Diese gefährlichen Angewohnheiten im Straßenverkehr solltet ihr zukünftig besser lassen

Kennt ihr das auch, kein Treffen mit Freundinnen, ohne dass die Smartphones griffbereit in nächster Nähe liegen? Selbst bei den spannendsten Themen wird immer mal wieder zum Handy gegriffen, um die Mailbox zu checken? Warum ist das so?

© unsplash Ein Blick aufs Handy kann im Straßenverkehr schnell mal tödlich enden

Anscheinend gehört das Handy so zum Alltag, dass wir nicht mal 10 Minuten darauf verzichten können. Besonders im Auto, wo wir uns eigentlich total auf den Verkehr konzentrieren müssten, kann diese Sucht nicht nur teuer, sondern auch gefährlich werden. Lies mehr über die 5 schlimmsten Gewohnheiten im Straßenverkehr:

  1. Ihr kennt sichert die drastischen Plakatwände gegen Handys am Steuer, die entlang den Autobahnen stehen. „Tipp, tipp, tot“, steht da zum Beispiel. Ein zersplittertes Handy, auf dem Display ein Bild von zwei fröhlichen jungen Mädels. Ein echter Schocker diese Bilder, die wachrütteln sollen. Wer eine einzige SMS am Smartphone tippt, fährt 250 Meter im Blindflug über die Autobahn. Den wenigsten ist bewusst, in welche Todesgefahr sie sich da begeben. Denkt bitte das nächste Mal, wenn ihr euer Smartphone auf der Autobahn zückt, daran, dass ihr euer Leben, und eventuell auch das von anderen Menschen riskiert. Da spielt das Bußgeld, solltet ihr erwischt werden, eine vollkommen untergeordnete Rolle. 100 Euro Strafe werden laut Bußgeldkatalog fällig, dazu gibt es noch einen Punkt aufs Flensburger Konto.

  2. An einer roten Ampel schnell noch mal die Mails checken oder eine dringende WhatsApp schreiben? Das ist doch sicher erlaubt? Von wegen. So eindeutig ist der Fall hier nicht. Nach § 23 der Straßenverkehrsordnung sind grundsätzlich alle Aktivitäten verboten, bei denen das Handy in der Hand gehalten werden muss. Auch der kurze Blick auf das Handy, um kurz die Uhrzeit abzulesen, ist beim Fahren somit tabu. Der Halt an einer roten Ampel setzt nicht automatisch diese Regeln außer Kraft. Grundsätzlich bleibt die Nutzung verboten, was ein Bußgeld von 100 Euro und einen Punkt in Flensburg bedeutet. Eine Ausnahme gilt nur dann, wenn a) euer Fahrzeug an einer roten Ampel steht und - jetzt kommt der spannende Teil – b) der Motor eures Autos vollkommen ausgeschaltet ist. Eine Start-Stopp-Automatik reicht in diesem Falle leider nicht aus. Was viele nicht wissen: Auch Fahrradfahrern ist es verboten, das Handy beim Fahren zu benutzen. Sonst drohen 55 Euro Strafe. Im Gegensatz zum Autofahrer ist die Nutzung an einer roten Ampel aber ohne Einschränkungen erlaubt.

  3. Lieblingsmusik im Ohr? Das muss im Auto doch sicher verboten sein? Schließlich sollte man im Straßenverkehr Augen und Ohren offenhalten. Und dröhnen euch mit höchster Kraft die neuesten Beats ins Ohr, ist zumindest das Ohren offenhalten nicht mehr ganz so gewährleistet, oder nicht? Falsch gedacht. Auch wenn man es als vernünftig denkender Mensch kaum glauben kann, aber Kopfhörer im Auto sind durchaus erlaubt. Zumindest grundsätzlich. Verboten sind sie nur dann, und jetzt kommt die Ausnahme, wenn die Musik so laut gehört wird, dass die Wahrnehmung des Fahrers stark eingeschränkt ist. Was sich unter anderem daran zeigt, dass der Fahrer das Hupen anderer Autofahrer oder gar das Martinshorn von Krankenwagen und Polizei nicht mehr wahrnimmt und deshalb nicht mehr angemessen auf den Straßenverkehr reagieren kann. Ertappt die Polizei euch hierbei, werden 10 Euro Verwarngeld fällig. Davon abgesehen schadet so laute Musik über Kopfhörer eurem Gehör.

  4. Jedes Kind weiß mittlerweile, dass ein Sicherheitsgurt zum absoluten Pflichtprogramm beim Autofahren gehört. Und doch gibt es immer mal wieder Menschen, die den Gurt lieber weglassen. Promi Verena Pooth ist so eine. Die war nicht nur so schlau, beim Fahren den Gurt wegzulassen, sie filmte sich kürzlich auch noch während der Autofahrt und lud das Video kurzerhand bei Facebook hoch. Sie allerdings beteuert, eine Freundin habe das Video gedreht. Und so kam es, wie es kommen musste, die Polizei ermittelt und Verena Pooth wird bald um 30 Euro für Sicherheitsgurt und 100 Euro für die Handynutzung beim Fahren leichter sein. Ein Punkt in Flensburg rundet die völlig sinnbefreite Aktion von Frau Pooth ab.

  5. Schon im Kindergarten haben wir gelernt, „Bei Rot bleibst du stehen, bei grün darfst du gehen“. Ob das auch für besonders nervige Ampelschaltungen gilt, die uns Autofahrer mitten im flüssig laufenden Verkehr zum Halten zwingen, hat niemand gesagt. Und so ist die Verlockung für manche Autofahrer groß, die rote Ampel einfach zu überfahren, die jetzt gerade zum Bremsen zwingt. Ein guter Rat: Lasst es besser. Abgesehen davon, dass das richtig gefährlich werden kann, wenn die Gegenseite bereits grün hat, ist ein sogenannter Rotlichtverstoß keine Kleinigkeit.

Je nachdem, wie lange die Ampel schon rot war, habt ihr euch für einen einfachen (weniger als eine Sekunde) oder qualifizierten Rotlichtverstoß (eine Sekunde und mehr) zu verantworten. Bereits bei einem einfachen Rotlichtverstoß ohne Gefährdung werden 90 Euro plus 1 Punkt fällig. Ist das Ganze ein qualifizierter Verstoß steigen die Strafen auf 200 Euro Bußgeld, 2 Punkte und ein Monat Fahrverbot. Und Sachbeschädigung und Gefährdung lassen noch weit höhere Strafen zu.

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