Bye-bye, Mützenfrisur: 5 Experten-Tipps gegen plattes und statisches Haar
Draußen wird es kalt – ohne Mütze geht es im Herbst und Winter einfach nicht. Doch die Wärme hat ihren Preis, denn unsere Frisur leidet nicht selten darunter: Platter Ansatz, elektrische Längen, fehlendes Volumen. Was jetzt hift? Das verraten uns zwei Haar-Experten!
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Mützen sind bei Kälte ein Muss – doch unsere Haare leiden schnell darunter. Was hilft? Das verraten uns zwei Experten!
Wenn wir im Herbst und Winter draußen in der Kälte unterwegs sind, kommen wir häufig nicht drum herum, eine Mütze aufzusetzen. Ganz zum Schrecken unserer Frisur – denn die leidet schnell: Der Ansatz klebt platt am Kopf, während die Längen wie elektrisiert in alle Richtungen stehen. Dieses Problem kennt vermutlich jede von uns.
Die gute Nachricht: Wir haben mit zwei absoluten Profis gesprochen, die uns ihre praktischen und schnellen Lösungen gegen das typische Mützenhaar verraten haben!
Warum spielen unsere Haare unter der Mütze eigentlich verrückt?
Fliegende Haare entstehen durch Reibung beim Kämmen, beim Mützeaufziehen oder beim Pulli-Überstreifen. Die Haare geben dabei negativ geladene Elektronen an Kamm oder Textilien ab und laden sich positiv auf. Teile mit gleicher Ladung stoßen sich ab, und schon stehen die Haare unschön ab.
Aber nicht nur die statische Aufladung macht uns im Herbst zu schaffen – auch Volumenverlust und ein fettiger Ansatz entstehen unter der Kopfbedeckung fast wie von selbst. Unter dem dichten Stoff sammelt sich schnell Wärme, wodurch die Kopfhaut leicht ins Schwitzen gerät. Durch den anhaltenden Druck der Mütze wird das Haar nicht nur mechanisch plattgedrückt, sondern verbindet sich durch die fehlende Luftzirkulation auch schneller mit dem natürlichen Talg der Kopfhaut. Das Ergebnis: Die Haarstruktur kollabiert, der Ansatz wirkt strähnig und selbst frisch gestylte Frisuren verlieren im Handumdrehen ihre Fülle.
Kaum ist die Kopfbedeckung weg, fliegen die elektrisch geladenen Haare in alle Richtungen, während der Ansatz platt am Kopf klebt. Der ständige Wechsel zwischen kalt draußen und warm drinnen trocknet die Haarstruktur zusätzlich aus, was sie anfälliger für Frizz macht.
Platter Ansatz, statische Längen? 5 Experten-Tipps gegen typisches Mützenhaar
Wir haben die zwei Haar-Profis Dejan Garz und Tom Hannemann zu diesen nervigen Haarproblemen im Herbst und Winter befragt – und natürlich praktische SOS-Tipps bekommen, mit denen du statisches Haar und platte Ansätze sofort in den Griff bekommst.
1. Mützen mit Seiden-Inlay als Gamechanger
Gegen statische Aufladung: Mein wichtigster Tipp: Mützen mit Satin- oder Seidenfutter kaufen. Das ist ein echter Gamechanger, weil das Haar darin deutlich weniger reibt.
Dejan Garzfür Dejan Garz Haircare
2. Entgegengesetzter Scheitel gegen einen platten Ansatz
Nicht direkt mit noch mehr Produkt gegensteuern. Gerade feines Haar wird unter der Mütze sonst noch platter. Für mehr Volumen nach dem Absetzen der Mütze mit den Fingern am Ansatz leicht auflockern und die Haare kurz in die Gegenrichtung legen. Möglichst nicht ständig durch die Längen fahren, das erzeugt nur noch mehr Reibung.
Tom Hannemannfür NEQI x The Beautiful People
3. Trockenshampoo für mehr Volumen
Es lohnt es sich, Trockenshampoo dabeizuhaben: Mütze absetzen, Trockenshampoo ins Haar geben, die Haare wieder auflockern und kurz durchkämmen.
Dejan Garzfür Dejan Garz Haircare
4. SOS-Feuchtigkeit gegen statisches Haar
Bei statisch aufgeladenen Haaren hilft ein ganz einfacher Trick: Hände minimal mit Wasser anfeuchten und damit sanft an den Haaren entlangstreichen. Die Haare sollen nicht nass werden. Die Feuchtigkeit hilft dabei, die elektrische Ladung auszugleichen.
Tom Hannemannfür NEQI x The Beautiful People
5. Haaröl verhindert fliegende Längen
Auch Haaröl kann unter der Mütze helfen. Nicht direkt am Ansatz, aber in Längen und Spitzen minimiert es die Reibung unter der Mütze und beugt statischer Aufladung vor. Dafür nutze ich gerne mein eigenes Haaröl.
Dejan Garzfür Dejan Garz Haircare
Und wenn das alles nicht hilft, hilft stattdessen ein wenig Akzeptanz! Fast jeder von uns kennt diese saisonalen Probleme, die uns hin und wieder einfach mal den Tag schwer machen wollen. Doch, wie auch Profi Dejan Garz sagt: „Mein letzter Tipp: einfach damit leben. Im Winter tragen wir eben Mützen, und dass die Haare dabei etwas leiden, gehört eben dazu.” Im Zweifel für Natürlichkeit – das lieben wir!
Häufige Fragen
Welche Mütze ist am schonendsten für die Haare?
Am schonendsten für die Haare sind Mützen mit Satin- oder Seidenfutter. Durch das glatte Futter reibt das Haar darin deutlich weniger, wodurch sich auch statische Aufladung verringert.
Wie bekomme ich plattes Haar weg?
Gegen plattes Haar hilft es, den Ansatz nach dem Absetzen der Mütze mit den Fingern leicht aufzulockern und die Haare kurz in die Gegenrichtung zu legen. Trockenshampoo ist ebenfalls ein guter Trick für mehr Volumen: einfach ins Haar geben, die Haare wieder auflockern und kurz durchkämmen.
Was tun gegen statisches Haar?
Gegen statisches Haar helfen zwei einfache Tricks: Mützen mit Satin- oder Seidenfutter sorgen dafür, dass das Haar deutlich weniger reibt. Zusätzlich kannst du die Hände minimal mit Wasser anfeuchten und sanft an den Haaren entlangstreichen, ohne sie nass zu machen – die Feuchtigkeit gleicht die elektrische Ladung aus.
Wie entsteht statisches Haar im Winter?
Statisches Haar im Winter entsteht durch Reibung, zum Beispiel beim Kämmen, beim Mützeaufziehen oder beim Pulli-Überstreifen. Dabei geben die Haare negativ geladene Elektronen an Kamm oder Textilien ab und laden sich positiv auf, und weil sich gleich geladene Teile abstoßen, stehen die Haare unschön ab.