Das solltest du zur Frühschwangerschaft wissen

Frühschwangerschaft – Was ihr wissen müsst

In der Frühschwangerschaft gehen einige Veränderungen in eurem Körper vor, die deutlich mehr verursachen als morgendliche Übelkeit. Schauen wir also mal genauer hin, was euch im ersten Schwangerschaftsdrittel alles erwartet.

negativer schwangerschaftstest
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Das solltest du zur Frühschwangerschaft wissen.

Die Symptome der Frühschwangerschaft

Wenn die Frühschwangerschaft beginnt, wisst ihr noch gar nicht, dass ihr schwanger seid. Und doch bereitet sich euer Körper schon vom Tag der Befruchtung an auf die Höchstleistungen vor, die da auf ihn zukommen. Bereits in der Frühschwangerschaft nimmt euer Stoffwechsel Fahrt auf. Schließlich muss er bald für zwei arbeiten. Im Zuge dessen vermehrt sich auch die Blutmenge und euer Halteapparat aus Muskeln, Sehnen und Bändern bereitet sich im Rumpfbereich auf die Zusatzbelastung durch das Gewicht des Kindes vor. Die Beschwerden und Anzeichen der Frühschwangerschaft sind deshalb Symptome dieses Umbruchs in eurem Körper. Das markanteste ist natürlich das Ausbleiben eurer Periode. Schließlich wird die aufgebaute Schleimhaut diesmal gebraucht – und deshalb auch nicht im monatlichen Zyklus abgestoßen. Durch den hormonellen Umschwung wird euch außerdem für einige Wochen vor allem morgens übel und eventuell habt ihr für euch untypische Verdauungsprobleme wie Blähungen, Verstopfung oder Durchfall. Viele Frauen sind vor allem in der Frühschwangerschaft außerdem ungewöhnlich müde. Und so ziemlich jede Schwangere kennt sie: teils kuriose Essensgelüste. Vielleicht mögt ihr auch plötzlich eure alten Lieblingsspeisen nicht mehr oder euch sind bestimmte Gerüche unangenehm. Schon während der Frühschwangerschaft kann es übrigens zu Spannungsgefühlen in den Brüsten kommen, auch wenn die Milchdrüsen noch eine ganze Weile auf ihren Einsatz warten müssen.

Frühschwangerschaft: Welche Risiken solltet ihr kennen?

Die Frühschwangerschaft ist ein sehr sensibler Zeitabschnitt und mit verschiedenen Risiken behaftet. Im schlimmsten Fall nistet sich das Ei nicht da ein, wo es soll, sondern schon vorher. Dann kann es zu einer Eileiterschwangerschaft kommen. Habt ihr also schon früh starke Schmerzen im Bereich der Leiste oder des Unterbauches, solltet ihr unbedingt zu eurem Gynäkologen gehen. Nistet sich das Ei ein, wie von Mutter Natur geplant, ist der winzige Mensch jedoch noch sehr empfindlich. Oft wisst ihr dann immer noch nicht, dass ihr schwanger seid. Auf gesundheitliche Risikofaktoren wie Alkohol oder Zigaretten solltet ihr deshalb schon dann verzichten, wenn ihr schwanger werden wollt. In der Frühschwangerschaft gilt außerdem: Seid vorsichtig mit aggressiven Putzmitteln und anderen potenziell giftigen Substanzen. Das gilt auch für die Einnahme von Medikamenten. Sprecht am besten mit eurem Arzt ab, welche Präparate für Schwangere geeignet sind. Natürlich sind schon in der Frühschwangerschaft auch Röntgenaufnahmen und anderweitiger Umgang mit Strahlungsquellen tabu. Sie können die Zellteilung des Embryos negativ beeinflussen und nachhaltige Schäden beim Ungeborenen verursachen.

Wichtige Tipps zur Frühschwangerschaft

Mit der befruchteten Eizelle beginnt nicht nur die Frühschwangerschaft, sondern auch eine Zeit, in der ihr besonders auf euch achtgeben solltet. Das erste Schwangerschaftsdrittel ist nämlich das Trimester, in dem die meisten Fehlgeburten passieren. Viele davon bleiben sogar unbemerkt, weil die Frauen noch gar nicht wussten, dass sie schwanger waren. Ursachen sind oft schwere erbliche Fehler beim Kind. Aber auch Stress oder Erkrankungen können zum sogenannten Abort führen. Ihr solltet also nicht nur die oben genannten Risiken so weit wie möglich meiden, sondern vor allem auch auf ausreichend Ruhe und Zeit für euch selbst achten. Für die Frühschwangerschaft solltet ihr darüber hinaus alle Tipps rund um eine gesunde, vitamin- und mineralstoffreiche Ernährung beachten. Ist der Embryo optimal versorgt, schrumpft das Risiko, dass etwas schief geht. Unter anderem heißt das: Ihr braucht mehr Folsäure und Jod. Eventuell müsst ihr dafür Supplemente speziell für Schwangere einnehmen. Außerdem sind einige Lebensmittel in der Frühschwangerschaft tabu. Dazu gehören vor allem rohe oder nicht durchgegarte Produkte tierischen Ursprungs. Euer geliebtes Mettbrötchen ist also genauso gestrichen wie euer liebster Rohmilchkäse, das leckere Tiramisu oder mit Fisch bereitetes Sushi. Sie können Listerien und Toxoplasmen enthalten, die eine in der Frühschwangerschaft fatale Infektion auslösen können. Bei Toxoplasmen gilt deshalb auch: Finger weg vom Katzenklo. Allerdings ist dieser einzellige Parasit nur bei der Erstinfektion für das Ungeborene gefährlich. Habt ihr schon Antikörper, kann eurem Kind zumindest dieser Erreger nichts mehr anhaben. Dafür gibt es in puncto Sport eine gute Nachricht: Solange ihr es nicht übertreibt, könnt ihr während der gesamten Frühschwangerschaft weiter eurem Sport frönen. Nur auf Sportarten, in denen ihr viel springt, ein hohes Verletzungsrisiko habt oder extreme Körperspannung halten müsst, solltet ihr besser verzichten.

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