In drei Schritten raus aus der Krise

Plötzlich Single? Unzufrieden im Job? Stress mit der Freundin? Mit dem Drei-Schritte-Programm von JOLIE-Psychologin Maja Sulejmanpasic meisterst du alle hier vorgestellten sieben Herausforderungen

Mit der besten Freundin zerstritten? (Bild: Fotolia)

Mit der besten Freundin zerstritten? (Bild: Fotolia)

Best Friends? Das war mal!

Früher habt ihr euch blind verstanden, zusammen gelacht, die Welt im Sturm erobert. Über Jahre war sie deine beste Freundin. Doch jetzt redet ihr ständig aneinander vorbei oder – noch schlimmer – habt ihr euch gar nichts mehr zu sagen.

Schritt 1: Akzeptiere die Lage! Wahrscheinlich bist du einfach ein bisschen genervt von deiner Freundin. Das hört auf, sobald du dir eingestehst, dass sich die Freundschaft aus dem Staub gemacht hat. Das ist zwar ganz schön traurig, aber so leicht nicht zu ändern.

Schritt 2: Mach' dir einen Plan! Eine Freundschaft auf Lebenszeit ist leider nicht immer möglich. Erkenne, dass es normal ist, sich auseinanderzuentwickeln und keinen gemeinsamen Nenner mehr zu finden. Ebenso ist es jedoch möglich, später wieder zusammenzutreffen.

Schritt 3: Werde aktiv! Spreche mit deiner Freundin darüber, was los ist. Sag' ihr, wie traurig und verunsichert du über die Situation bist. Vielleicht findet ihr einen Weg, wie ihr eure Freundschaft wieder eine neue, andere Basis geben könnt, z.B. durch ein gemeinsames Hobby. Auf keinen Fall solltet ihr so tun, als wäre alles noch beim Alten – damit machst du weder dich noch deine Freundin glücklich.

Test: Finde heraus, ob du deiner besten Freundin noch vertrauen kannst!

Plötzlich Allein - frisch nach der Trennung

Er ist weg. Das Kopfkissen riecht nach ihm und im Waschbecken liegen ein paar Bartstoppeln. Dabei war es doch gerade noch so schön. Na ja, eigentlich hat es schon länger nicht mehr gestimmt. Trotzdem bleibst du mit gebrochenem Herzen zurück.

Schritt 1: Akzeptiere die Lage. Du kannst so tun, als ob es dir nichts ausmacht, jede Nacht alleine um die Häuser ziehen – oder gleich anfangen zu weinen. Denn eins ist so sicher wie das Amen in der Kirche: Ganz ohne Weinen, Wut und Schmerz kommst du aus dieser Nummer bestimmt nicht raus.

Schritt 2: Mach' dir einen Plan: Die beste Stütze sind immer noch einfühlsame Freundinnen, nämlich die, die einfach zuhören und dir mehr als Floskeln wie "Sei doch froh, dass er weg ist" sagen können. Such' dir jemanden, der selbst schon erfahren hat, wie weh eine Trennung tun kann.

Schritt 3: Werde aktiv! Es kann eine Woche dauern, einen Monat oder ein Jahr. Aber es kommt der Zeitpunkt, wo du dich selbst nicht mehr über ihn reden hören kannst. Dann heißt es: Fotos wegräumen, Kopfkissen neu beziehen – und auf zu neuen Abenteuern!

Steht er wirklich auf dich? Mache den Test und finde es heraus!

Kilo-Panik

Du stehst in einer Umkleidekabine in einer viel zu engen Jeans und weißt nicht, wie du ohne Schneidbrenner wieder aus der Hose kommen sollst. Fakt ist: Du hast ein bisschen zugenommen, seit dein Entspannungsprogramm nicht mehr aus Sport, sondern aus Rotwein und Schokolade besteht.

Schritt 1: Akzeptier' die Lage! Du fühlst dich hässlich und verachtest dich selbst. Dein Kopf sagt: "Das ist doch kein Drama." Die Stimme deiner Mutter sagt: "Eine Sekunde auf der Zunge, aber Jahre auf den Hüften." Dein Herz sagt: "Kreisch!"

Schritt 2: Mache dir einen Plan: Das Schlechteste, das du jetzt tun kannst, ist sich alles Leckere verbieten, ein "dickes Foto" von sich an den Kühlschrank pinnen und jeden Tag durch den Park hetzen, als wäre Godzilla hinter dir her. Was du brauchst, ist Trost. Aber nicht in Form von Essen. Überlege dir, was dir gut tut. Ein Schaumbad, ausgehen, in den Arm genommen werden, eine Massage. Es geht darum, dass du dir etwas gönnst.

Schritt 3: Werde aktiv! Du musst dich entscheiden: Für neue Kleidung oder für mehr Bewegung. Unglücklich in zu engen Klamotten wirst du die Krise auf keinen Fall überstehen. Beide Lösungen sind völlig in Ordnung – Hauptsache, du fühlst dich wieder wohl in deinem Körper.

Mach hier den Test: Bin ich zu dick?

Job-Routine

Du siehst ständig auf die Uhr, führst den vierten Smalltalk in der Kaffeeküche und warst schon fünf Mal auf der Toilette, obwohl es noch nicht einmal Mittag ist? Keine Frage – dein Arbeitsalltag langweilt dich seit geraumer Zeit.

Schritt 1: Akzeptiere die Lage! Anstatt dagegen anzukämpfen, ist es besser, sich einzugestehen, dass man sich gerade unterfordert fühlt. Überlege dir, wie lange das schon so geht und woran es liegen könnte. Achte darauf, ob Wut oder Ängstlichkeit eine Rolle bei deinen Überlegungen spielen.

Schritt 2: Machen dir einen Plan! Schreibe´eine Liste, was trotz allem gut ist an deinem Job. Zum Beispiel die netten Kolleginnen, die Bezahlung, das Gefühl, gebraucht zu werden. Das nimmt Druck aus der Situation – und hebt die momentane Stimmung.

Schritt 3: Werde aktiv! Du musst raus aus der Langeweile-Lähmung. Sprich mit deinem Vorgesetzten und bitte um ein neues Aufgabenfeld – oder sorge dafür, dass du in deiner Freizeit mehr Erfüllung findest. Falls sich die Situation nicht verbessert, halte Ausschau nach einem neuen Job. Vielleicht wolltest du auch schon lange etwas ganz anderes machen? Hab' Mut zur Veränderung!

Mach hier den Test: Welcher Job passt zu mir?

Single-Sonntag

Du gehst am Wochenende spazieren und könntest jedes Händchen haltende Paar ins nächste Gebüsch schubsen? Dann befindest du dich mitten in der Single-Krise. Es fällt leichter, dieser Tatsache ins Auge zu sehen, wenn du dir sagst, dass du nur heute Single-Frust hast und auch nur heute damit zurechtkommen musst.

Schritt 1: Akzeptiere die Lage! Schau' am besten "Frühstück bei Tiffany" mit Audrey Hepburn als bindungsgestörtes Party-Girl an, die am Schluss ihren verlorenen Kater und doch noch die große Liebe findet. Und heul' dir dabei die Augen aus dem Kopf.

Schritt 2: Mach' dir einen Plan! Ruf' zum Beispiel Freunde an, die auch manchmal unter Single-Frust leiden. Die werden dich verstehen und trösten, ohne dich zu demütigen – durch Mitleid oder den Tipp, im Internet nach einem Mann zu suchen.

Schritt 3: Werd' aktiv! Du musst raus – aber nicht alleine. Es geht jetzt nicht darum, dass du gleich wieder jemanden kennenlernst, sondern unter Leuten zu sein. Ein paar Blicke einzufangen und mit einem leichten emotionalen Schwips – und dem Gefühl von Lebendigkeit nach Hause zu kommen.

Mach hier den Test: Warum bin ich noch Single?

Im Dauerminus

Du hängst schon wieder knietief im Dispo. Dabei wolltest du doch eigentlich sparen. Aber dann kamen der Sommerschlussverkauf und der Urlaub auf Ibiza – inklusive Clubben jede Nacht. Und neue Stiefel für den Winter hast du dir gestern auch noch gekauft. Zwei Paar.

Schritt 1: Akzeptiere die Lage! Du hast Schuldgefühle, bist panisch und ärgerst dich über dich selbst. Die Schuld kannst du dir sparen, die Panik auch, denn ein Fall für Peter Zwegat bist du wahrscheinlich noch lange nicht. Der Ärger kann dagegen nützlich sein. Denn: Die Ausgaben, die dich am meisten nerven, waren bestimmt die Überflüssigsten. Oft verdrängt man, dass Dispozinsen ziemlich hoch sind – und darüber darfst du dich ärgern!

Schritt 2: Mach' dir einen Plan! Nimm dir den Druck aus der Lage – wegen eines überzogenen Kontos wirst du nicht gleich unter der Brücke landen. Manche Ausgaben sind okay, so wie der Urlaub auf Ibiza, den du wirklich nötig hattest (inklusive durchtanzter Nächte im Club). Deswegen musst du auch kein schlechtes Gewissen haben. Dann gibt es die Ausgaben, die tatsächlich übertrieben waren, wie das zweite Paar Stiefel...

Schritt 3: Werde aktiv! Berate dich mit einer Freundin, die gut mit Geld umgehen kann. Frag' nach, wie sie es schafft, mit ihren Finanzen auszukommen. So lässt sich im Alltag gut Geld sparen, ohne dass es wehtut: Bring' dir ins Büro Essen von zu Hause mit, statt zum Italiener um die Ecke zu gehen. Zahl' beim Shoppen in bar – das schmerzt mehr, als die Kreditkarte über den Ladentisch zu reichen. Fahr' lieber mit der letzten U-Bahn, als Geld für ein Taxi auszugeben. So sparst du jeden Tag ein paar Euro und kommst schnell wieder in die schwarzen Zahlen.

Lies hier: Die besten Tricks, um bei Kosmetik zu sparen!

Recessionistas - die neue Kaufkultur!

Egal welchen Begriff man in den letzten Jahren aus der Modewelt hörte, man sprach z.B. in der Vergangenheit von "Lohas" oder "heroin chic", immer gehörten gut betuchte, kaufkräftige Modeinteressierte dazu. Doch nun heißt es vom "Fashionista" zum "Recessionista".

„Recessionistas“ ist eine neue Wortschöpfung der Modeindustrie und bezeichnet einen neu, aufkommenden Trend in der Mode, vor allen Dingen aber eine bestimmte Konsumentengruppe, die zwar Schnäppchenjäger sind aber trotzdem auf den letzten Modetrend nicht verzichten wollen.

Nach dem Motto: "Es ist cool günstig zu tragen" wird der Begriff „Recessionistas“ gerade in Zeiten der heutigen wirtschaftlichen Krisen immer häufiger genannt. Dabei ist es nicht so, dass die „Recessionistas“ auf Label- oder Markenware verzichten möchten, die Kaufkraft in dieser Kundengruppe ist nach wie vor sehr hoch. Nein, vielmehr geht es darum den schlichten Schick zu präsentieren und damit den "neuen", freien Willen des Sparens.

Natürlich stößt dieses neue Modewort oder aber auch Modeunart nicht überall auf grenzenlose Begeisterung. Einige Magazine und Zeitungen titelten schon böse über eine "falsche Bescheidenheit" und liegen mit dieser Meinung in den Augen vieler gar nicht mal so falsch damit. Die negative Auffassung des Begriffes "Recessionistas" hält die kaufkräftige Kundschaft aber natürlich nicht davon ab weiterhin billig zu shoppen und fleißig Rabattmarken, Coupons und andere Vergünstigungen zu sammeln.

Es bleibt abzuwarten in wie weit sich dieser minimalistische Trend in den nächsten Jahren durchsetzen kann oder aber auch nicht. Wie so häufig in der schnelllebigen Modebranche wird es wohl auch hier nur eine Frage der Zeit sein bis ein neuer "Chic" Einzug hält.

Swap Party: Kleidung tauschen

Das Prinzip: Tauschen - auf englisch "to swap" - statt bezahlen. Der Begriff "Swap Party" hat sich bereits in London und New York etabliert. Was damit gemeint ist? Wir würden sagen: Eine ordinäre "Klamottentauschparty" – und nichts anderes ist es auch. Alle Menschen – vor allem Frauen – haben in ihrem Kleiderschrank Dinge, die sie nicht mehr tragen, die aber zum Wegwerfen und Aussortieren zu schade sind. Entweder ist es der "Fehlkauf" oder Dinge, die einem nicht mehr passen. Oder vielleicht passen, aber sie gefallen einem anderen besser? Die Swap Party bietet also die einmalige Möglichkeit, seinen Kleiderschrank auszumisten, aber ihn auch wieder zu füllen - ohne den Geldbeutel zu belasten.

Die Eltern nerven

Manche Freunde fahren am Wochenende zu ihren Eltern, lassen sich dort dreimal am Tag bekochen, schlafen in ihrem alten Kinderzimmer und entspannen so richtig. Du selbst bist bei deinen Eltern die schlechteste Version deiner selbst: genervt, weinerlich und plötzlich wieder mitten in der schlimmsten Phase deiner Pubertät.

Schritt 1: Akzeptiere die Lage! Gestehe dir ein, dass manche Verhaltensweisen deiner Eltern dich verletzen oder ärgern, weil du dich nicht ernst genommen fühlst. Dann kannst du verstehen, warum du reagierst, wie du reagierst.

Schritt 2: Mach' dir einen Plan! Vielen Menschen geht es wie dir. Die wenigsten Beziehungen von Eltern und erwachsenen Kindern sind konfliktfrei. Es hat durchaus seinen Grund, dass man irgendwann zu Hause auszieht. Dazu kommt, dass man im "Hotel Mama" oft in seine Rolle als Kind zurückfällt und deswegen so schräg gestimmt ist.

Schritt 3: Werde aktiv! Deine Eltern sind erwachsen, du auch, also sag, was dich stört. Steck' deine Grenzen ab. Frag' deine Eltern, ob du deinerseits etwas tun kannst, um den Besuch angenehm zu gestalten. Niemand in der Familie kann Gedanken lesen und wissen, was der andere will. Und: Du musst auch keine zwei Wochen bleiben. Steck' deinen Eltern gegenüber deine Grenzen ab.

Um Krisen zu bewältigen, solltest du dich selbst gut kennen:Mach' den Test und finde heraus, ob du eher eine Idealistin, Realistin oder Macherin bist!