Influencer Marketing: "Wie schafft man es, als Influencer aus der Masse hervorzustechen?"

"Wie schafft man es, als Influencer aus der Masse hervorzustechen?"

Gefühlt jeder zweite Teenager scheint heutzutage Influencer werden zu wollen. Der damit einhergehende Lifestyle sieht ja auch wirklich verlockend aus: Glaubt man den unzähligen Postings auf Instagram, TikTok & Co. muss man einfach nur ein paar Tausend Follower hinter sich versammeln, um dann ständig auf Kosten von Fashion- und Beautykonzernen um die Welt zu jetten, ab und an nett ins Objektiv eines Premium-Smartphones zu lächeln und ansonsten das Glamour-Leben in Steuerparadiesen wie Dubai zu genießen. Tatsächlich gehört aber einiges mehr dazu, um sich aus der riesigen Masse der Influencer-Wannabes abzuheben und wirklich vom Influencing leben zu können.

© Oguz Kaya @senorkaya

Wir haben uns dazu mit Justus Frederic Hansen unterhalten, der mittlerweile mehr als 424k User auf Instagram mit seinen Pics und Captions davon überzeugen konnte, dass es sich lohnt, ihm zu folgen. Der 29-jährige besetzt die Nische des Mode-Bloggers/Personal Stylist, postet aber nicht nur zum Topic Herrenmode & Accessoires, sondern beschäftigt sich auch mit den Attributen, die einen Gentleman im 21. Jahrhundert ausmachen. Aus dem Gespräch konnten wir dann 3 Tipps extrahieren, die zukünftige Influencer berücksichtigen sollten, um wirklich erfolgreich zu werden. Wir wollten zuerst von ihm wissen, welche Alleinstellungsmerkmale man sich erarbeiten sollte, um aus der Masse herauszustechen.

1. Aus der Leidenschaft für ein Thema entsteht erst ein Alleinstellungsmerkmal

"Meiner Meinung nach sollte man sich nicht erst ein Alleinstellungsmerkmal erarbeiten müssen, stattdessen hat es überhaupt absolutes Fundament der eigenen Arbeit als Influencer zu sein", erläutert der Hamburger, der ursprünglich Jurist werden wollte. Seiner Meinung nach geht es vor allem darum, "sein Ding zu machen", bzw. schon über ein Herzensthema, eine innere, unstillbare Leidenschaft zu verfügen, die man mit der Welt teilen will. Eine weitere, unabdingbare Zutat: die Bereitschaft, sich wirklich ausgiebig mit einer Sache auseinanderzusetzen und zum Experten zu werden: "Die besten Influencer sind diejenigen, die eine spitze Nische besetzen, diese gänzlich durchdrungen haben und aufgrund dessen souverän und fachspezifisch darüber informieren." Wenig hält Justus Hansen hingegen davon, sich ständig mit anderen zu vergleichen. Wer 24/7 auf vermeintliche Konkurrenten schielt, die mehr Follower haben, besser aussehen, ein größeres Auto fahren, etc., läuft Gefahr, sich mehr im Leben der Anderen als im eigenen aufzuhalten und sich dementsprechend nicht genug auf seine Arbeit zu konzentrieren: "Es gibt meiner Meinung nach keine wirkliche Konkurrenz, wenn man sein Ding macht und eben das Alleinstellungsmerkmal – siehe oben – beachtet".

2. Auf konstruktive Kritik eingehen, aber nicht von Hatern beeinflussen lassen

Kritik aus seiner Community erhält der Influencer, der sich seiner Vorbildfunktion sehr bewusst ist, vergleichsweise wenig. "Das liegt meiner Einschätzung nach daran, dass ich meine Kooperationspartner sehr genau auswähle und dabei sehr stark darauf achte, dass die Thematik zu meiner Nische passt und meine Follower allgemein interessiert." Konstruktive Kritik nimmt Justus Hansen dann aber gerne an, empfindet sie durchaus als wertvoll und setzt sie auch um, wenn sie zum Content passt. Auf sein gutes Aussehen und sein Stilempfinden lässt sich der Blogger ganz bewusst nicht reduzieren. Ein echter Gentleman definierte sich seiner Ansicht nach noch nie ausschließlich über Äußerlichkeiten – sondern durch verantwortliches, respektvolles Auftreten und Handeln sowie über eine zuvorkommende Zurückhaltung.

3. Influencer-Tätigkeit ernst nehmen – aber vom Privatleben trennen

Justus Hansen spricht stets von seiner "Influencer-Arbeit", wenn er über seinen Haupteinkommenszweig redet – nichtsdestotrotz hat er sehr viel Spaß an seinem aktuellen Lifestyle. Was man jedoch sagen muss ist, dass es quasi ein 24/7 Job ist und man nicht einfach mal so "Urlaub" (insbesondere an Weihnachten, Silvester, Ostern, Sonntagen) machen, sich frei nehmen und nicht online sein kann". Um weiterhin in der Community relevant zu bleiben, muss man regelmäßig präsent sein und guten Content liefern, der ankommt und geteilt wird.

 

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