Eisenmangel Ursachen sind nicht immer leicht auszumachen

Eisenmangel Ursachen sind nicht immer leicht auszumachen

Eisenmangel kommt sehr viel häufiger vor, als man glaubt. Immerhin leiden rund 10 Prozent der Weltbevölkerung darunter. Während einige nur wenige Symptome haben, ist für andere der Mangel an Eisen eine große Belastung. Schließlich hat Eisen in unserem Körper eine Schlüsselfunktion als Transporteur für Sauerstoff. Ein Mangel bedeutet für viele also mehr als brüchige Nägel, trockene Haut und Haarausfall.

Frau im Regen
© Pexels
Was passiert mit dem Körper bei Eisenmangel?

 

Eisenmangel – eine häufige Mangelerkrankung

Abgeschlagenheit, Müdigkeit, Konzentrationsprobleme, brüchige Fingernägel und Kopfschmerzen sind nur einige der Symptome, die bei einem Eisenmangel auftreten. Besonders viele Frauen leiden unter einem Mangel an Eisen. Weltweit wird die Mangelerkrankung bei 600 Millionen Menschen vermutet. In Europa betrifft das 5 bis 10 Prozent aller Einwohner. Bei Frauen sind es sogar 20 Prozent. Eine Unterversorgung mit Eisen macht sich nicht immer gleich bemerkbar, da die Symptome zu Beginn recht harmlos sind. Fehlt über längere Zeit Eisen, ändern sich die Symptome und werden schwerwiegender. Die Ursachen von Eisenmangel sind sehr unterschiedlich.

Ursachen für den Mangel an Eisen können sein:

geringe oder gestörte Eisenaufnahme,

erhöhter Eisenbedarf,

erhöhter Eisenverlust.

 

Eine geringe Eisenaufnahme hat ihre Gründe

Eisen muss durch die richtige Nahrung zugeführt werden, denn der Körper kann allein kein Eisen bilden. Führt ihr mit der Nahrung nicht ausreichend Eisen zu, kommt es zu einer zu geringen Eisenaufnahme. Gerade in der heutigen Zeit spielen die unterschiedlichsten Ernährungsformen eine Rolle. Wer bewusst auf verschiedene Lebensmittel verzichtet, kann unter einen Eisenmangel leiden. Ein Eisenmangel kommt deshalb nicht selten bei Vegetariern, Veganern und Makrobioten vor. Dabei muss das nicht sein, denn viele Pflanzen enthalten genügend Eisen. Sehr gute Eisenlieferanten sind Nüsse und Hülsenfrüchte.

Für eine geringe oder gestörte Eisenaufnahme können auch Diäten und schlechte Ernährungsgewohnheiten sorgen. Übrigens gibt es Lebensmittel, welche die Aufnahme von Eisen erschweren. Dazugehören unter anderem Kaffee, Schwarzer Tee, Produkte aus Weißmehl aber auch Milchprodukte. Eine verminderte Aufnahme kann aber auch durch verschiedene Medikamente erfolgen.

Erhöhter Eisenbedarf nicht nur in der Schwangerschaft

Gerade in der Schwangerschaft benötigt ihr mehr Eisen als normal. Schließlich muss das ungeborene Kind mit versorgt werden. Doch nicht nur in der Schwangerschaft benötigt ihr mehr Eisen. Auch in der Stillzeit können euren Eisenspeicher, die meist schon durch die Schwangerschaft nicht mehr richtig gefüllt sind, geleert werden. Das fehlende Eisen schadet sowohl Kind als auch der Mutter. Übrigens kann der sogenannte Baby Blues mit durch einen Eisenmangel ausgelöst werden.

Ein erhöhter Eisenbedarf ist aber auch in der Wachstumsphase bei Jugendlichen sowie im Sport ein Thema. Und schließlich besteht ein erhöhter Eisenbedarf auch nach einem Blutverlust durch Geburt, Operation oder die Regelblutung. Deshalb leiden besonders Frauen unter Eisenmangel.

Erhöhter Eisenverlust – darauf solltet ihr achten

Immer dann, wenn der Körper viel Blut verliert, benötigt er Eisen, denn mit dem Blutverlust entsteht meist ein Eisenmangel. Ein großes Thema ist der Eisenmangel bei zu starken Regelblutungen, der Hypermenorrhoe. Auch Zwischenblutungen können zu einem Mangel führen.

Meist lange Zeit unentdeckt, aber ein Grund für die Mangelerscheinung, sind Blutungen aus dem Magen-Darm-Trakt. Diese können zum Beispiel bei einem Magengeschwür entstehen. Gründe können aber auch Erkrankungen der Darmschleimhaut wie Zwölffingerdarmgeschwür, chronischer Durchfall oder Zöliakie sein.

Ursachensuche ist das A und O

Eisenmangel kann vielleicht kurzfristig mit Eisenpräparaten beseitigt werden. Ohne eine gründliche Suche nach der Ursache wird der Erfolg aber nicht von Dauer sein. Ob ein Eisenmangel besteht, kann mit einem Bluttest beim Arzt schnell ermittelt werden. Bevor der Mangel mit entsprechenden Präparaten behandelt wird, sollte natürlich klar sein, wie der Mangel zustande gekommen ist.

Eisenmangel ist nicht in wenigen Tage zu therapieren. Oft braucht ihr Wochen und Monate, um die Speicher wieder aufzufüllen. Dafür muss nicht nur der tägliche Bedarf an Eisen zugeführt werden, sondern einiges mehr, um die Speicher wieder zu füllen. Dafür solltet ihr aber die Ursache für den Eisenmangel beseitigt haben, sofern das möglich ist. Denn sonst wird dieser schon bald wieder auftreten.

 

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