Frauenarztbesuch: Warum eine regelmäßige Vorsorgeuntersuchung wichtig ist

Frauenarztbesuch: Warum eine regelmäßige Vorsorgeuntersuchung wichtig ist

Der erste Besuch beim Frauenarzt findet bei den meisten Menschen bereits im Jugendalter statt: Laut einer Umfrage waren bereits über 80 Prozent der Mädchen im Alter von 16 Jahren schon einmal beim Gynäkologen. Zahlreiche Frauen schieben Vorsorgeuntersuchungen beim Frauenarzt allerdings auch vor sich her und gehen jahrelang nicht in die Praxis – ob aus Angst und Scham, aufgrund von schlechten Erfahrungen oder weil sie keinerlei Beschwerden haben. Doch auf wenn der Gang zum Gynäkologen vielen Jugendlichen und Erwachsenen schwer fällt, ist er enorm wichtig. Warum ihr unbedingt regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen machen solltet und wie so ein Check-up aussieht, verraten wir euch hier.

Frauenarztbesuch
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Was gibt es beim Frauenarzt zu beachten?

Wie finde ich einen guten Frauenarzt?

Viele Frauen sind beim Thema Frauenarzt sehr zurückhaltend, unsicher und haben kein Vertrauen. Aus diesem Grund fällt die Wahl eines passenden Gynäkologen oftmals gar nicht so einfach – schließlich möchte man sich sicher aufgehoben fühlen und trotz der Untersuchung im Intimbereich wohlfühlen. Doch wie finde ich einen guten Frauenarzt? Zum einen könnt ihr im Vorfeld je nach eurem individuellen Bauchgefühl direkt entscheiden, ob ihr euch lieber von einem Frauenarzt oder einer Frauenärztin untersuchen lassen wollt. Bei einem Erstgespräch erkennt ihr oftmals auch schon die Stimmung und Atmosphäre der Praxis und auch der Empfangsbereich gibt häufig Aufschluss darüber, wie Kompetenz und Organisation aussehen. Auch die Terminvergabe stellt ein Kriterium für einen guten Frauenarzt dar: So ist es von Vorteil, wenn ihr auch in akuten Fällen noch zeitnah – am besten sogar am selben Tag – einen Termin bekommt. Viele Praxen bieten euch mittlerweile zudem die Möglichkeit, einen Frauenarzttermin auch online zu vereinbaren, wodurch ihr euch unnötige Wartezeiten erspart und die Verfügbarkeit eures Arztes direkt einsehen könnt. Schließlich ist auch die fachliche und menschliche Fähigkeit des Gynäkologen von Relevanz. Nimmt er sich ausreichend Zeit für eure Untersuchung? Vermittelt er euch sämtliche Informationen verständlich und klärt euch hinreichend über Behandlungswege auf?

Vorsorgeuntersuchung beim Gynäkologen zur Früherkennung von Krebs und Krankheiten

Auch wenn ihr euch gut fühlt und keinerlei Probleme habt, solltet ihr euch zwei Mal im Jahr beim Frauenarzt untersuchen lassen. Nur durch einen regelmäßigen Check-up lassen sich Krankheiten sowie auch Krebserkrankungen frühzeitig entdecken und behandeln. Der Gynäkologe führt auf einem speziellen Stuhl zum einen eine vaginale Tastuntersuchung bei euch durch, zum anderen tastet er auch eure Brüste ab. Hierdurch können Veränderungen erkannt werden und eine Weiterbehandlung rechtzeitig eingeleitet werden. Zusätzlich solltet ihr auch selbst zu Hause eure Brüste mindestens einmal im Monat abtasten. Für diese Abtast-Technik gibt es spezielle Anleitungen, an die ihr euch orientieren könnt. Neben der Früherkennung von Brust- und Gebärmutterhalskrebs lassen sich durch einen Besuch beim Frauenarzt auch andere Erkrankungen wie Geschlechtskrankheiten erkennen –denn auch diese zeigen manchmal keine Symptome.

Bei diesen Auffälligkeiten solltet ihr sofort zum Frauenarzt

Bei bestimmten Auffälligkeiten und Beschwerden solltet ihr nicht bis zu eurem nächsten Untersuchungstermin warten, sondern den Frauenarzt sofort aufsuchen. Dies ist beispielweise der Fall, wenn du vermutest, eine Entzündung im Genitalbereich zu haben. Zu den möglichen Anzeichen gehören ein Jucken, Brennen, Rötungen, veränderter Ausfluss oder Reizungen. Auch bei dem Verdacht auf eine Blasenentzündung solltet ihr schnellstmöglich zum Gynäkologen. Anhand einer Urinprobe führt dieser einen Harnstreifentest durch und kann die Harnwegsentzündung feststellen. Darüber hinaus ist ein Besuch beim Frauenarzt unerlässlich, wenn ihr Blutungen außerhalb eurer typischen Regelblutung habt. Und schließlich solltet ihr auch eine ärztliche Untersuchung bei einem positiven Schwangerschaftstest in Anspruch nehmen. Neben der sicheren Bestätigung der Schwangerschaft bekommt ihr auch eine ärztliche Beratung.

Auch bei Wunsch nach Verhütungsmittel zum Frauenarzt

Wenn ihr ein Verhütungsmittel nutzen möchtet, müsst ihr ebenfalls einen Frauenarzt aufsuchen. Zu den am häufigsten genutzten Verhütungsmitteln in Deutschland gehört dabei die Anti-Baby-Pille. Damit der Gynäkologe euch die Pille verschreiben kann, muss er euch im Vorfeld untersuchen und in Form eines ausführlichen Gesprächs aufklären. Hierbei erkundigt er sich über euren Gesundheitszustand, bringt mögliche (chronische) Erkrankungen in Erfahrung und stellt ebenfalls Fragen zu eurer Periode. Nachdem der Frauenarzt eine passende Anti-Baby-Pille für euch ausgewählt hat, erklärt er, wie ihr diese einnehmen sollt und teilt auch mögliche Risiken mit. Denn das Medikament enthält künstliche Hormone, die in deinen Hormonzyklus eingreifen. Neben der Pille gibt es mit der Kupferkette, Hormonspirale, Dreimonatsspritze sowie Vaginalring noch weitere Verhütungsmethoden für Frauen. Auch bei diesen Möglichkeiten führt der Gynäkologe eine Vorsorgeuntersuchung durch und hilft zu ermitteln, welche Variante die beste für euch ist. Bei einem Gespräch kann er schnell herausfinden, welcher Verhütungstyp ihr seid, sodass ihr eine Variante für eure individuellen Bedürfnisse erhaltet.

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