23. Februar 2021

Anzeige

Experteninterview: Medizinstudium im Ausland

Experteninterview: Medizinstudium im Ausland

Medizinstudium im Ausland. Im Experteninterview mit Dr. med. Nils Bergner, Geschäftsführer der medizin-in-europa.de Studienplatzvermittlung GmbH

Medizinstudium in Europa

Dr. med. Nils Bergner:
Wenn es um ein Medizinstudium im Ausland geht, ist die Entscheidung, sich aktiv für das Medizinstudium im europäischen Ausland zu entscheiden, leider immer noch mit vielen Fragen und Unsicherheiten verbunden. Dabei kann es um die Wahl des richtigen Studienortes gehen, um Sorgen bei der Unterrichtssprache oder um Einzelheiten bei der Rückkehr nach Deutschland.

Um den Beginn eines Medizinstudiums im Ausland leicht und komfortabel zu machen, haben wir vor über zehn Jahren die medizin-in-europa.de Studienplatzvermittlung gegründet. Unser Ziel war und ist es, Studieninteressierten den Einstieg in das Medizinstudium im Ausland so einfach wie möglich zu machen. Aus der Erfahrung heraus, selbst im Ausland Medizin studiert zu haben, können wir praktisch alle Fragen vor, während des und nach dem Studium kompetent beantworten. Dabei achten wir immer darauf, dass wir den zukünftigen und aktuellen Studentinnen und Studenten die Antworten geben, die wir uns in der Situation gewünscht hätten, um jederzeit kluge Entscheidungen treffen zu können.

Insgesamt denken wir, dass das Medizinstudium im Ausland für die allermeisten eine Chance ist, den Traum vom Studium und dem späteren Arztberuf ohne Wartezeit und ohne Hürden durch den NC zu verwirklichen.

Dabei denken wir bei medizin-in-europa.de, dass man für den perfekten Studienplatz nicht wahnsinnig weit weg von der Heimat sein muss. In der Tat liegen einige der attraktivsten Studienorte nur etwa eine Fahrstunde von der deutschen Grenze entfernt. Mit Bewerberinnen und Bewerbern besprechen wir alle Möglichkeiten unverbindlich vorab und finden gemeinsam den idealen Studienort für das Medizinstudium im Ausland.

Eine enge Betreuung ist uns dabei zu jeder Zeit sehr wichtig, denn wir denken, dass nur ein umfassend informierter Bewerber auch wirklich die richtigen Entscheidungen treffen kann.

"Das Medizinstudium ist sehr begehrt und lockt viele potenzielle Studentinnen und Studenten an. Warum entscheidet man sich aktiv für ein Auslandsstudium?"

Die Gründe, aus denen man sich für ein Medizinstudium im Ausland entscheidet, sind sicher sehr vielfältig.

Es gibt Studentinnen und Studenten, die in Ländern wie Tschechien oder der Slowakei Medizin studieren, weil sie ein englischsprachiges Medizinstudium zurecht als förderlich für die spätere Karriere erachten. Natürlich ist es viel einfacher, später als Ärztin oder Arzt im englischsprachigen Ausland zu arbeiten, wenn man von Anfang an auf Englisch Medizin im Ausland studiert hat. Insbesondere sind die USA hier ein gefragtes Zielland für die Zeit nach dem Medizinstudium.

Aber auch, wenn man im Anschluss an das Medizinstudium in Deutschland arbeiten möchte, ist das englischsprachige Medizinstudium ein großer Vorteil. Viele Veröffentlichungen in der Medizin erreichen uns heute aus dem Ausland und werden teilweise nur mit Verzögerung übersetzt. Das Verständnis ist einfach besser, wenn das Vokabular von Anfang an sitzt. Natürlich sind auch eventuelle Fachvorträge in englischer Sprache leichter umzusetzen.

Daneben gibt es Leute, die es schätzen, im Ausland Medizin zu studieren, weil dort viele Nationalitäten und somit auch Kulturen aufeinandertreffen. Dort studiert man mit Kommilitonen aus vielen anderen Ländern, zum Beispiel aus den USA, aus Asien, Südamerika und natürlich ganz Europa. Daraus entstehen während des Medizinstudiums im Ausland von ganz allein Freundschaften, die auch über die Zeit des Medizinstudiums hinaus halten.

Aber man darf natürlich nicht vergessen, dass viele Bewerberinnen und Bewerber in Deutschland einfach keinen Studienplatz bekommen, weil sie beispielsweise nicht über ein außergewöhnlich gutes Abitur verfügen. In den letzten Jahren lag der benötigte Abiturschnitt für das Medizinstudium in Deutschland beständig bei 1,0. Das ist in Ländern wie Tschechien und auch der Slowakei grundsätzlich anders, denn hier ist die Zulassung zum Medizinstudium über einen Aufnahmetest geregelt. Es kann also jeder unabhängig von seiner Abiturnote mit dem Studium beginnen. In der Slowakei ist darüber hinaus das Medizinstudium sogar mit Fachabitur möglich.

"Welche Vorteile erzielen die Studentinnen und Studenten, wenn sie im Ausland Medizin studieren, im Vergleich zum Studium in Deutschland?"

Wer für sein Medizinstudium den Schritt ins Ausland wagt, ganz gleich, ob es für Humanmedizin oder Zahnmedizin ist, hat praktisch nur Vorteile.

Zu Beginn ist natürlich noch einmal zu betonen, dass die Zulassung für das Medizinstudium im Ausland unabhängig von der Abiturnote erfolgt. Jeder, der ein Abitur hat, kann unabhängig von seiner Note im Ausland Medizin studieren. Die Entscheidung erfolgt allein auf Basis eines Aufnahmetests, auf den man sich vorbereiten kann.

In der Slowakei ist auch das Medizinstudium mit Fachabitur möglich.

Aber die eigentlichen Vorteile beginnen natürlich erst im Studium selbst und zwar in der Größe der Gruppen. Während es in München vielleicht 1000 Studentinnen und Studenten in der Vorlesung gibt, sind es in Studienorten wie Pilsen oder Prag zum Beispiel gerade mal 80 pro Jahrgang. Für die Praktika werden die aber noch mal auf kleinere Gruppen verteilt, so dass im Endeffekt etwa 15 Studentinnen oder Studenten auf einen Professor kommen. Der Professor kennt damit jeden persönlich, Rückfragen sind immer möglich, der Lerneffekt ist jederzeit spürbar.

Aber die kleinen Gruppen sind nicht der einzige Vorteil, denn das Medizinstudium im Ausland nutzt zudem noch modernes Equipment. Das Medizinstudium im Ausland kostet Studiengebühren, und diese kommen den Studentinnen und Studenten direkt zugute. So hat zum Beispiel die Masaryk Universität in Brünn einen Campus, der 2014 vollkommen neu erbaut wurde, und diesen im Winter 2020 um ein Simulationszentrum ergänzt, welches als das aktuell modernste in Europa gilt.

Auch ganz unabhängig von der Ausrüstung gibt es natürlich Vorteile für die Medizinstudentinnen und Medizinstudenten im Auslandsstudium. So gibt es an den Fakultäten in Tschechien und der Slowakei im Studium keine Multiple Choice Tests, sondern immer mündliche Prüfungen, die das Wissen in der Regel fairer wiedergeben. Auch während des Semesters gibt es immer wieder kleine Tests, damit das Gelernte gefestigt wird und man im Stoff bleibt.

Und die Medizinischen Fakultäten im Ausland bieten auch noch ganz individuelle Vorteile durch ihre jeweiligen Kooperationen mit anderen Einrichtungen. Hervorzuheben ist hier zum Beispiel die Fakultät in Königgrätz, die über ihre Zusammenarbeit mit den Mayo Kliniken in den USA den Studentinnen und Studenten einfach und unbürokratische Studienaufenthalte dort ermöglichen.

Auslandsstudium in Tschechien

"Sie haben selber Medizin im Ausland studiert. Wie waren dabei Ihre Erfahrungen?"

Ich habe an der Ersten Medizinischen Fakultät der Karlsuniversität in Prag Humanmedizin studiert, bevor ich in einem deutschen Krankenhaus die Weiterbildung begonnen und letztlich auch abgeschlossen habe.

Rückblickend gibt es keinen Moment des Medizinstudiums im Ausland, den ich missen möchte. Klar, es gab diese Momente, in denen es viel zu lernen gab, aber das ist wohl keine Besonderheit des Medizinstudiums im Ausland, sondern des Medizinstudiums an sich.

Und natürlich überwiegen die positiven Erinnerungen an das Medizinstudium in Prag. Da wären Spaziergänge über die Karlsbrücke in den Lernpausen, Abende auf dem Balkon mit Kommilitonen oder das Eintauchen in andere Kulturen. Ich erinnere mich besonders gern daran, wie mich indische Kommilitonen zu ihrem Lichterfest, dem Diwali eingeladen haben. Jahre später war ich dann auf der Hochzeit eines dieser Kommilitonen in Indien.

Insgesamt denke ich, dass das Medizinstudium im Ausland eine großartige Chance für mich war, ohne die ich heute kein Arzt wäre. Und ich denke natürlich auch, dass jeder den Mut haben sollte, diese Chance zu ergreifen und das Medizinstudium im Ausland zu beginnen. Es gibt praktisch nichts, was wirklich dagegenspricht und in jedem Fall überwiegen die Vorteile.

Wenn ich es mit den Berichten von Kolleginnen und Kollegen vergleiche, die in Deutschland Medizin studiert haben, denke ich nicht, dass es in Deutschland besser hätte sein können.

Allenfalls der Bewerbungsprozess war damals schwerer als heute. Es war schwer, an verlässliche Informationen zu bekommen, wenn es um den Aufnahmetest oder das Studium ging, oder darum, welche Dokumente man in welcher Form einreichen konnte. Heute ist dies durch das Angebot der Agenturen, wie zum Beispiel medizin-in-europa.de, natürlich leichter und vor allem bequemer. Tatsächlich sehen wir Bewerberinnen und Bewerbern, die sich heute wegen eines Medizinstudiums im Ausland an uns wenden, nicht einfach nur Interessenten, sondern uns selbst am Anfang unserer Karriere.
 

"Ist der potenzielle Abschluss in Deutschland anerkannt? Und wie sieht ein möglicher Berufseinstieg im deutschen Raum aus?"

Wer Zeit und auch Geld in das Medizinstudium im Ausland investiert, sollte von vorneherein sicher sein können, dass sein Abschluss am Ende in Deutschland anerkannt ist. Niemand will dann noch eine Gleichwertigkeitsprüfung oder etwas ähnliches machen, bevor er mit der ärztlichen Tätigkeit beginnen kann.

Natürlich bildet das Medizinstudium in Tschechien und der Slowakei hier keine Ausnahme. Wer dort Medizin studiert, kann am Ende nach Deutschland zurückkehren und ohne Umwege mit der Arbeit beginnen.

Dabei arbeiten gerade in den Bundesländern mit Grenzen zu Tschechien viele Ärztinnen und Ärzte, die ursprünglich in Tschechien oder der Slowakei studiert haben, und sind unter Kolleginnen und Kollegen anerkannt. Das englischsprachige Medizinstudium hat in diesen Ländern eine Tradition von über 30 Jahren und hat unzählige Absolventinnen und Absolventen hervorgebracht. Sprich die Ausbildung ist als hochwertig anerkannt und geschätzt. Niemand sieht die Bewerberinnen und Bewerber von dort als in irgendeiner Form nachrangig an. Das bestätigt sich auch bei studienbegleitenden Krankenhausaufenthalten, wo Studentinnen und Studenten immer wieder ein umfangreiches Fachwissen bescheinigt wird.

Kurzum, nach einem Medizinstudium im Ausland steht einem beim Berufseinstieg in Deutschland nichts im Wege.


 

Hand mit Kreditkarte vor Macbook
Für Studenten gibt es demnächst eine Änderung bei Amazon Prime. Amazon Prime Student wird künftig nur noch für 6 Monate kostenlos sein. Doch es gibt einen Trick! Weiterlesen
Lade weitere Inhalte ...