10 Mythen über Kopfhaut und Haare – Das ist von ihnen zu halten

10 Mythen über Kopfhaut und Haare – Das ist von ihnen zu halten

Während wir unseren Körper mit schönen Kleidern bedecken können, sind die Kopfhaut und die Haare meistens unbedeckt und damit immer offen einzusehen. Kein Wunder, dass sich so viele Menschen um ihre Haare Gedanken machen. Gerade für uns Frauen, aber immer häufiger auch für Männer, finden sich unzählige Pflegeprodukte auf dem Markt, die eine gesunde Kopfhaut und schöne Haare ermöglichen sollen. In Fachzeitschriften und im Netz ranken sich daneben auch unzählige Mythen und Gerüchte, wie genau Kopfhaut und Haare aus welchen Gründen zu behandeln sind. 10 der häufigsten dieser Mythen sind wir einmal genauer auf den Grund gegangen. Dabei wurde klar: An vielen Mythen ist nichts dran und oft verhält sich die Realität unserer Haare sogar ganz anders als häufig angenommen.

Haare
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Während wir unseren Körper mit schönen Kleidern bedecken können, sind die Kopfhaut und die Haare meistens unbedeckt und damit immer offen einzusehen. Kein Wunder, dass sich so viele Menschen um ihre Haare Gedanken machen. Gerade für uns Frauen, aber immer häufiger auch für Männer, finden sich unzählige Pflegeprodukte auf dem Markt, die eine gesunde Kopfhaut und schöne Haare ermöglichen sollen. In Fachzeitschriften und im Netz ranken sich daneben auch unzählige Mythen und Gerüchte, wie genau Kopfhaut und Haare aus welchen Gründen zu behandeln sind. 10 der häufigsten dieser Mythen sind wir einmal genauer auf den Grund gegangen. Dabei wurde klar: An vielen Mythen ist nichts dran und oft verhält sich die Realität unserer Haare sogar ganz anders als häufig angenommen. 

1. Spitzen schneiden beschleunigt das Haarwachstum

Vielleicht ist dir vor einiger Zeit auch einfach einmal der Sinn nach einer Kurzhaarfrisur gestanden. Du hast sie einige Monate und vielleicht sogar ein, zwei Jahre gerne getragen, dann plötzlich kam allerdings wieder die Sehnsucht nach langen Haaren. Nach den vielen Stylingmöglichkeiten, nach der Option, endlich mal wieder einen Pferdeschwanz, Zöpfe oder eine schöne Hochsteckfrisur zu besonderen Anlässen zu tragen. Mit kurzen Haaren ist das alles nur schwer möglich.

So schnell wie möglich sollen also wieder lange Haare her. Extensions und künstliche Haarverlängerungen kommen nicht infrage für dich, also heißt es: Geduld haben und den Haaren die Zeit geben, die sie brauchen. Doch dabei kann es sich durchaus um einige Jahre handeln, wenn du eine ganz spezielle Länge im Sinn hast. Plötzlich kommt dir vielleicht wieder dieser Trick in den Sinn, den du irgendwann einmal aufgeschnappt hast: Durch das regelmäßige Schneiden der Spitzen deiner Haare, sollen diese angeblich schneller wachsen. Du gehst also fortan häufiger zum Friseur deines Vertrauens und gibt’s mehr Geld aus als sonst. Was hast du davon? Schöne Haare sicherlich, schneller wachsen werden sie aber nicht.

Spitzen schneiden
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Bei Spliss hilft es, die Spitzen zu schneiden. Das Haarwachstum soll dadurch auch beschleunigt werden. Aber stimmt das?

 Denn das Schneiden der Spitzen hat überhaupt nichts mit dem Haarwachstum zu tun. Deine Haare sehen nach einem Besuch beim Friseur vielleicht etwas fülliger aus, was oft zu einer falschen Annahme führt. Denn wenn du die Haare lange nicht schneidest, fransen die Spitzen natürlich aus und werden dünn. Das ist aber auch alles.

Möchtest du dein Haarwachstum beschleunigen, kannst du aber an der Gesundheit deiner Kopfhaut arbeiten. Durch ein regelmäßiges, vorsichtiges Bürsten der Haare etwa wird die Durchblutung der Kopfhaut angeregt. Jene sichert die Funktionstüchtigkeit deiner Haarfollikel. Sind diese geöffnet und gesund, wachsen deiner Haare schneller und kräftiger nach. Auch eine Kopfhautmassage sowie das Benutzen von koffeinhaltigen Shampoos sorgen für eine bessere Blutzirkulation auf deinem Kopf und gelten somit offiziell als Mittel, das Haarwachstum ein wenig zu beschleunigen.

2. Spliss kann durch richtige Pflege bekämpft werden

Bei Haarspliss handelt es sich um „Beschädigungen“ an unseren Haaren. Da dein Haar mit der Zeit oft schwächer wird, kann es passieren, dass deine Haarspitzen splittern. Sie werden brüchig, verlieren an Glanz und es gibt weiße Punkte an den Haarspitzen. Auch spalten diese sich in der Mitte häufig, wenn von Spliss die Rede ist. 

Bei kurzen Haaren tritt Spliss seltener auf, da diese etwa weniger Reibung durch Bewegung – zum Beispiel auf deinen Schultern – ausgesetzt sind. Außerdem werden sie häufiger geschnitten, um die kurze Haarlänge zu halten. Längere Haare werden zusätzlich häufiger stark gebürstet, geglättet und sind mehr Umwelteinflüssen ausgesetzt. Das alles kann dein Haar schädigen.

Richtige Pflege allerdings – so ein weiterer Haarmythos – kann Spliss den Garaus machen. Ist da was dran?

Ein klares Nein! von unserer Seite. Denn Spliss bedeutet nun einmal, dass deine Haare beschädigt, bzw. an den Spitzen kaputt sind. Kaputte Haare lassen sich nicht reparieren. Stattdessen ist ein Friseurbesuch angesagt. Nur regelmäßiges Schneiden der Spitzen kann Spliss dauerhaft verhindern.

Allerdings kannst du Spliss durch die richtige Pflege etwas besser vorbeugen. Verwende Haarkuren, Haarspitzenfluide und Öle, die deinem Haar Feuchtigkeit spenden. Außerdem solltest du deine Kopfhaut gesund halten, um kräftiges Haarwachstum zu fördern und deine Haare nicht zu hartem Styling aussetzen.

Haarpflege Grafik
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3. Stress begünstigt graue Haare und Haarausfall 

Es gibt etliche Mythen, die sich um Haarausfall ranken – ein Thema, vor dem wir alle Angst haben. Kaum etwas, was die Haare betrifft, ist schlimmer als die Vorstellung, Haare zu verlieren oder gar an manchen Stellen völlig kahl zu werden. Auch grau werden wollen die wenigsten, werden graue oder gar weiße Haare doch mit dem Alter und dem Gegenteil von jugendlicher Frische assoziiert. 

Ein Mythos, den man immer wieder hört, lautet diese beiden Punkte betreffend: Stress und häufiges Ärgern begünstigt, dass wir graue Haare bekommen und dass unsere Haare sogar schneller ausfallen. Dieser Mythos ist immerhin zu Teilen zu bestätigen.

Grauere Haare wirst du durch viel Stress nicht bekommen. Denn die Haarfarbe ist genetisch bedingt. Wenn deine Haarwurzeln keine Farbpigmente mehr bilden, werden deine ersten grauen Haare beginnen, zu sprießen. Dagegen kannst du nichts tun – außer natürlich, die Haare zu färben. Ärgern darfst du dich über die grauen Haare aber. Sie werden davon nicht schneller wachsen.

Dass Stress allerdings zu Haarausfall führen kann, da ist tatsächlich etwas dran. Zwar kommt es auch hier am häufigsten zu hormonell-erblich bedingtem Haarausfall, doch auch Stress ist dafür bekannt, Haarausfall zu begünstigen – selbst, wenn die Ursachen noch nicht völlig geklärt sind. Die guten Nachrichten: Lässt der Stress nach, dürften deine Haare auch wieder wachsen.

4. Nur Männer betrifft erblich bedingter Haarausfall

Ein weiterer großer Mythos zum Thema Haarausfall, den wir an dieser Stelle einfach nicht auslassen konnten, betrifft die Geschlechter: Wir Frauen, so das Gerücht, können von genetisch bedingtem und damit irreversiblem Haarausfall nicht betroffen sein. Leider ist dieser Mythos zu entkräften.

Haarausfall
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Erblich bedingter Haarausfall kommt nur bei Männern vor – so jedenfalls der Mythos.

 Denn sogar die Hälfte aller Frauen nach der Menopause leidet unter diesem erblich bedingten Haarausfall. Er läuft allerdings immerhin meist anders und milder ab als bei Männern. So bekommen Männer häufig die typischen Geheimratsecken oder es kommt zu kreisrundem Haarausfall bei dem in stark betroffenen Fällen nur ein seitlicher Haarkranz bestehen bleibt. Frauen hingegen erleben meistens eher eine Lichtung der Haare im Scheitelbereich. Zu so etwas wie Geheimratsecken kommt es bei Frauen dagegen fast nie.

Übrigens ist moderater Haarausfall sogar ganz normal. Es klingt vielleicht heftig, doch dass du bis zu 100 Haare am Tag verlierst, ist die Regel. Das bedeutet sogar, dass deine Haare gesund sind und alles in Ordnung ist.

5. Schuppen kommen von trockener Kopfhaut 

Was unsere Kopfhaut betrifft lautet das größte vorstellbare Grauen: Schuppen. Weiße Flocken, die wie Schnee aus unseren Haaren rieseln oder gar in ihnen Hängen und unschön aussehen oder gar Ekel hervorrufen – das möchte niemand. Doch eigentlich sind Schuppen nichts, wofür du dich ekeln musst. Denn wie die Haut an deinem Körper, erneuert sich auch die Kopfhaut in einem bestimmten Zyklus. Man sagt, dass die Kopfhaut 28 Tage braucht, um einmal „ausgetauscht“ worden zu sein. Das bedeutet, dass nach knapp einem Monat tote Hornzellen gelöst und gegen neue Zellen ausgetauscht wurden.

Schuppen
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Niemand mag Schuppen. Aber kommen sie wirklich vorwiegend von zu trockener Kopfhaut?

 Von diesem natürlichen Abschuppungsprozess bekommst du in der Regel nichts mit. Ist der Abschuppungsprozess allerdings in irgendeiner Weise gestört, kommt es zu Kopfschuppen, die du sehen kannst und die deutlich größer und auffälliger sind. Anders als einer der bekanntesten Mythen rund um Schuppen, entstehen diese allerdings nicht (nur) durch trockene Kopfhaut. Schuppen können vielmehr sowohl auf trockener als auch auf fettiger Kopfhaut entstehen. Es ist sogar eher so, dass Menschen, die zu fettiger Kopfhaut neigen, häufiger unter Schuppen leiden. Auch hohe Luftfeuchtigkeit kann Schuppenbildung begünstigen. Denn Schuppen werden am häufigsten durch eine bestimmte Form von Hefebakterien verursacht. Diese Bakterien fühlen sich in einem feucht-öligen Umfeld am wohlsten.

Das heißt nicht, dass du deine Kopfhaut daher besser möglichst trocken halten solltest. Stattdessen können bei hartnäckigen Schuppen medizinische Shampoos helfen, die den natürlichen pH-Wert deiner Kopfhaut wieder herstellen. Nur mit einem solchen kannst du Schuppen dauerhaft vermeiden.

6. Zu häufiges Waschen macht die Kopfhaut fettig

Jetzt, wo du weißt, dass fettige Kopfhaut die Schuppenbildung begünstigt, fragst du dich vielleicht sofort, wie du eine solche fettige Kopfhaut vermeidest. Du suchst im Internet nach Tipps und fragst bei Freundinnen und Bekannten nach und schon stößt du mitunter auf den nächsten Mythos zur Kopfhaut: Zu häufiges waschen sorgt angeblich für eine eher fettige Kopfhaut. Aber stimmt das?

Hierfür müssen wir wieder etwas ausholen und uns die Haut am Kopf allgemein genauer anschauen. Sowohl in der Kopfhaut als auch in der Gesichtshaut befinden sich Talgdrüsen. Sie geben ein Sekret an die Oberfläche der Haut ab, damit diese gesund und geschmeidig bleibt. Sie sorgen für eine „natürliche Pflege“. In jungen Jahren und vor allem während der Pubertät produzieren die Talgdrüsen mehr Talg als gewöhnlich. Die Haut wird fettiger – das gilt auch für die Kopfhaut. Schuppen kommen daher unter Jugendlichen häufiger vor als im Alter. Außer, die Talgdrüsen sind aus irgendeinem Grund gestört.

Zu häufiges Haarewaschen kann durchaus zu einer solchen Störung führen und die Haut schneller nachfetten lassen. Denn viel Wasser und Shampoo an den Haaren stört die natürliche Hautbarriere und trocknet aus. Dann produzieren die Talgdrüsen mehr Talg, um diese Störung zu kompensieren und die Kopfhaut wird fettiger. Auch hier gilt: Das richtige, milde Shampoo verwenden und höchstens ein Mal am Tag bestenfalls zügig die Haare waschen!

7. Feste Zöpfe und Haargummis schaden dem Haar

Feste Zöpfe und grundsätzlich das Tragen von Haargummis in den Haaren sollen ebenfalls nicht gut sein für unsere Haare. Leider können wir diesen Mythos auch nicht widerlegen. Wenn du deine Haare gerne zusammenbindest und Zöpfe trägst, musst du damit rechnen, dass die Schäden an deinen Haaren nachhaltig deren natürliche Schönheit beeinträchtigen.

Haargummi
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Haargummis, die an alte Telefonkabel erinnern, sind immer die beste Wahl für Haare, da sie diese weniger beschädigen.

 Denn mit zu strengen und festen Zöpfen quälst du deine Haarwurzeln regelrecht. Die bereits erwähnten Haarfollikel können dadurch sogar absterben. Schlimmstenfalls wachsen dann an manchen Stellen Haare nur noch beschwerlich nach und die, die nachwachsen, sind weniger stark und gesund. 

Haargummis können zudem sogar an den eingesetzten Stellen die Haare enorm quetschen und dadurch Haarbruch fördern. Gerade auch Metallspangen und Haargummis ohne Überzug sind schädlich für die Haare. Besser sind die sogenannten Invisibobbles – die Haargummis, die an alte Telefonkabel erinnern. Sie haben weder Metall im Inneren, noch quetschen sie die Haare so stark wie gewöhnliche Haargummis – und halten sie dennoch am Platz.

8. Zitrone hilft gegen glanzloses Haar

Die diversesten Hausmittel sollen, Mythen rund die Haarpflege zufolge, den Haaren wieder neue Kraft, Frische und Glanz verleihen. Zumindest auf Zitronensaft trifft Letzteres tatsächlich zu. Stumpfes Haar kann tatsächlich mit Zitronensaft behandelt werden, um anschließend wieder glatter und schimmernder auszusehen. Doch wie funktioniert das?

Die Zitrone sorgt dafür, dass die Oberfläche deiner Haare geglättet werden. Fällt dann Licht auf die Haare, reflektieren diese besser und dein Haar sieht glänzender aus. Dabei spielen wohl vor allem die Antioxidantien der Zitrone eine entscheidende Rolle.

Allerdings ist bei der Behandlung deiner Haare mit Zitronensaft auch Vorsicht geboten! Denn durch den Zitronensaft kommt es im Grunde zu einem nicht wirklich kontrollierten und kontrollierbaren chemischen Prozess, der oft nicht genau zu dem Effekt führt, den du dir vielleicht erhofft hast. Denn Zitronensaft hat auch bleichende Wirkung. Nicht nur die Haare, sondern sogar die Haut kann, wenn sie mit Zitrone eingerieben oder einmassiert wurde, bei Kontakt mit der Sonne dann gebleicht werden. 

Eine gute und nicht bleichende Alternative zum Zitronensaft stellt jedoch Apfelessig dar. Er gilt als wahres Wundermittel für die Gesundheit. Apfelessig riecht vielleicht nicht ganz so lecker wie Zitronensaft, er kann glanzloses Haar allerdings ohne jegliche unerwünschte Nebenwirkungen bekämpfen. Hierbei kommen die einzelnen Schuppenschichten ins Spiel, welche die äußere Schicht deiner Haare ausmachen. Du kannst sie dir vom Aufbau her ein wenig vorstellen wie die verschiedenen übereinanderliegenden Schichten bei Tannenzapfen. Wenn deine Haare spröde sind, stehen diese Schuppen von der Hautoberfläche ab und deine Haare sehen matt und glanzlos aus. Reibst du sie regelmäßig mit Apfelessig ein, ziehen sich die Schuppen zusammen und legen sich wieder enger aneinander und an deine Kopfhaut an. Dadurch sehen deine Haare wieder glänzender und frischer aus.

9. Lufttrocknen ist gesünder als Föhnen

Vor allem im Sommer, wenn es wieder so warm ist, dass alles Nasse innerhalb weniger Minuten oder zumindest Stunden von alleine trocknet, liegt die Vermutung nah, dass Lufttrocknen die bessere Alternative zum Föhnen der Haare ist. 

Föhnen
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Statt Lufttrocknen einfach den Föhn nehmen? Dem Mythos zufolge keine gute Wahl. Doch was steckt dahinter?

 Schließlich ist das Lufttrocknen die „natürlichere“ Variante – gab es doch nicht immer schon Föhne. Außerdem kursiert dieser Gedanke schon seit Längerem als Mythos: Wenn möglich, dann immer die Haare Lufttrocknen lassen. Doch ist das wirklich so sinnvoll?

Offensichtlich nicht. Man hat inzwischen nämlich herausgefunden, dass das Lufttrocknen der Haare zu Spliss führen kann. Darauf haben wir schon einmal in einem gesonderten Artikel aus dem Jahr 2018 hingewiesen, indem sich auch Tipps dazu finden, wie sich die Haare mittels der „richtigen Technik“ optimal föhnen lassen, um Schäden an den Haaren zu minimieren oder ganz zu vermeiden. Der Grund dafür, dass Lufttrocknen nicht zu empfehlen ist, ist folgender: Sind deine Haare feucht, quillen sie leicht auf.  Dadurch üben sie Druck auf die im vorherigen Punkt erwähnte Schuppenschicht aus. Das führt dazu, dass deine Haare anfälliger dafür werden, zu brechen und dass sie an Kraft einbüßen. Sorgsames und vorsichtiges Föhnen ist also tatsächlich die bessere Idee.

10. 100 Bürstenstriche am Tag sorgen für Glanz

Abschließend wollen wir noch mit einem der wohl ältesten Mythen über Haare und die Kopfhaut aufräumen, die überhaupt kursieren. Schon deine Großmutter kannte diese vermeintliche „Regel“ bezüglich guter Haarpflege sicherlich: 100 Bürstenstriche am Tag, so heißt es, sorgen für einen tollen, natürlichen Glanz der Haare. Das stimmt aber leider nur teilweise. Tatsächlich ist zu häufiges, starkes Bürsten eher schädlich für deine Haare.

Kämmen
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100 Bürstenstriche am Tag sorgen für Glanz – Eine unnötige oder wichtige Haarpflegeregel?

 Wie ebenfalls bereits erwähnt, kann regelmäßiges, vorsichtiges Bürsten deine Kopfhaut besser durchbluten. Fettmoleküle werden dabei außerdem vom Haaransatz bis in die Längen deiner Haare verteilt, sodass deine Haare glänzender aussehen. Schon wenige Bürstenstriche jedoch erzeugen diesen Effekt. Einhundert Bürstenstriche am Tag dagegen sind deutlich zu viel.

Bürstest du so viel und vor allem auch noch sehr stark, kann es passieren, dass deine Kopfhaut zu viel Talg produziert und dein Haar überfettet. Zudem führt ein Zuviel an Reibung manchmal zu Haarbruch – vor allem dann, wenn du nasse und damit aufgequollene und doppelt empfindliche Haare bürstest. Achte also immer darauf, nur trockene Haare, langsam und mit gezielten und wenigen Bürstenstrichen zu bürsten.

Deine Großmutter hingegen hat mit der inzwischen überholten Pflegeregel allerdings zu ihrer Zeit mitunter noch mehr richtig gemacht als falsch. Denn früher wurden die Haare oftmals noch viel seltener gewaschen als heute. Ordentliches Bürsten sorgte dann dafür, dass etwa Parasiten, Staub und Schmutz aus den Haaren entfernt wurden und sich das Fett in den Haaren gut verteilte. Bei heutiger herkömmlicher Haarpflege und dem Einsatz guter Shampoos sind solche Maßnahmen einfach nicht mehr nötig und, wie gesagt, sogar eher kontraproduktiv.

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