"Alles ist erleuchtet" von Jonathan Safran Foer

Gute Bücher

Gute Bücher - Corellis Mandoline

Was gibt es Schöneres als sich an einem verregneten Sonntag mit einem guten Buch auf die Couch zu kuscheln oder nach einem anstrengenden Arbeitstag mit der Lieblingslektüre im heißen Schaumbad zu entspannen? Von span ...
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Oh, wir schätzen den Autor Jonathan Safran Foer sehr: Er hat mit "Alles ist erleuchtet" nicht nur einen tieftraurigen und zugleich sehr witzigen Roman geschrieben, er bringt uns in seinem Roadtrip durch die Ukraine auch deren Bewohner sowie die Gräuel des Holocaust schmerzhaft und dabei doch fast in leichtfüßiger Formulierfreude nah. Und er schafft es dabei sogar, witzig zu sein.

"Alles ist erleuchtet" ist die Geschichte eines amerikanischen Schriftstellers, der in der Ukraine nach der Frau sucht, die seinem jüdischen Großvater während der Nazizeit das Leben rettete. In mystischen Bildern und mit sehr viel Humor wird dieser Roadtrip in "Alles ist erleuchtet" geschildert.

Foers zweites Buch "Extrem laut und unglaublich nah" setzt sich mit den Anschlägen vom 11. September 2001 auseinander - auch auf diese sprachlich so wundervolle Art, die uns schon in seinem Debüt begeisterte.

Ein wirklich wichtiges Buch hat er zudem mit "Tiere essen" geschrieben. Auch als Fleischesser aus Überzeugung, wird man nach der Lektüre dieses nicht leicht verdaulichen Sachbuches darüber nachdenken, woher man sein Fleisch bezieht. Denn die Bedingungen beispielsweise in der industriellen Schweinemast (wo in den großen Ställen bis zu 1,5 Millionen Ferkel pro Jahr "produziert" werden) sind abartig, pervers und sollten durch den Konsumenten nicht länger toleriert werden. Und dafür brauchen wir eben Bücher wie die von Jonatahan Safran Foer.

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