Frisuren zum Nachstylen - direkt von der Fashion Week

Frisuren zum Nachstylen - direkt von der Fashion Week in Berlin. Wir zeigen euch zusammen mit den Haarprofis von L' Oréal Professionnel, wie ihr die Looks der Models raffiniert nachstylen könnt. Hier sind die Step by Step-Anleitungen...

Eine Lockenmähne wie sie die Models bei Blacky Dress trugen, selber stylen? Geht! Wir zeigen, wie! (Bild: L' Oréal Professionnel)

Und gleich noch eine alltagstaugliche Frisur mit Glam-Effekt: Der einfache Dutt, den Kilian Kerners Models auf der Berlin Fashion Week präsentierten, sieht halt immer gut aus. Hier haben wir nochmal alle Kniffe, wie auch ihr diesen schlichten und eleganten Dutt selber machen könnt!

Der gute alte Dutt: Geschichte & Mode!
DieDutt-Frisur ist eine der beliebtestenHochsteckfrisuren.Das Haar wird zu einem Knoten gebunden oder geflochten und am Hinterkopf oder auf dem Scheitel festgesteckt wird. Dabei werden Hilfsmittel wie Haarnadeln, -spangen oder kleine Kämmchen verwendet.
Der Dutt ist längst aus der Mode gekommen – denkt man, denn heute wird er oft als altmodisch und unattraktiv bezeichnet. Bezeichnend dafür ist die Tatsache, dass Großmütter und alte Frauen in Karikaturen, Kinderbüchern, Filmen und der Werbung gern mit Dutt dargestellt werden.
Doch der als altmodisch und "aus der Mode" geltende Haarknoten wird auch heute noch verwendet. Heute bezeichnet man ihn als "Hochsteckfrisur". Der Dutt wirdmit verschiedensten Hilfsmitteln zusammengehalten.
Für die unsichtbare Variante der Befestigung werden möglichst unauffällige Mittel benutzt, wie Haarnadeln oder dünne Spangen aus Metall. Sie sind so dünn und können auch der Haarfarbe entsprechend gefärbt sein, dass die kunstvolle Frisur wie von allein hält und nichts auf eventuelle Hilfsmittel schließen lässt. Auffälligere Varianten der Befestigung eines Dutts werden zum Beispiel durch Haarspangen mit Perlenapplikationen oder verzierte Hilfsmittel gehalten. Zu Hochzeiten zum Beispiel werden gern weiße oder andersfarbige Perlen ins Haar gesteckt.
Der Dutt hat eine lange Geschichte vorzuweisen. Bereits zu Zeiten der Römischen Republik entstanden erste Abbildungen des Dutts. Damals trugen angesehene Frauen den Dutt. Auffällige Frisuren wurden nur von Prostituierten getragen. In der Kaiserzeit richtete man sich in Sachen Haarmode stets nach der Frisur der Kaiserin, so dass alle verschiedenen Tragevarianten in Mode waren. Man trug das Haar offen, als Zopf oder eben auch als Dutt.
Im Mittelalter durften nur Frauen, die nicht verheiratet waren, das Haar offen tragen. Verheiratete Frauen mussten das Haar zu einem Dutt frisieren. Meist musste dieser noch unter einer Haube verborgen werden. Daher stammt auch das Sprichwort "Unter die Haube bringen".
Heute wird der Dutt nicht nur als klassische Hochsteckfrisur zu verschiedenen festlichen Anlässen, wie Hochzeit, Kommunion, Konfirmation oder Bällen getragen, sondern auch aus praktischen Gründen. Im Bereich des Sports zum Beispiel können lange Haare schnell stören. Daher wird der Dutt heute beim Ballett, in der rhythmischen Sportgymnastik und beim Voltigieren gern getragen. Auch im Schwimmsport binden oder knoten die Sportlerinnen das lange Haar gern zu einer Art Dutt, bevor es unter der Badekappe verborgen wird.

Noch mehr dazu in unserer Bildergalerie:

Dutt-Frisur

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