Das Getränk der Reichen: Darum ist Champagner so teuer

Das Getränk der Reichen: Darum ist Champagner so teuer

Der Champagner: Er zählt zu den teuersten Getränken weltweit. Folglich steht er auch als Sinnbild für den exklusiven Genuss zu ganz besonderen Anlässen. Stolze 200.000 Euro ist beispielsweise der Preis für eine Flasche des legendären 1907er Heidsieck Champagner.

Champagner
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Warum ist Champagner so teuer?

Zwar gibt es auch deutlich günstigere Champagner-Sorten, welche aber dennoch mit ihren jeweiligen Preisen gegenüber anderen edlen Getränken hervorstechen. Liegt der hohe Preis lediglich am guten Marketing - oder hat der Preis tatsächlich seine Gründe? Im Folgenden die Antwort.

1) Die Produktion von Champagner ist lediglich in sehr geringen Mengen möglich.

Dies liegt an den speziellen Anforderungen: Die Trauben des Champagners dürfen lediglich aus gewissen Gebieten stammen - und zwar aus einem sehr begrenzten Anbaugebiet in der französischen Champagne. Zwischen den Jahren 1927 und 2008 betrug die Fläche jenes Gebietes lediglich 33.500 Hektar. Diese Tatsache beweist die starke Beschränkung der Champagner-Produktion pro Jahr.

2) Die Herstellung des Champagners ist nur mit bestimmten Rebsorten erlaubt.

Dazu gehören die drei folgenden Rebsorten: Pinot Noir, Pinot Meunier und der Chardonnay. In der Theorie sind auch die Rebsorten Arbane, Petit Meslier und Pinot Blanche erlaubt. Doch sind jene Sorten aufgrund der Reblauskrise im 19. Jahrhundert sowie aufgrund schwerer Frostschäden bis zur Mitte der 1950er Jahre aus dem Gebiet fast vollständig verschwunden. Entsprechend sorgte jener Umstand dafür, dass die Jahrgänge vor 1956 dieser Rebsorten äußerst wertvoll sind.

3) Winzer haben gewisse Ertragsbeschränkungen zu beachten.

Bei der Herstellung des Champagners darf es zu keiner Unterschreitung einer fest vorgeschriebenen Pflanzendichte kommen. Bereits seit dem Jahr 1983 gilt, dass in einer Menge von 102 Litern Most mindestens 160 Kilogramm Trauben enthalten sein müssen. Dies führt ebenso dazu, dass auch in Bezug zur Assemblage von Champagner besondere Anforderungen zu befolgen sind.

4) Champagner herzustellen, stellt sich als besonders aufwändig dar.

Für den Champagner ist nur die Verwendung solcher Trauben erlaubt, die von Hand geerntet wurden. Entsprechend ist eine Verwendung von maschinell geernteten Trauben untersagt. Die Trauben müssen anschließend auf eine besonders schonende Art gepresst werden.

Des Weiteren gibt es fest vorgeschriebenen Minimalzeiten: Dies betrifft sowohl die Lagerung des Champagners auf der Hefe als auch die Zweitgärung in der Flasche. Beim Crémant und beim Sekt ist jeweils das Transitverfahren zur Hefeentfernung gestattet - beim Champagner ist dies jedoch strikt untersagt.

5) Vor allem hochpreisige Champagner-Sorten und dessen Jahrgänge verfügen über ganz besondere Geschichten.

Dies betrifft zum Beispiel den legendären 1907er Heidsieck Champagner, welcher zum Kaufpreis von 200.000 Euro pro Flasche einen Besitzerwechsel vornahm. Über einen Zeitraum von ganzen 82 Jahren lagerten insgesamt 2.000 Flaschen bei nur 4 Grad direkt im Wasser. Und dies sogar in einer Meerestiefe - aufgrund eines während des ersten Weltkrieges gesunkenen Wracks des schwedischen Frachtschiffes mit dem Namen "Jönköping". Erst im Jahr 1998 wurde diese geborgen.

Der Champagner kann folglich sowohl nur in äußerst begrenzten Mengen als auch nur unter bestimmten Bedingungen mit langen Lagerzeiten produziert werden. Entsprechend ergibt sich aus allen Punkten, dass es sich beim Champagner um etwas ganz Besonderes handelt. Bei Vorliegen von einzigartigen Begebenheiten und besonderen Geschichten kann die Sorte sowie dessen Jahrgang sogar zu einer exklusiven Rarität der ganz besonderen Art werden.


 

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