Influencer: Drei Hammerprodukte und jede Menge Tipps für dich

Dass Influencer und Influencerinnen Produkte von Drittfirmen bewerben, ist nichts Neues mehr. Aber weil die Jungs und Mädels so viel Erfahrung haben, werden sie mittlerweile für die Firmen immer wichtiger weit übers Marketing hinaus – als Entwickler eigener Kollektionen. Was dabei herauskommen kann, welche Hammerprodukte es gibt und wie ihr euch vielleicht selbst aufs Influencer-Gleis begeben könnt, zeigen wir euch jetzt.

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So wird man professioneller Blogger

1. Dirndl

Ja, ist okay, es ist erst Juli und die Oktoberfestzeit ist noch arg weit hin. Trotzdem passt dieser Punkt sooo gut – denn es ist wirklich nicht easy, ein Dirndl zu designen, weil da einfach schon so enorm viele Dinge vorgegeben sind. Die Schnürung etwa und vieles vom Schnitt. Vielleicht genau das Richtige für unkonventionelle Köpfe wie Influencerinnen. Hier tun sich besonders drei Ladies hervor: Caroline Einhoff (@caro_e.), Valentina Pahde (@valentinapahde) und Victoria Swarovski (@victoriaswarovski). Sie arbeiteten extra für dieses Jahr mit dem Dirndl-Spezialisten Krüger zusammen. Caroline Einhoff und Valentina Pahde designen für die Krüger MADL Kollektion, während Victoria Swarovski bei Krüger Essential Collection mit an Bord ist. Die entstandenen Stücke werden ab August verfügbar sein - eigentlich ein Muss fürs echte und sämtliche angelehnten Oktoberfeste der diesjährigen Saison.

2. Bodycare

Ziemlich viele Influencerinnen verdienen ihr Geld damit, über alle möglichen Körperpflegeprodukte zu berichten. Da ist es natürlich auch naheliegend, selbst in diese Richtung zu gehen. Den ersten Anfang machte schon 2015 Bibi (@bibisbeautypalace) mit ihrer Marke Bilou, die es nur in Drogeriemärkten zu kaufen gab, mittlerweile aber auch in anderen Shops vertrieben wird. Nicht irgendein x-beliebiges Duschgel, sondern Sorten, die wahlweise nach Donuts oder Schokokuchen riechen – c’mon, geht’s noch cooler? Kein Wunder also, dass regelrechte Frauenheere über die dm-Filialen herfielen und die Bilou-Flaschen binnen Stunden aus-aus-ausverkauft waren.
Doch Bibi ist nur eine Influencerin, die in Bodycare macht. Eine weitere ist Farina Opoku (@novalanalove). Schon in ihrem Instagram-Account ging und geht es hauptsächlich um BEAUTY. Kein Wunder also, dass mittlerweile bei Douglas Boxen vertrieben werden, die nicht nur durch Farinas Konterfei dekoriert werden, sondern in denen nur solche Care-Produkte stecken, hinter denen die dunkelhaarige Schönheit steckt.

3. Schmuck

In der Theorie klingt es ziemlich einfach, seine eigene Schmuckkollektion auf die Beine zu stellen. Einfach ein paar Perlen auf Schnur aufziehen und dann auf dem eigenen Channel bewerben. In der Praxis ist es natürlich viel, viel schwieriger. Denn eben weil es relativ einfach ist, muss man schon Designtalent haben, um wirklich etwas auf die Beine zu stellen.
Da ragt vielleicht Berlins Nummer eins der Fashionistas hervor, Masha Sedgwick (@masha). Schon das, was sie als Modebloggerin zeigt, besteht immer auch aus stilvollen, „erwachsenen“ Dingen, nicht nur frechem Freizeit-Schick. Passend, dass sie es war, der sich einem der wichtigsten Shops für Aufstrebende zusammentat, Stilnest. So designte Masha ihre eigenen Schmuckkollektionen, bestehend aus bizarren, aber nicht zu-crazy Ringen, feingliedrigen Halsketten und zarten Bracelets. Nicht direkt was für den Strand, dafür sicher aber den Edelclub oder auch das Office.

Du willst also Influencerin werden?

Kaum eine von uns dürfte sich schon mal durch die Influencer-Channels auf YouTube oder Instagram geklickt haben, ohne sich zu fragen „was können die, was ich nicht kann?“. Sicherlich eine naheliegende Frage, weil die meisten Influencer ihren Job mit einer unheimlichen Natürlichkeit und Sympathie erledigen, aber keine, die mit zwei Sätzen zu beantworten wäre. Denn um all das in die Wege zu leiten, benötigt Ihr zunächst Charisma. Irgendetwas, das euch ganz, ganz einzigartig macht. Das kann eine freche Art sein, ein lustig-süßer Dialekt oder auch ganz was anderes.
Doch Charisma alleine macht keinen Influencer langfristig wirklich erfolgreich. Denn das zweite Standbein ist immer ein gewisses Talent. Talent, richtig zu erklären. Aber auch Talent, nicht um den heißen Brei herum zu quatschen, sondern das, über das man schreibt oder redet, auf den Punkt dem Follower rüberzubringen. Und apropos Follower: Natürlich sind die das absolute Salz in der Suppe. Wenngleich Charisma und Talent schon dafür sorgen werden, dass die Follower automatisch kommen.
Doch wie werdet ihr denn nun Influencer? Da gibt es fünf Ansätze, die sich für verschiedene Situationen eignen.

  • Der Fachmann. Er sucht sich eine möglichst enge, thematisch begrenzte Nische. Am besten eine, in der er durch Beruf oder Ausbildung schon viel Credibility mitbringt. Stefanie Giesinger (@stefaniegiesinger) ist dafür ein gutes Beispiel, denn durch ihren Sieg in der neunten Staffel von GNTM und ihre Arbeit als Model ist sie für Fashion eine seriöse Ansprechpartnerin
  • Der Problemlöser. Er deckt ein sehr breites Feld ab, das aber immer aus der Lösung echter Alltagsprobleme besteht. Das müssen keine hochkomplexen Sachen sein. Es reicht, wenn möglichst viele andere das Problem haben.
  • Der Erklärbär. Er macht das Durchbrechen der vierten Wand zum Zuschauer nicht nur zur Gelegenheitsveranstaltung, sondern baut seine ganze Tätigkeit um diesen Punkt herum auf. Er bittet also nicht nur seine Follower, ihm Review-Vorschläge zu schicken, sondern lädt sie auch ein, diskutiert mit ihnen, nimmt sie an die Hand.
  • Der Multiperformer. Er sammelt seine Follower dadurch, dass er auf allen nur denkbaren Plattformen präsent ist. Irgendwann geht es nicht mehr, ohne dass man über ihn stolpert.
  • Der Good Guy. Er arbeitet längst nicht mit jedem zusammen und checkt auch längst nicht alle Produkte. Stattdessen hat er eine sehr straighte Einstellung und die vertritt er auch bei der Auswahl seiner Produkte.

In der Praxis kann es für euch einfach so funktionieren, dass ihr euch einen ganz frischen Insta-Account zulegt – möglichst mit einem prägnanten Namen. Dann überlegt euch etwas in eurer Wohnung, von dem ihr echt überzeugt seid und/oder über das ihr schon immer reden wolltet. Optimiert eure Fotos für eure Zielgruppe. Und dann achtet einfach darauf, dass ihr so natürlich und locker bleibt, wie es geht. Postet ihr dann noch vornehmlich in den Abendstunden (weil dann die meisten erst richtig Zeit haben, sich mit neuen Dingen zu befassen) kann es funktionieren – eine Garantie gibt es zwar nicht, aber zumindest eine durchaus existente Erfolgschance.