsprobe und gerade der Schlafmangel in der Anfangszeit zerrt ordentlich an den Nerven.

Wenn ihr als Paar gut harmoniert, du dich in der Beziehung wohlfühlst und ihr ein gutes Team seid, spricht nichts dagegen, die Familienplanung anzugehen. Vorausgesetzt, der folgende Punkt trifft auf euch beide zu.

  • Ihr beide seid euch beim Thema Kinderwunsch einig: Wenn nur eine*r von euch ein Baby bekommen möchte, der*die andere aber (noch) nicht, ist das keine gute Ausgangslage. In Sachen Kinderwunsch solltet ihr an einem Strang ziehen. Schließlich ist ein Kind keine Anschaffung, für die man in einer Beziehung Kompromisse eingeht, sondern ein Mensch, um den ihr euch beide als Paar kümmern müsst.

  • Du kannst auf Unterstützung aus deinem Umfeld zählen: Selbst, wenn ihr nur ein Baby habt und keine Zwillinge oder Drillinge, ist der Alltag oft eine große Herausforderung. Da ist es einfach gut zu wissen, dass ihr nicht alleine seid, sondern liebe Menschen um euch habt, die zwischendurch den Baby-Dienst übernehmen oder notfalls spontan als Babysitter einspringen können. Die eigenen Eltern, Großeltern, Geschwister und Freunde in der Nähe zu haben, ist für junge Eltern eine große Hilfe und eine echte Entlastung.

  • Du kannst deine Bedürfnisse hintenanstellen: Ein Baby fordert deine gesamte Aufmerksamkeit. Das kostet Kraft und Zeit und hat zur Folge, dass deine Bedürfnisse, Hobbys und Interessen eine Zeitlang nur zweitrangig sind. Sei dir darüber im Klaren, dass du auf vieles verzichten und den Tagesablauf nach deinem Kind ausrichten musst.

  • Du hast kein Problem damit, deine Karriere pausieren zu lassen: Kraft und Zeit werden dir erst einmal auch im Beruf fehlen. Das macht es nicht unmöglich, aber schwierig, deine beruflichen Ziele zu verwirklichen.

Stehst du beispielsweise gerade vor einem Karrieresprung oder einer beruflichen Neuausrichtung, macht es gegebenenfalls Sinn mit dem Kinderkriegen noch ein bisschen abzuwarten, bis sich dein Arbeitsverhältnis wieder eingependelt hat.

  • Du kannst dir deine Zukunft ohne eigene Kinder nicht vorstellen: Du bist dir bewusst, welche Einschränkungen und Veränderungen ein Baby für dein Leben bedeuten würde. Doch neben den ganzen Schwierigkeiten und Herausforderungen siehst du auch die vielen positiven Aspekte. Und wenn du an deine Zukunft denkst, siehst du dich und deine*n Partner*in zusammen mit euren Kindern.

Kinder zu bekommen, ist eines der persönlichsten Dinge, die wir mit Menschen tun. Niemand außer dir kann dir sagen, ob du bereit dafür bist oder nicht. Unsere Anhaltspunkte können dir höchstens eine Hilfestellung bieten, doch am Ende triffst du selbst Entscheidung.

 

Nachdenkliche Frau
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Andere Frauen wollen lieber ihre Freiheit genießen und entscheiden sich bewusst gegen Kinder.

Gründe, keine Kinder zu bekommen

Es gibt natürlich auch einige nachvollziehbare Gründe dafür, warum Paare lieber kinderlos bleiben wollen. Denn nicht für jeden ist der klassische „Nestbau“ das richtige Lebensmodell.

Die Argumente für gewollte Kinderlosigkeit hat das Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) untersucht – mit diesen Ergebnissen:

  • Die momentane berufliche Situation ist für das Leben mit Kind nicht geeignet.

  • Die Karriere hat Vorrang und erfordert uneingeschränkten Einsatz.

  • Andere wollen keine Kinder, weil sie ihr Leben genießen möchten.

  • Für viele bedeuten Kinder zusätzlichen Stress, der sich auf alle Lebensbereiche auswirkt.

  • Manche möchten deswegen keine Kinder, weil das mit einer hohen finanziellen Belastung verbunden ist.

  • Viele fühlen sich dem gesellschaftlichen Druck nicht gewachsen, der auf Eltern lastet. Sie trauen es sich schlicht nicht zu, ein Kind großzuziehen.

  • Wieder andere wollen keinen Nachwuchs, weil es im Falle einer Trennung oder Scheidung um einiges komplizierter und für alle Betroffenen (auch für die Kinder) schwieriger wird, wenn Kinder involviert sind.

Ein weiterer Grund kann eine schwere Erkrankung sein. Je nachdem, um welche körperliche Erkrankung es sich handelt, könnte sie an das Kind vererbt werden – das Risiko möchten manche Paare einfach nicht eingehen. Bei einer psychischen Erkrankung kann es sein, dass sie es dem*der Betroffenen schwermacht, den Alltag zu meistern, und daher keine Kraft bleibt, um sich um ein Kind zu kümmern.

 

Frau mit Säugling im Arm
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Ein Baby zu bekommen ist für viele Frauen das größte Glück. 

Unerfüllter Kinderwunsch – was tun?

Viele Paare in Deutschland sind aber auch unfreiwillig kinderlos. Das kann ganz verschiedene Gründe und Ursachen haben. Doch genauso verschieden sind die Möglichkeiten, wie ihr euch trotzdem den Wunsch nach einem Kind erfüllen könnt.

  • Künstliche Befruchtung: Damit sind medizinische Behandlungsmethoden gemeint, die Paaren zum ersehnten Nachwuchs verhelfen. Dabei werden unterschiedliche Verfahren angewendet – je nachdem, was für ein Paar infrage kommt. Häufig wird eine Samenübertragung, eine In-vitro-Fertilisation (IVF) oder eine Intrazytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI) durchgeführt. Im Gegensatz zur Samenübertragung, erfolgen die Befruchtung bei den anderen beiden Verfahren außerhalb des Körpers.

  • Adoption: Will sich der Kinderwunsch trotz aller medizinischer Hilfe nicht erfüllen, könnte eine Adoption die Lösung sein. Dazu muss ein Elternteil mindestens 25 Jahre und ein Elternteil mindestens 21 Jahre alt sein. Der Altersunterschied zwischen Eltern und Kind sollte maximal 40 Jahre betragen. Außerdem achten die zuständigen Behörden darauf, dass die Eltern über ein sicheres Einkommen verfügen und dem Kind ausreichenden Wohnraum bieten können.

Wende dich für mehr Informationen an die Adoptionsvermittlungsstelle des Jugendamtes in deinem Wohnort oder an die Adoptionsvermittlungsstellen der freien Träger in deiner Stadt.

Im Gegensatz zu Adoptiveltern, haben Pflegeeltern keine rechtliche Elternschaft für das Kind, sondern lediglich eine Entscheidungsbefugnis für den Alltag. Das Sorgerecht bleibt üblicherweise beim Jugendamt oder einem Vormund.

 

Frau liest ein Buch
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Andere Frauen wollen lieber ihre Freiheit genießen und entscheiden sich bewusst gegen Kinder.

Möchte ich mich selbst verwirklichen?

Sich selbst zu verwirklichen meint, seine Talente und Fähigkeiten zu entfalten, das eigene Potenzial auszuschöpfen und sich ganz den eigenen Wünschen, Träumen, Bedürfnissen und Zielen zu widmen. Es geht dabei um jede Entwicklung, die dir Freude, Sinn und neue Erkenntnisse bringt. Deswegen ist wahre Selbstverwirklichung unglaublich vielfältig und facettenreich. Sie kann sich über alle Bereiche und Phasen des Lebens erstrecken.

Es gibt also viel Unterschiedliches, was unter Selbstverwirklichung konkret verstanden werden kann. Genauso ist das Bedürfnis nach Selbstverwirklichung unterschiedlich stark ausgeprägt.

Wie stark ist dein Bedürfnis nach Selbstverwirklichung?

Selbstverwirklichung ist die Motivation, die uns dazu antreibt, unser eigenes Potenzial vollständig auszuschöpfen. Aber wie stark ist dieser Drang dazu bei dir ausgeprägt? Oder anders gefragt: Wie wichtig ist dir Selbstverwirklichung und in welcher Form möchtest du dich entfalten und entwickeln? Finde es heraus, indem du für dich die folgenden Fragen beantwortest:

  • Möchtest du deinen eigenen Weg gehen und individuelle Entscheidungen treffen? Bist du bereit, Verantwortung für dich selbst zu übernehmen? Denn Selbstverwirklichung liegt vor allem in deiner Hand.

  • Möchtest du dich selbst in den Mittelpunkt deines Lebens stellen – ohne Abstriche und ohne dich in erster Linie um andere zu kümmern?

  • Was treibt dich an? Möchtest du an deiner Persönlichkeit feilen, um die beste Version deiner selbst zu werden? Was ist dir wichtig? Wie willst du dein Leben gestalten? Und welche Ziele möchtest du erreichen?

 

Motivierte Frau
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Sich nur um die eigenen Bedürfnisse kümmern – so kann Selbstverwirklichung aussehen.

Warum eigentlich „oder“?

Karriere machen, eine Familie gründen, sich selbst verwirklichen – auf den ersten Blick haben diese drei Lebensmodelle wenig miteinander gemeinsam. Viel mehr noch, sie scheinen sich gegenseitig auszuschließen: Wer beruflich erfolgreich sein will, kann schließlich nicht gleichzeitig den ganzen Tag um die Kinder kümmern. Und wer Vollzeit die Familie umsorgt, für andere da ist, kann sich unmöglich mit der eigenen Selbstverwirklichung befassen. Denn Mutter zu sein entspricht 2,5 Vollzeitjobs.

Die Schlussfolgerung: Du musst dich für einen Lebensweg entscheiden, entweder oder. Doch warum eigentlich? Tatsächlich ist es durchaus möglich, beruflichen Erfolg, die Gründung einer Familie und die Selbstverwirklichung unter einen Hut zu bringen.

Lebensmodelle miteinander verbinden

Besonders der Drang nach Selbstverwirklichung, die in so vielen Bereichen des Lebens stattfinden kann, überschneidet sich möglicherweise sowieso schon mit dem Lebensmodell Familie oder Karriere. Viele Frauen gehen in ihrer Mutterrolle ganz auf. Andere haben es sich zum Ziel gesetzt, im Job eine erfüllende Tätigkeit auszuüben, sich kontinuierlich weiterentwickeln und sich dadurch beruflich selbst zu verwirklichen.

Auch Karriere und Kinderwunsch lassen sich miteinander vereinbaren. Mit genügend Organisation und Struktur im Alltag – oder einer guten Kinderbetreuung. Wer sich eine Tagesmutter leisten kann, dem steht der Weg zum schnellen beruflichen Wiedereinstieg frei. Dagegen brauchen Eltern für einen Krippen- oder Kindergartenplatz angesichts langer Wartelisten schon mehr Geduld.

Ein wichtiger Faktor ist auch der Arbeitgeber: Familienfreundliche Unternehmen unterstützen ihre Mitarbeitenden im Balanceakt zwischen Büro und Wickeltisch, indem sie flexible Arbeitszeiten oder Home-Office anbieten, einen Betriebskindergarten bereitstellen oder Zuschüsse für die Kinderbetreuung leisten.

 

Mutter und Kind
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„Und“ statt „oder“: Mit einer klugen Herangehensweise lassen sich Kind und Karriere gut vereinbaren. 

Die wichtigste Frage: Macht es dich glücklich?

Das persönliche Glück steht gerade für Frauen oft im Konflikt mit gesellschaftlichen Erwartungen. Aussagen wie

  • „Ich will keine Kinder“,

  • „Ich möchte mich ganz auf meine Karriere konzentrieren“ oder

  • „Ich nehme mir die Freiheit, mein Leben allein nach meinen Wünschen und Bedürfnissen zu gestalten“

wirken auch heute noch auf viele eher befremdlich als normal. Zu oft stoßen Frauen, die sich so äußern, auf Unverständnis. Zu oft stellen die Gesellschaft und selbst die Menschen aus unserem engen sozialen Umfeld solche Entscheidungen infrage und geben uns das Gefühl, uns dafür rechtfertigen und stichhaltige Argumente finden zu müssen. Dabei ist nur das, was dich selbst glücklich macht, der einzig richtige (Lebens-)Weg. 

Auch, wenn es vielleicht schwerfällt und du befürchtest, den guten Draht zu lieben Menschen zu verlieren: Lass dir nicht von anderen in dein Leben reinreden und lass dir keinen Weg aufzwingen, „weil man das eben so macht“. Das macht zwar alle anderen zufrieden, aber nicht dich.

Wie du dir dein Leben vorstellst und was dich glücklich macht, das kannst nur du ganz allein wissen. Was fühlt sich für dich richtig und gut an? Wie sieht für dich ein erfülltes Leben aus? Führe dein Leben nach ganz deinen persönlichen und individuellen Vorstellungen – und nicht anhand von Geschlechterstereotypen oder veralteten Gesellschaftsbildern.

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