Coronavirus: Nur bei dieser Personengruppe ist das Tragen einer Atemschutzmaske sinnvoll

Coronavirus: So sinnvoll ist das Tragen einer Atemschutzmaske wirklich

Seit dem Ausbruch des Coronavirus greifen viele Menschen im öffentlichen Leben zur Atemschutzmaske. Wie effektiv hält sie Viren ab und wen schützt sie wirklich?

Frau trägt in der Bahn eine Atemschutzmaske
© PexelsIhr müsst trotz des Coronavirus noch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren? Lest hier, wie sinnvoll das Tragen einer Atemschutzmaske dabei ist!

Neben Klopapier, Mehl, und Desinfektionsmitteln steht ein weiteres Gut momentan bei vielen Deutschen ganz oben auf der (Hamster)-Einkaufsliste: Eine Atemschutzmaske. Viele tragen sie, um sich nicht anzustecken, doch empfohlen wird das Tragen eines Mundschutzes eigentlich für andere Menschen.

Empfohlen werden Atemschutzmaske für Menschen, die bereits infiziert sind

Laut des Robert-Koch-Institutes gibt es keine Belege dafür, dass sich das Ansteckungsrisiko für eine gesunde Person durch das Tragen einer Atemschutzmaske verringert. Ganz im Gegenteil. Durch das Tragen einer Atemschutzmaske verleiht es dem Träger ein falsches Sicherheitsgefühl. Dadurch werden die wirklich essentiellen Hygienemaßnahmen, wie das regelmäßige und gründliche Händewaschen und das Desinfizieren der Hände nach dem Berühren eines womöglich infizieren Gegenstands, vernachlässigt. „Tröpfcheninfektion“ heißt es doch. Dann muss ich dafür sorgen, dass die Tröpfchen der anderen nicht in meinen Mund oder die Nase gelangen. Falsch. Nur in Ausbruchsgebieten wie in Norditalien und Wuhan ist das Tragen einer Maske im öffentlichen Raum wirklich sinnvoll. 

Sinnvoll ist das Tragen einer Atemschutzmaske in „Nicht-Ausbruchsgebieten“ für bereits infizierte Personen, die gezwungenermaßen Einkaufen oder zur Apotheke gehen müssen, um ihre Mitmenschen nicht anzustecken. Einen hundertprozentigen Schutz bieten Atemschutzmasken jedoch nicht. 

Man denkt immer, man schützt sich selbst mit der Maske, in Wirklichkeit schützt man aber andere.

Christian Drosten im NDR-Podcast „Coronavirus-Update

Wenn ihr also glaubt, euch angesteckt zu haben, Symptome zeigt oder präventiv beim Einkaufen zum Schutz eurer Mitmenschen eine Atemschutzmaske tragen wollt, könnt ihr das selbstverständlich tun. Bei Amazon wird der Vorrat regelmäßig aufgestockt. Eine zuverlässige 3-Lagen-Maske wie dieses Modell von Innovat gibt es gerade zu 50 Stück für ca. 25 Euro. Wichtig ist, dass ihr die selbe Maske nie länger als zwei bis drei Stunden tragt und sie rücksichtsvoll entsorgt. 

Nachhaltige Atemschutzmasken

Das mehrmals tägliche Wegwerfen einer Atemschutzmaske dürfte dem einen oder anderen sauer aufstoßen. Nicht gerade nachhaltig! Wer nicht so viel Müll produzieren möchte, kann auf waschbare Atemschutzmasken setzen. Dieses 6er-Pack Stoffmasken für gerade mal 4 Euro kann einfach am Abend mit der Hand ausgewaschen werden und ist am Morgen wieder einsatzbereit.

Ihr wollt euch eure Atemschutzmasken lieber selber nähen? Auch kein Problem! Hier haben wir alle Infos und eine Anleitung dazu.

Apple stellt Atemschutzmasken für Klinikpersonal her

Apple möchte sich auch in der Corona-Krise engagieren und hat einen Atemschutz entwickelt, der Krankenhauspersonal zur Verfügung gestellt wird. Apple wird in der Lage sein, eine Million Massen in der Woche produzieren zu können. Die erste Lieferung hat bereits ein Krankenhaus in den USA erreicht. Die News teilte Tim Cook auf Twitter:

Jena plant Atemschutzmasken-Pflicht

Um die Ausbreitung von Covid-19 einzudämmen, plant die thüringische Stadt Jena eine Atemschutzmasken-Pflicht ab nächster Woche. Supermärkte, Gebäude mit Publikumsverkehr und der öffentliche Nahverkehr dürfe ab dann nur noch mit einer Atemschutzmaske betreten werden. Dies soll vor allem den Schutz der Angestellten zu gute kommen, die im öffentlichen Leben arbeiten.

Atemschutzmasken-Pflicht nach Ostern auch am Arbeitsplatz möglich

Um die Ressource der Atemschutzmasken nicht zu verknappen, seien auch Schals und Tücher als Schutz anerkannt, solange sie Nase und Mund bedecken. Für Pflegekräfte, Ärzte und Fahrer im öffentlichen Nahverkehr und anderer systemrelevanter Arbeitnehmer seien allerdings genügend Atemschutzmasken gesichert.

Das sagt der Gesundheitsminister

Laut Angaben des Gesundheitsministers Spahn braucht Deutschland keine generelle Maskenpflicht. Eher sollen medizinische Berufe und Sicherheitsbeamte besser mit Atemschutzmasken ausgestattet werden. "In der jetzigen Lage sehe ich keinerlei Notwendigkeit zu einer Verpflichtung", sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. Wer freiwillig eine Atemschutzmaske trägt, zeigt sich vor allem seinen Mitmenschen gegenüber solidarisch und hat den Ernst der jetzigen Lage verstanden.

Weitere Atemschutzmasken findet ihr hier.

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