Ho, Ho, Ho: Mrs. Claus kommt nach Berlin

- Achtung, hier kommen die Weihnachtsfrauen! Denn die Mädels müssen den Weihnachtsmännern bei der Weihnachtsmannvermittlung 2017 vom Berliner studierendenWERK dringend unter die Arme greifen. 

Studenten bei der Teilnahme an der Weihnachtsmannvollversammlung

Lieber ein Engel oder doch Weihnachtsfrau sein? 

Mrs. Claus kommt zu Heilig Abend 

Das Berliner studierendenWERK bietet einen Vermittlungsservice von Weihnachtsmännern, Engeln und Weihnachtsfrauen an. Seit 1949 verkleiden sich Studenten zur Weihnachtszeit als Weihnachtsmann oder Weihnachtsengel und bescheren Familien, Kitas, Vereinen und Firmen an und vor Heilig Abend. 2017 gibt es aber eine massive Änderung: Dieses Jahr können erstmals Weihnachtsfrauen gebucht werden! 

So sehen die Studentinnen Natalia und Katerina in ihren weihnachtlichen Roben als Weihnachtsfrauen aus: 

Weihnachtsfrauen Katerina und Natalia vom studierendenWERK Berlin

Weit über hundert Weihnachtsmänner, Weihnachtsfrauen und Christkinder (Weihnachtsengel) werden in der Weihnachtszeit unterwegs sein. Sie werden aus den goldenen Büchern vorlesen, singen und vor allem vielen Kindern und Erwachsenen eine Freude bereiten. Dabei gibt es einige feste Regeln, zum Beispiel stehen die Studenten für ihre eigene Verkleidung. Hohe Ansprüche müssen erfüllt werden: Roter Mantel, Bauchansatz, goldenes Buch, Klingel, Bärte und Perücken, lange Engelsgewänder und ein gepflegtes Auftreten sind dabei je nach Rolle ein absolutes Muss. Verboten sind Rute und Maske, und außerdem müssen Neulinge erst einen 4-stündigen Weihnachtsknigge-Kurs absolvieren. 

Die Berliner Studenten proben bei der Vollversammlung eifrig "Stille Nacht, heilige Nacht".

Woher kommt die Weihnachtsfrau?

Warum die Weihnachtsfrau erst jetzt dazu kommt, wird schlicht und einfach mit der hohen Nachfrage begründet. Obwohl der Weihnachtmann aus Geschichten der Mythen und Sagenwelt entsprungen und schon lange ein fest gesetzter Pfeiler der Weihnachtstradition ist, kam die Weihnachtsfrau erst viel später dazu. Ihre Popularität entspringt wohl den Massenmedien der Neuzeit. Doch schon 1849 wird Mrs. Claus in der Novelle "A Christmas Legend" von James Rees erwähnt - da ist es wohl längst Zeit, dass sie es auch in unsere weihnachtlichen Zuhause schafft! 

Vorteile von einer Weihnachtsfrau gibt es viele: Ersteinmal können so einfach mehr Studenten als Weihnachtsmann/-frau arbeiten und bei mehr Familien in in roter Robe zur Bescherung vorbeischneien. So regelt sich die hohe Nachfrage. Gerade bei jüngerem Publikum ist ein Weihnachtsmann mit voller Verkleidung, dickem Rauschebart und dunkler Stimme manchmal ein bisschen zu viel des Guten und eine Frau in der Rolle kann den Kindern helfen, schneller Vertrauen zu fassen, sagt auch das studierendenWERK. 

In Skandinavien ist die Weihnachtsfrau schon längst etabliert als Tomtemor. Die Frau vom Jultomte (dem Weihnachtsmann) hilft mit der Weihnachtspost, den Geschenken und ist an Heilig Abend unterwegs und beschert Familien. 

Auch in Großbritannien wird Mrs. Claus seit der Weihnachtswerbung 2016 von Marks & Spencer gefeiert. Die Frau von Santa wird hier als moderner, hilfsbereiter und liebenswerter Charakter präsentiert. Sie fährt ihr schnittiges Snowmobil und fliegt Helikopter, während ihr Mann den traditionellen Schlitten nutzt um Geschenke zu verteilen, ist sie hingegen ein ziemlicher Bad-Ass. Sie bekommt sogar ihre eigene Weihnachtspost! 

Schaut euch hier das Video der Marks & Spencer Christmas Campaign 2016 an: