Hilfe bei Blasenentzündungen

Hilfe bei Blasenentzündungen

Eine Blasenentzündung (Zystitis oder Cystitis) ist eine Form einer Harnwegsinfektion und betrifft den unteren Harntrakt. Meistens entsteht eine Blasenentzündung durch die Übertragung von Keimen vom Darmausgang zur Harnröhre.

Frau sitzt im Bett mit angezogenen Beinen
© Pexels/Andrea Piacquadio
Was kann gegen Blasenentzündungen helfen?

Die natürlicherweise im Darm angesiedelten Erreger gelangen in die Harnröhre, steigen auf und vermehren sich stark. Dies führt zur Entzündung des Gewebes in der Blase.

Das Risiko, an einer Blasenentzündung zu erkranken, erhöht sich durch Auskühlung im Beckenbereich. Die Kälte kann die Durchblutung im Unterleib verringern und eine Abwehrschwäche provozieren. Sexy kurze Pullover können also tatsächlich Auslöser sein, auch wenn wir es der Mutter nie glauben wollten. Löst Sex die Beschwerden aus, spricht der Mediziner von einer sogenannten Honeymoon-Zystitis.

Anzeichen für eine Blasenentzündung sind Schmerzen oder Brennen beim Wasserlassen, häufiger Harndrang und Schmerzen im Unterleib, die auch in Krämpfe übergehen können, der Urin ist häufig trüb und riecht streng. Ein Nachweis von Blut oder Eiweiß im Urin bestätigt den Verdacht.

Ungefähr nach einer Woche sind bei der Hälfte der Betroffenen die Symptome verschwunden. Sollte dies nicht der Fall sein oder die Symptome sich verschlechtern, ist der Besuch beim Arzt unausweichlich.

Eine Blasenentzündung-Behandlung soll helfen, die unangenehmen Symptome schneller abklingen zu lassen und weitere Komplikationen zu verhindern.

Viel Trinken

Bereits bei den ersten Anzeichen einer Blasenentzündung solltest du so viel trinken wie möglich. 2-3 Liter sind gut, wenn medizinisch nichts dagegenspricht. Häufiges Wasserlassen spült die Keime aus. Besonders gut eignen sich Nieren- oder Blasentees, da sie zusätzlich antibakteriell wirken. Blasenreizende Getränke mit Koffein oder Zucker heizen den Bakterien leider zusätzlich ein und sollten von dir unbedingt vermieden werden.

Wärme

Ein kuscheliges Nest auf dem Sofa oder Bett kann helfen, die Muskulatur zu entspannen und Schmerzen zu lindern. Wärmflasche, Kirschkernkissen oder eine Heizdecke, was du dazu nimmst, ist völlig egal. Hauptsache es ist warm und entspannt. Und so lustig es klingen mag, halte deine Füße warm. Dicke Baumwollsocken fühlen sich nicht nur gut an, sondern schützen davor, über die Füße viel Wärme abzugeben.

Schüssler Salze

Schüssler Salz Nr. 3 - Ferrum phosphoricum – wird eine entzündungshemmende Wirkung nachgesagt. Zudem soll es das Immunsystem stärken, eine ideale Kombination im Fall einer akuten Blasenentzündung. Anfängliche ein bis drei Tabletten alle halbe Stunde können später auf zwei bis dreimal täglich reduziert werden. Einfach unter der Zunge zergehen lassen und eine Weile nichts nach trinken, bis sich alles aufgelöst hat. Die Mundschleimhaut soll in Ruhe aufnehmen können.

D-Mannose

Wer häufiger unter Blasenentzündungen leidet, kennt es längst. Der natürliche Wirkstoff ummantelt E-Coli Bakterien und hindert sie daran, sich an der Schleimhaut festzusetzen. D-Mannose-Kapseln unterstützen nicht nur bei einer Blaseninfektion, sondern schützen auch vorbeugend! Die Dosierung ist bei Kapseln individuell auf die eigenen Bedürfnisse anzupassen. Gerade wer häufiger betroffen ist, sollte die Kapseln zu Hause parat haben.

Schmerzmittel

Sind die Schmerzen nur schwer aushaltbar, kann auch eine Schmerztablette helfen. Gerade weil eine Entspannung der Muskulatur beim Heilungsprozess unterstützt, sind starke Schmerzen hinderlich. Bitte achte unbedingt auf die empfohlene Höchstdosis und frage im Zweifel deinen Arzt oder Apotheker.

Blasenauflagen

Omas gute alte Blasenauflage hemmt Entzündungen und soll entstauend wirken. Dazu vermischst du zehn Milliliter Olivenöl mit zehn Tropfen Eukalyptusöl und durchfeuchtest eine Kompresse. Diese legst du dir auf deine Blasengegend, darüber eine Wärmflasche oder ein Kirschkernkissen. Die Auflage bleibt so lange dort liegen, wie es angenehm ist. Andere entkrampfende und entzündungshemmende ätherische Öle sind Johanniskraut, Lavendel, Teebaum, Eukalyptus oder Sandelholz.

Sitzbäder

Wärme gezielt dorthin bringen, wo sie benötigt wird, kannst du mit einem Sitzbad. Dazu braucht es nur eine größere Schüssel und warmes Wasser. Unterstützend kannst du das Wasser mit Meersalz und ätherischen Ölen wie Johanniskraut-, Lavendel-, Teebaum-, Eukalyptusöl oder Sandelholz anreichern.

Apfelessig

Bakterien mögen keine Säure. Die Säure im Apfelessig bekämpft daher die Keime und Bakterien. Dreimal am Tag einen Esslöffel Apfelessig in lauwarmes Wasser rühren und trinken soll helfen, die Bakterien zu vertreiben.

Antibiotika

Es ist nachgewiesen, dass Antibiotika bei einer unkomplizierten Blasenentzündung rasch und gut helfen können. Die Schmerzen und das Brennen lassen meist schon innerhalb von ein bis drei Tagen nach und sind kurze Zeit später vollständig verschwunden. Eine vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Studie zeigte kürzlich, dass in 2 von 3 Fällen ist eine Gabe von Antibiotika nicht notwendig ist und auch ohne gut und schnell ausheilen kann. Da ein Einsatz von Antibiotika immer gründlich abgewogen sein sollte, ist es sinnvoll, zunächst mit Hausmitteln die Entzündung in den Griff zu bekommen. Gerade dann, wenn die Schmerzen auszuhalten und keine Komplikation zu befürchten ist. Der Gang zum Arzt, auch für eine Urinprobe, ist aber immer eine Basis für eine schnelle und komplikationslose Ausheilung.

 

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