Digitale Freiheit: Optimale Handy-Tarife für junge Nutzer und Nutzerinnen

Welcher Handy-Tarif ist für Kinder und Jugendliche der Richtige? Aus Elternsicht sollte das erste Smartphone der Kinder leicht bedienbar, sicher und nicht allzu teuer sein. Es gibt spezielle Familien- und Kindertarife, aber muss es das wirklich sein?

Frau am Smartphone© Pexels
Welcher Tarif passt zu dir am besten?

Von Telekom bis Aldi haben schon im Jahr 2022 alle mit günstigen Tarifen für junge Menschen geworben. Congstar, Tochter der Deutschen Telekom, wirbt ebenfalls bei einer jugendlichen Zielgruppe. Was zeichnet die jungen Menschen aus? Zuerst einmal muss zwischen Kindern und Jugendlichen unterschieden werden. Kinder machen ihre ersten Schritte in der digitalen Welt und sollten dabei begleitet und kontrolliert werden. Jugendliche dagegen sind hochgradig internetaffin und leben hybrid in der realen und virtuellen Welt. Sie brauchen viel Datenvolumen zum kleinen Preis. Gleichzeitig wollen Eltern nicht erst seit Fridays for Future möglichst nachhaltig handeln. Gibt es so etwas wie "grüne" und gleichzeitig kindgerechte Lösungen?

Fokus auf Umweltschutz und Ressourcenschonung
Ein Ansatzpunkt für eine bessere Zukunft ist, die Hardware möglichst ressourcenschonend zu gestalten. Hier setzt das niederländische Unternehmen Fairphone an, das 2023 das neue Fairphone 5 auf den Markt gebracht hat. Die Geräte werden unter Bedingungen produziert, die so fair wie möglich sind. Fairer Handel, möglichst wenig Schäden an der Umwelt, sozialverträgliche Herstellung und die Vermeidung von Müll stehen im Mittelpunkt. Außerdem können Nutzer und Nutzerinnen defekte Teile relativ einfach selbst wechseln, wodurch die Geräte wirklich lange nutzbar sind.

Apple geht seit einigen Jahren einen anderen Weg und bietet Refurbished-Modelle an. Refurbished bedeutet, dass alte iPhones von den Nutzern und Nutzerinnen von Apple zurückgekauft und generalüberholt werden. Die Geräte werden auf den bestmöglichen (fast neuwertigen) Stand gebracht und als gebrauchte Endgeräte verkauft. Das ist gegenüber der Produktion eines neuen Geräts und der Entsorgung eines Altgeräts deutlich ressourcenschonender.

Noch einen anderen Weg geht EDEKA smart: Mit dem Tarif ist ein Neugerät verbunden, in das keine SIM-Karte mehr eingelegt werden muss. Denn im Gerät ist ein Computerchip verbaut, der von außen programmiert werden kann und die SIM-Karte ersetzt. Damit entfällt laut Unternehmen nicht nur die Friemelei mit den kleinen Plastikkarten, sondern man verhindert auch eine ganze Menge Kunststoffabfälle. Das Konzept nennt sich eSIM und soll ein Schritt in eine grünere Zukunft sein.

Spezielle Tarife für Kinder?

Oft "erben" Kinder das abgelegte Smartphone von Eltern oder älteren Geschwistern. Dann ist ein günstiger, monatlich kündbarer Tarif eine ganz gute Lösung, denn ein Gerät wird ja nicht benötigt. Wer dagegen kein Handy hat, sollte zu einem Bundle greifen. Das bedeutet zwar eine 24-monatige Vertragsbindung, aber in der Regel ist das kostengünstiger, als das Gerät einzeln zu kaufen.

Kinder brauchen kein hohes Datenvolumen, denn sie sollten nicht stundenlang im Internet surfen. Wichtiger ist, dass mit den Eltern kommuniziert werden kann. Deshalb ist ein Tarif mit Frei-Einheiten (SMS oder Gesprächsminuten oder beides) eine gute Sache. Ältere Kinder, etwa ab dem Eintritt in die weiterführende Schule, sind manchmal darauf angewiesen, für die Schule Internetzugang zu haben. So können sie Recherchen durchführen und Erklärvideos schauen. Dann darf es schon etwas mehr Datenvolumen sein. Für den Schulbedarf reichen aber in der Regel 3 GB monatlich völlig aus, je nach Arbeitsweise der Schule sind meist sogar 1,5 GB genug.