Flixtrain – jetzt bekommt die Deutsche Bahn erst richtig Konkurrenz

- Die grünen Busse und das schnittige Logo haben klaren Wiedererkennungswert und gerade immer mehr junge Leute und Studenten steigen auf den günstigeren Reiseanbieter FlixBus um. Jetzt will der Anbieter seine Zielgruppe noch erweitern, denn FlixBus steigt in den Bahnverkehr ein und zwar mit zwei FlixTrain Zugstrecken! 

FlixBus steigt mit FlixTrain in den Zugverkehr ein

Bald ist das Billigreiseunternehmen FlixBus nicht nur an Busbahnhöfen, sondern auch auf den Schienen mit ihren eigenen Zugstrecken vertreten. 

Der Fernbusanbieter Flixbus ist auf Überholkurs. Zuerst kaufte das Unternehmen Flixmobility GmbH seine Konkurrenz restlos auf, unter anderem den Postbus der Deutschen Post, und fusionierte dann mit MeinFernbus zu einem gigantischen Liniennetz unter dem endgültigem Markennamen FlixBus.

Der Münchner Billigreiseanbieter kaufte den insolventen Zugbetreiber Locomore im Sommer 2017 und nutzt die Züge des Nürnberger BahnTouristikExpress und des tschechischen Anbieters Leo Express und die bereits bestehende Streckennetze, wie das des Hamburg-Köln-Express (HKX). 150.000 Tickets sind bereits auf dieser Strecke seit August verkauft worden. Die Testphase ist nun zu vollster Zufriedenheit abgeschlossen, insbesondere das Passagieraufkommen sei höher als in den Bussen und äußerst zufriedenstellend, so Flixbus-Chef André Schwämmlein in ersten Gesprächen.

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Was wir erwarten können, ist eine Kombination aus Bus und Bahn – die Tickets sollen billig bleiben, sie fangen bei 9,99 Euro an und auch die hohe Nachfrage zu boomenden Saisonzeiten soll den Preisrahmen von 99 Euro nicht sprengen. Die Flixtrain-Züge sind gebraucht gekauft und der Ticketprozess wird einfach in die bereits bestehenden Vertriebskanäle des Ticketverkaufs integriert, sprich in die App und Homepage.

Ab dem 24. März verkehrt der FlixTrain täglich (außer mittwochs) zwischen Hamburg und Köln und ab Mitte April fahren täglich Züge zwischen Berlin und Stuttgart über den Verkehrsknotenpunkt Frankfurt am Main.

Grenzüberschreitender Verkehr wird weiterhin erstmal Metier der FlixBusse bleiben, aber das Streckennetz in Deutschland soll schnellstmöglich ausgebaut werden. Allerdings hat da das Tochterunternehmen der Deutschen Bahn DB Netz noch ein Mitspracherecht. Zwar ist Flixtrain jetzt ein anerkanntes Eisenbahnverkehrsunternehmen, doch Anträge auf freie Trassen bei DB Netz ist aufgrund längerer Antragsfristen ein zeitaufwendiges Unternehmen und das Streckennetz ist sowieso schon völlig überlastet. Es bleibt also zu sehen, ob sich das Busunternehmen auch einen Namen im Schienennetz machen kann und dem Marktführer DB die Stirn bieten kann

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