Hast du Angst vor Frauen-Altersarmut? Frauen kriegen im Schnitt deutlich weniger Rente

Hast du Angst vor Frauen-Altersarmut? Frauen kriegen im Schnitt deutlich weniger Rente

Das Thema Rente ist für viele noch ein weiter Ferne, dabei gibt es ein paar spannende Faktoren, über die es sich lohnt, bereits jetzt nachzudenken. Wusstest du zum Beispiel, dass es ein echtes Ungleichgewicht zwischen der Rente für Männer und Frauen gibt? Wir haben uns das Ganze mal etwas genauer angeschaut.

Frau nachdenklich
© Pexels

Je tiefer du bei diesem Thema in die Materie eintauchst, desto erschreckender sind manche Ergebnisse. Prozentual gesehen bekommen Frauen weniger Gehalt und dementsprechend weniger Rente. Dafür gibt es verschiedene Ursachen, aber auch ein paar Lösungen, um die spätere Kasse zum Beispiel mit der Flexirente selber mitzugestalten.

Rollenverteilung zwischen Männern und Frauen

Ganz offiziell gibt es die klassische Rollenverteilung, bei der Männer arbeiten gehen und Frauen zu Hause bleiben, die Kinder hüten und den Haushalt schmeißen, natürlich nicht mehr. Dennoch ist es so, dass die meisten Paare, die sich für eine gemeinsame Zukunft mit Kindern entscheiden, zumindest für einen gewissen Zeitraum genau in diese Rolle schlüpfen. Schließlich ist es die Frau, die in Mutterschutz geht und auch in den ersten Wochen und meist sogar Monaten oder Jahren zu Hause bleibt und auf den Nachwuchs aufpasst. Mittlerweile entscheiden sich immer mehr Väter in Elternzeit zu gehen, doch im Jahr 2019 waren es gerade einmal 1,6 Prozent. Dabei sind es auch meist nur ein bis drei Monate, in denen die Papas zu Hause bleiben.

GPG – Ungleichgewicht bei der Rente

Der Gender Pension Gap (GPG) in Deutschland lag 2020 bei 46 Prozent. „Der Gender Pension Gap wird für Deutschland mit detaillierten Daten zu Alterseinkünften aus den Studien zur Alterssicherung in Deutschland (ASID) berechnet, die im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales von TNS Infratest Sozialforschung erstellt werden.

Die Untersuchungsgruppe ist auf diejenigen Personen begrenzt, die das gesetzliche

Renteneintrittsalter von 65 Jahren erreicht haben.“, lautet die Erklärung in einer wissenschaftlichen Studie des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Demnach bekommen Frauen in Deutschland fast die Hälfte weniger Rente als Männer. Doch wie kann das überhaupt sein? In unserem Nachbarland Dänemark liegt der GPG gerade mal bei 8 und in Estland sogar nur bei 2.

Warum bekommen Frauen in Deutschland so viel weniger Rente?

In Deutschland hängt die gesetzliche Rente von den individuellen Erwerben jedes einzelnen ab. Das bedeutet, je höher die Beitragszahlungen während des Arbeitslebens sind, desto höher sind die Rentenansprüche. Womit wir wieder bei dem Punkt der Familienaufstellung und Rollenverteilung sind. Entscheiden sich Mamas dafür, nur noch in Teilzeit zu arbeiten, um mehr Zeit mit dem Kind zu verbringen, haben sie geringeres Einkommen und zahlen damit weniger Beiträge für die spätere Rente. So sind es laut Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend rund 47 Prozent der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Frauen, welche in Teilzeit arbeiten. Doch auch Frauen, die keine Kinder bekommen, müssen im Schnitt mit weniger gesetzlicher Rente rechnen als Männer. So gibt es eine Lohnlücke zwischen den Geschlechtern. Im Schnitt verdienen in Deutschland Frauen 19 Prozent weniger als Männer. Selbst bei gleichem Ausbildungsstand beträgt der Entgeldunterschied immer noch 6 Prozent.

Ein Grund für die große Lücke ist die Berufswahl der Frauen. Im Schnitt gibt mehr weibliche Arbeitnehmerinnen, welche sich für einen Job mit sozialen oder personennahen Dienstleistungen entscheiden. Diese sind in der Regel schlechter bezahlt als zum Beispiel technische Berufe, bei denen mehr Männer tätig sind.

Die Rente aufbessern

Auch wenn es bis zur Rente noch ein vermeintlich langer Zeitraum ist, lohnt es sich schon jetzt die Augen offen zu halten und nach einer Lösung zu suchen, wie sich die spätere gesetzliche Rente aufstocken lässt. Je jünger du bist, desto besser lassen sich solche Pläne in der Regel umsetzen. Mit der Flexirente hast du nun drei Möglichkeiten, den Übergang ins Rentenalter selber mitzugestalten. So können Frührentner mit dieser Variante zum Beispiel besser hinzuverdienen, ohne dass jeder Cent angerechnet wird. Mehr Infos zu dem Thema bekommst du zum Beispiel bei finanzen.de.

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