Finanzen: 4 Tipps für den cleveren Vermögensaufbau

Finanzen: 4 Tipps für den cleveren Vermögensaufbau

Sparen will gelernt sein. Dennoch muss der Vermögensaufbau keine Wissenschaft sein. Für viele fühlt sich das Thema allerdings genauso an – kompliziert, zeitaufwändig und nervtötend. Wir erläutern anhand von vier Finanztipps, wie sich Vermögen möglichst einfach anhäufen lässt.

Sparschwein
© Tirelire_Avenue

Tagesgeldkonto als Basis

Unvorhergesehene Ausgaben sind im Alltag leider keine Seltenheit. Haushaltsgeräte gehen kaputt, Autos müssen in die Werkstatt und Nebenkostenabrechnungen können satte Nachzahlungen mit sich bringen. Damit es im finanziellen Ernstfall nicht direkt kritisch wird, sollte eine eiserne Reserve in Form von Guthaben auf einem Tagesgeldkonto verfügbar sein. Ersparnisse auf einem Tagesgeldkonto lassen sich schnell zur Zahlung von Rechnungen auf das Referenzkonto wie beispielsweise das Girokonto überweisen.

 

  • Obwohl es kaum noch Zinsen gibt – viele Banken bieten derzeit unter 0,1 Prozent (effektiv p.a.) – ist Tagesgeld eine sinnvolle Lösung.

  • Da es auf einem separaten Konto liegt, fällt es leichter, das Geld ausschließlich für wirklich wichtige Dinge zu verwenden.

  • Gleichzeitig zeichnen sich Tagesgeldkonten durch ihre hohe Sicherheit aus – das Ersparte unterliegt bis 100.000 Euro der gesetzlichen Einlagensicherung und ist zu 100 Prozent geschützt. Mehr zur Einlagensicherung auf der Internetseite der BaFin – Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht.

  • Mindestens zwei, besser vier Netto-Monatsgehälter sollten als eiserne Reserve vorhanden sein.

  • Durch das Einrichten eines monatlichen Dauerauftrags lässt sich der Notgroschen kontinuierlich ansparen.

Onlinedepots – einfach und günstig

Bleibt nach dem Ansparen des finanziellen Puffers noch Geld übrig, stellt sich die Frage, wie es für den Vermögensaufbau sinnvoll investiert werden kann. Neben Renten-, Aktien- und Investmentfonds stehen sogenannte ETFs hoch im Kurs bei Sparfüchsen. Die Abkürzung steht für Exchange Traded Fund und umschreibt börsengehandelte Fonds. Der Clou dabei ist, dass ETFs Aktienlisten (Indizes) wie MSCI World oder den DAX nachbilden, sich jedoch wesentlich einfacher verwalten lassen als einzelne Aktien. Statt aktiv verwalteter Fonds, werden die passiven EFTs innerhalb von Depots verwaltet und erfordern von Sparern nur wenig Aufwand.

Wichtig ist, dass es sich um seriöse Anbieter mit möglichst günstigen Konditionen handelt. Der unverbindliche und kostenlose Depot Vergleich eines Finanzexperten erleichtert die Entscheidung und verweist auf drei Top-Empfehlungen. Das Informationsportal klärt auch darüber auf, dass Online- und Direktbanken für derartige Depots die deutlich preiswertere und objektivere Lösung sind als Filialbankdepots. Letztere gelten als teuer, beschränkt hinsichtlich der Handelsplätze und nicht unabhängig.

ETFs sind aufgrund der Aktienlisten durch eine gute Risikostreuung geprägt. Beim MSCI World wird beispielsweise in über 1.500 Aktien investiert. Selbst dann, wenn einige Aktien abrutschen, ist das Risiko beschränkt. Kursschwankungen lassen sich jedoch nie vermeiden.

Geld im Topf
© Intuitivmedia

Betongold: Investieren in die eigene Immobilie

Für viele Haushalte ist der Kauf einer eigengenutzten Immobilie ein wesentlicher Baustein beim Vermögensaufbau. Im Idealfall ist das Eigenheim in der Rente abbezahlt und schützt die Besitzer vor steigenden Mietkosten. Die aktuelle Niedrigzinsphase macht Investitionen in Betongold besonders verlockend. Doch es gibt auch Tücken, die keinesfalls vernachlässigt werden dürfen.

Viele machen beispielsweise den Fehler und entscheiden sich für zu hohe Kreditsummen, wodurch die Tilgung mit erheblichen Einschränkungen des gewohnten Lebensstils einhergeht. Oft werden außerdem die Nebenkosten maßlos unterschätzt und keine Rücklagen für Instandhaltungskosten gebildet. Verabschiedet sich dann zum Beispiel die Heizungsanlage oder muss das Dach neu gedeckt werden, schnappt die Schuldenfalle zu. Die Verbraucherzentrale Hamburg erläutert im Rahmen von zwölf Tipps zur Immobilienfinanzierung, worauf es ankommt.

Geld Baum
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Der Mix macht's!

Um auch in der Rente von genügend Vermögen zu profitieren, sollte ein bedarfsgerechter Anlagemix aufgebaut werden. Für cleveres Vorgehen braucht es deshalb eine Strategie passend zur Risikobereitschaft beziehungsweise dem Sicherheitsbedürfnis. Vorsichtige Anlegerinnen, die wenig Risiko eingehen möchten, können beim Anlegen ihres Geldes einen hohen Anteil Rentenfonds wählen. Aktienfonds sind riskanter und sollten einen deutlich geringeren Anteil ausmachen. Moderat risikobereite Anleger können das Verhältnis der beiden Anlagearten zugunsten der renditestarken Aktienfonds ausdehnen. Renditeorientierte sind mit ausgewählten Aktienfonds gut beraten, die im Anlagemix auf deutlich mehr als 50 Prozent ausgeweitet werden können, während zurückhaltende Anlageformen minimiert werden.

ACHTUNG: Die private Altersvorsorge und wichtige Versicherungen bilden die Grundlage der finanziellen Absicherung und sollten noch vor der Liquiditätsreserve und dem eigentlichen Vermögensaufbau geregelt sein.

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