Intuitive Ernährung: Was Du wirklich zu essen brauchst

Intuitive Ernährung: Was Du wirklich zu essen brauchst

Hand aufs Herz: Gute Vorsätze in Sachen Ernährung kennen wir alle. Weniger, gesünder und nachhaltiger würden wir gerne essen – aber scheitern oft an der Umsetzung. Wieso das Ganze dieses Mal nicht von der anderen Seite angehen? Statt Dir bestimmte Nahrungsmittel zu verbieten, lernst Du vielleicht lieber das Genießen, um Dein Idealgewicht zu erreichen. Das funktioniert durch intuitive Ernährung – und genussvoller essen bedeutet gleichzeitig auch oft gesünder.

Nudeln mit Garnelen Rückruf Lidl
© Pixels | Anthony Leong
Was genau ist eine intuitive Ernärhung?

Du hasst Diäten? Perfekt, weil intuitive Ernährung keine ist

Schon gewusst, dass fast jeder zweite Deutsche abnehmen will? Trotzdem bleiben dauerhafte Erfolge oft aus. Viele scheitern schon an der Wahl der richtigen Diät. Von Clean Eating bis Keto haben einige alles ausprobiert – ohne überzeugenden Erfolg. Andere sind von Natur aus echte Diät-Muffel und halten das Fasten von vornherein nicht lange genug durch. Wieso sich in beiden Fällen intuitive Ernährung anbietet? Ganz einfach: Eine Diät ist das Konzept überhaupt nicht. Vielmehr geht es bei dem Yoga-inspirierten Prinzip darum, auf den eigenen Körper zu hören.

Iss, was du wirklich brauchst – und zwar zum richtigen Zeitpunkt.

So naheliegend es sich anhört, so selten setzen wir es im Alltag um. Oder wann hast Du Essensentscheidungen zuletzt nach Deinem Hunger- und Sättigungsgefühl getroffen? Beim intuitiven Essen befreist Du Dich von gesellschaftlichen Zwängen und angelernten Konzepten. Ob Du es willst oder nicht: Wann Du Hunger zu haben hast oder eigentlich satt sein müsstest, beeinflusst Deine Ernährungsweise. Die Lebensmittelindustrie macht uns ununterbrochen weiß, dass wir das Falsche essen oder bestimmte Superfoods brauchen. Was unser Körper wann wirklich benötigt, gerät aus dem Blick. Wir finden uns in einem Überangebot an Nahrung kaum noch zurecht, geraten unter Dauerstress und reagieren oft mit übermäßigem Essen. Manchmal ist der Griff zu bestimmten Lebensmitteln auch antrainiert: bei Liebeskummer zum Beispiel der zu Schokolade. Intuitive Ernährung macht damit Schluss.

Was dein Körper braucht, weiß er selbst am besten

Schon gut: Einige Ernährungsgrundsätze lassen sich nicht bestreiten. Zum Beispiel, dass wir für eine möglichst gesunde Ernährungsweise lieber bedarfsgerechte Portionen zubereiten als massenhaft Fertigwaren zu uns nehmen. Was unser Körper braucht, sind vor allem frische Zutaten und ein ausgewogenes Nährstoffprofil – dabei helfen beispielsweise die Rezepte von HelloFresh, die genau darauf ausgelegt sind. Im Einzelfall weiß unser Körper aber am besten, wie er sich optimal ausgewogen ernährt: Durch natürliche Hungergefühle verlangt er explizit nach bestimmten Speisen. Uns Hunger einfach abzutrainieren oder mit Diäten unnatürliche Ernährungsweisen zu erzwingen, ist deshalb kontraproduktiv. Für den Körper bedeutet dieses Vorgehen Stress, der fast schon nach Fressanfällen schreit. Trotz des riesigen Nahrungsüberangebots gab es selten so viele Mangelerscheinungen. Der Grund dafür ist in vielen Fällen ein strikt auf Diätpläne ausgerichtetes Essverhalten.

Niemand sollte seine Nahrungsaufnahme dogmatisch auf bestimmte Ernährungsweisen ausrichten und dabei eigene Bedürfnisse unterdrücken.

Das führt nicht nur am angestrebten Erfolg vorbei, sondern ist durch und durch ungesund. Ganz egal, wie viele Stars und Experten das Gegenteil behaupten. Sämtliche Essensregeln sprechen unserem Körper die Weisheit ab. Beispielsweise, wenn auf dem Diätplan Rohkost steht, obwohl der Magen nach einer Scheibe Brot verlangt. Dadurch steigt das Risiko, gesteuert von unterdrückten Gelüsten und Gefühlen zu essen. Intuitive Ernährung hilft Dir dabei, Deine körperlichen Bedürfnisse und Emotionen wieder wahrzunehmen und darauf zu hören. Dazu gehört es auch, jeden Bissen bewusst zu schmecken und zu genießen.

Ernähre Dich selbstverantwortlich statt nach auferlegten Regeln

Je achtsamer und intuitiver wir essen, desto eher befriedigen wir unseren individuellen Nährstoffbedarf und gleichzeitig die Bedürfnisse unserer Seele. Denn die bedarfsgerechte Nahrungsaufnahme hält nicht nur den Körper, sondern auch den Geist gesund. Der Weg dorthin ist selbstverantwortlich und kann nicht durch die Regeln anderer Menschen vorgegeben werden. Ein wichtiger Schritt, um das Ziel zu erreichen: Mindestens eine Mahlzeit pro Tag sollten wir wirklich genießen. Das gelingt uns nur, indem wir uns bewusst machen, dass

  • Essen Zeit braucht.
  • Genuss nicht nebenbei gelingt.
  • nur wir selbst wissen können, was uns guttut.
  • weniger mehr ist.
  • Unruhe, Hektik und Stress am Tisch nichts zu suchen haben.
  • jeder Körper sein ganz persönliches Idealgewicht und daher eigene Bedürfnisse hat.

Einsteiger-Guide für intuitives Essen

Damit die Rückkehr zu einer intuitiv-natürlichen Ernährungsweise gelingt, müssen wir erzwungene Ernährungskonzepte zunächst bewusst identifizieren und von unseren eigenen Bedürfnissen zu unterscheiden lernen. Am besten hinterfragen wir bei jeder Essensentscheidung, wieso wir gerade jetzt zu den jeweiligen Lebensmitteln greifen. Die Sensibilisierung für Manipulationen unserer natürlichen Ernährungsbedürfnisse setzt sich mit der bewussten Wahrnehmung von Werbereizen und Medieneinflüssen fort. Am besten notierst Du Dir wahrgenommene Manipulationen eine Woche lang in ein Notizbuch, um ein Gefühl dafür zu entwickeln. So wird Dir die bewusste Distanzierung davon besser gelingen.

 

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