Diagnose: Eisenmangel - Das musst du wissen

Diagnose: Eisenmangel - Das musst du wissen

Eisen ist ein lebenswichtiges Spurenelement für den menschlichen Organismus. Eisen ist zum Beispiel ein Bestandteil verschiedener Enzyme und Eiweiße sowie des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin.

Eisenmangel Frau guckt ins Licht
© Pexels
So erkennst du Eisenmangel!

Hast du Eisenmangel, so wirst du das an einer sinkenden Leistungsfähigkeit merken, spätestens dann, wenn die Eisenreserven in deinem Körper aufgebraucht sind. Die Folge kann eine Blutarmut sein, die Mediziner auch als Eisenmangelanämie bezeichnen. Sie entsteht durch eine fehlende Verfügbarkeit von Eisen im Organismus.

Symptome: So erkennst du Eisenmangel

Wenn du ständig müde bist und dich nur schwer konzentrieren kannst, können das Anzeichen von Eisenmangel sein. Auch ein generelles Absinken der Leistungsfähigkeit, Kurzatmigkeit sowie Schwindel und Blässe sind typische Symptome von Eisenmangel. Aufmerksam beobachten solltest du deinen Körper zudem, wenn dir Haare ausfallen oder deine Nägel brüchig sind.

Kritischer wird es bei fortgeschrittenem Eisenmangel mit Symptomen wie Kopfschmerzen, Sehstörungen und Ohrgeräuschen. Auch Hautrisse und Juckreiz sind die Folge von Eisenmangel, ebenso wie Muskelkrämpfe, die vor allem nachts auftreten. Typisch für Frauen bei Eisenmangel ist außerdem, dass sie frieren. Zudem kann die Menstruation ausbleiben. Fühlst du dich gar benommen, hast Atemnot und Herzrasen sind das ernste Notzeichen deines Körpers bei einem schwerwiegenden Eisenmangel.

Bei der Behandlung von Eisenmangel führt dich dein erster Weg zum Arzt, der Mangelerscheinungen leicht feststellen kann. Im Rahmen eines kleinen Blutbildes ermittelt er den Hämoglobinwert, wobei ein niedriger Hämoglobinwert dafür spricht, dass du zu wenig Eisen in deinem Blut hast. Zudem wird der Ferritin-Wert bestimmt, der Rückschlüsse erlaubt, ob die Eisen-Speicher in deinem Körper leer sind und du einen Eisenmangel hast.

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Vorgehen: Behandlung von Eisenmangel

Die Behandlung von Eisenmangel ist immer abhängig davon, wie schwerwiegend dieser ist. Zudem muss die Ursache des Eisenmangels gefunden werden. Es ist daher dringend davon abzuraten, selbstständig Nahrungsergänzungsmittel wie Eisen-Präparate zu beschaffen und diese ohne Rücksprache mit einem Arzt einzunehmen. Zum einen muss der Mediziner Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten ausschließen, zum anderen besteht die Gefahr einer Überdosierung mit Eisen.

Übrigens: Wenn du einen Kinderwunsch hast, sollte dein Arzt bereits vor der Schwangerschaft ausschließen, dass du an Eisenmangel leidest. Das ist wichtig, da sowohl du als auch dein Baby besonders viel Eisen benötigen, unter anderem wegen des steigenden Blutvolumens und dem Eisenbedarf der Gebärmutter und Plazenta.

Auch wenn du in (Online) Drogerien und Apotheken unzählige freiverkäufliche und rezeptfreie Nahrungsergänzungsmittel gegen Eisenmangel finden wirst: Zu Eisen-Präparaten solltest du also nur dann greifen, wenn dein Arzt den Eisenmangel zuverlässig diagnostiziert hat.

Hat dein Arzt die Diagnose Eisenmangel gestellt, ist es wichtig, dass du die Eisenpräparate niemals auf nüchternen Magen einnimmst, da die Mittel den Magen-Darm-Trakt reizen. Das kann Verstopfungen und Übelkeit zur Folge haben - ein Problem, das ebenfalls unter ärztliche Aufsicht gehört. Im Falle von starken Nebenwirkungen oder Unverträglichkeit von Eisen-Präparaten kann der Arzt Eisenmangel auch alternativ behandeln, etwa mit einer Infusion.

Bei leichtem Eisenmangel und zur Vorbeugung genügt allerdings zumeist schon eine Ernährungsumstellung, indem du Nahrungsmittel zu dir nimmst, die besonders viel Eisen enthalten. Hier zählen mageres, rotes Fleisch, Fisch, Garnelen und Eier zu geeigneten Lebensmitteln, um bei Eisenmangel gegenzusteuern. Sofern du dich vegetarisch oder vegan ernährst, sind beispielsweise Hülsenfrüchte, Pistazien, Pfifferlinge, Kürbiskerne, grünes Gemüse und dunkle Beeren gute Eisenspender.

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