Zeig mir dein Lieblingsaccessoire und ich sag dir, wer du bist

Zeig mir dein Lieblingsaccessoire und ich sag dir, wer du bist

Sie sind manchmal ein wertvolles Geschenk, manchmal ein Zufallsfund oder auch eine schöne Erinnerung an den Urlaub. Vor allem aber sind sie in der Lage, ein mittelmäßiges Outfit zum Top-Styling zu adeln: Was wären wir nur ohne unsere stilvollen Accessoires? Ähnlich wie jeder seinen ganz eigenen modischen Stil trägt, hat jeder auch bei den Accessoires individuelle Vorlieben. Sie sind in konzentrierter Form ein Spiegel unserer Selbst. Wir zeigen dir, was dein Lieblingsaccessoire über dich aussagt.

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Schmuck in allen seinen Ausprägungen

Vom Faible für alles was Glitzert, über das geerbte Goldgeschmeide von Omi bis hin zu trendigem Modeschmuck können wir uns in vielen Variationen ausstaffieren und kehren damit auch ein Stück unserer Persönlichkeit nach außen.

All eyes on the ears: Ohrringe

Ohrringe haben sich in unserer westlichen Kultur erst spät etabliert. Die Art, wie sie gestaltet sind, unterliegt wie die Mode auch, sich ständig verändernden Trends. Wer hier gerne kleine, zurückhaltende Stecker trägt, setzt auch sonst oft auf schlichtes Understatement – etwa bei seiner übrigen Garderobe. Kleine Ringe oder Stecker weiter oben am Ohr oder durch den Tragusknorpel sind seltener und zeugen von einem dezenten Hang zur Exzentrik.

Große Kreolen oder die derzeit so angesagten Statement-Ohrringe verlangen ein selbstbewusstes Auftreten, denn damit zieht man schnell alle Blicke auf sich und kann sich bewundern lassen. Wer den Ohrschmuck gekonnt in Szene zu setzen weiß, beweist damit zudem auch einiges an Stilgefühl. Die großen Klunker wirken nämlich nur, wenn sie passend zum Outfit kombiniert wurden.

Schmuck fürs Dekolleté: Halsketten und Colliers

Auch am Halsschmuck lässt sich einiges über den jeweiligen Träger herausfinden. Ketten mit einem Freundschaftsanhänger, Herzen oder anderen Amuletten als Anhänger werden oft als Glücksbringer getragen. Manche zeigen damit die Verbundenheit mit einer ganz bestimmten Person. Ehrlichkeit und Treue liegen ihnen dabei häufig besonders am Herzen.

Wer gerne auffällig lange, voluminöse oder bunte Ketten trägt, zählt entweder zu den Modemutigen oder möchte sich vielleicht etwas hinter dem Bling-Bling verstecken. Denn ein großes Gehänge kann einerseits ein echtes Mode-Statement darstellen, andererseits kann man die schweren Ketten auch wie ein Schutzschild vor sich hertragen und sich in kritischen Situationen daran „festhalten“.

Der sogenannte Choker, der in den 90er Jahren als schlichtes Satinband oder elastische „Tattoo‑Kette“ zu den Must-Haves zählte, erlebt spätestens seit dem Erfolg von Fifty Shades of Grey ein erneutes Revival. Der enganliegende Halsschmuck hat nicht zuletzt durch diese Assoziation ein leicht verruchtes Image.

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Schmuck oder Gadget: Uhren fürs Handgelenk

Uhren haben sich im Laufe der Zeit vom funktionalen Zeitanzeiger zum modischen Accessoire entwickelt. Vor allem, seitdem sie sich ganz praktisch am Handgelenk tragen lassen, haben sie viele Anhänger gefunden. Kein anderes, ursprünglich rein technisches Gerät, hat den Einzug in die Modewelt gefunden und sich als Gegenstand zwischen Statussymbol und Trendaccessoire etabliert. Selbst in unserer digitalen Zeit, in dem jeder stets seinen ganzen Terminkalender auf dem Smartphone bei sich trägt, hat die Armbanduhr als besonderes modisches Detail zum Abrunden des Looks nicht an Bedeutung verloren.

Passend zum jeweiligen Style findet jeder dabei ein schickes Exemplar. Denn im Laufe der Zeit hat sich auch eine enorme Typenvielfalt entwickelt. Für manche steht der formale Aspekt mit passenden Farben, Materialien oder glitzernden Details mehr im Vordergrund und sie sehen die Uhr als edles Schmuckstück. Sie schätzen dabei oft die gelungene Verbindung der traditionellen Werte, welche die Uhr widerspiegelt, mit trendigen oder edlen Details und Verzierungen.

Einige hingegen sehen die Uhr gerade auch als sinnvolles Gadget und setzen auf Funktionalität und ein zurückhaltendes Design. Mit einem ganz klaren Bekenntnis zu Tradition und Handwerk tragen sie das Accessoire als klares Statement. Sie erfreuen sich an den technischen Details und Finessen. Wer sich zudem gezielt ein Modell mit integrierter Stoppuhr oder anderen praktischen Funktionen aussucht, steht meist mit beiden Beinen aktiv im Leben und nutzt seinen „Schmuck“ beispielsweise bei sportlichen Aktivitäten.

Manche sind heute sogar noch mit einer noblen Taschenuhr unterwegs. Manchmal ist dies ein liebgewonnenes Familienerbstück, manchmal ein bewusst erworbenes besonderes Exemplar. Solche Menschen sind durchaus nostalgisch angehaucht und erfreuen sich an den guten alten Dingen.

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Ein Klassiker: Der Fingerring

Ohne hübschen Ring am Finger gehen die wenigsten Fashionistas aus dem Haus. Auch abseits des traditionellen Eherings erfreut sich dieses Schmuckstück großer Beliebtheit. Nicht zuletzt, weil es gleichzeitig so einfach zu tragen ist und dabei eine riesige Gestaltungsvielfalt bietet.

Schlichte Ringe in dezentem Design aber aus hochwertigen Materialien lassen sich auch einfach gut zu den verschiedensten Outfits kombinieren. Wer einen „Lieblingsring“ hat und diesen quasi niemals abnimmt, ist oft ein pragmatischer Typ. Der Schmuck darf dann im Alltag nicht stören, soll aber dennoch für den gewissen Glamourfaktor sorgen.

Großformatige Ringe mit schweren Steinen und anderen Verzierungen werden gerne von starken Persönlichkeiten getragen.

Praktisch UND schön: Haarschmuck

Schleifen, Spangen, Klammern oder die Scrunchies, die zuletzt wieder total gehypt wurden – Haarschmuck gibt es ebenfalls in etlichen Variationen. Dennoch ist es etwas aus der Mode gekommen, seine Frisur mit auffälligem Haarschmuck zu dekorieren.

Niedliche Spangen oder Klammern und verspielte Haarreife erinnern schnell an die eigene Mädchenzeit. Wer sich gezielt so styled, ist ein hemmungslos romantischer Typ mit Hang zur Nostalgie. Schlichter Haarschmuck mit edlen Perlen wirkt elegant und besonders. Die Trägerinnen haben sich definitiv sehr viele Gedanken um ihr Outfit gemacht.

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Die Welt der Taschen

Was die Taschen betrifft, entwickelt jeder im Laufe seines Lebens ganz eigene Vorlieben. Zwar ist es mit diesem Accessoire ähnlich wie mit den Schuhen - wir können eigentlich gar nicht genug davon besitzen. Müssten wir dennoch wählen, hätte sicherlich jeder ein ganz bestimmtes Lieblingsmodell.

Mehr als ein Trend: Die Hip-Bag

Die praktischen Fanny Packs haben sich vom typischen Touri-Accessoire zum Trend-Piece gemausert und internationale Laufstege erobert. Abseits der Tatsache, dass das funktionale Multitalent in einigen Kreisen derzeit zum Must-Have eines stilsicheren Auftritts gilt, legen die Fans dieser Taschenform ganz einfach Wert auf maximale Bewegungsfreiheit.

Dank der schicken Aufmachung und den oft edlen Materialien oder angesagten Logo-Prints sind sie damit zudem stilsicher unterwegs. Jemand, der nur selten ohne ein passendes Exemplar anzutreffen ist, wählt die Tasche bisweilen bewusst und ist auf spontane Planänderungen damit immer vorbereitet. Es geht direkt nach der Arbeit auf eine Party oder einen Club? Das Wichtigste ist in der schicken Hüfttasche stets dabei.

Wem für das Trend-Accessoire in Form der gehypten Gucci-Gürteltasche übrigens das Kleingeld fehlt, könnte alternativ selbst aktiv werden und sich ein Modell ganz nach seinem Geschmack einfach selbst schneidern.

Groß und praktisch: Shopper und Shoulderbag

Weniger flexibel, weil einfach größer, sind die voluminösen Shopper. Dennoch sind sie ebenfalls für viele eine wahre Allzweckwaffe und haben nicht zu Unrecht deshalb auch den Namen „Carry‑All“. Das meist schlichte Raumwunder ist mit längeren Henkeln meist auch über der Schulter tragbar und inzwischen nicht nur bei Frauen beliebt. Auch Männer haben die praktischen Shopper als unverzichtbares Basic für sich entdeckt.

Beide eint der Wunsch, möglichst in jeder Situation auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein – oft sind es echte Freunde zum Pferdestehlen. Vorausschauend ist deshalb der halbe Hausstand immer griffbereit. Zumindest, wenn sich das gewünschte Utensil in den Tiefen der Tasche auch schnell finden lässt. Ein gewisser Hang zum Chaos kann den typischen Shopper-Trägern also häufig auch nachgesagt werden.

Klein und stylisch: Die Umhängetasche

Bei den kleineren, aber nicht weniger praktischen Umhängetaschen muss man sich allerdings gezwungenermaßen etwas einschränken. Der Stauraum ist dann einfach begrenzt. Dafür bietet der lange Trageriemen die maximale Freiheit beim Styling – die Tasche kann einseitig über der Schulter oder auch über Kreuz getragen werden.

Ein gewisses Understatement beweist, wer am liebsten eine Crossbody-Bag in schlichten Farben und dafür aus edlen Materialien trägt. Den Fans einer solchen Tasche ist hohe Qualität wichtig und sie stehen oft mit beiden Beinen mitten im Leben.

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Nur für Hipster? – Der Jutebeutel

Der Jutebeutel galt lange als typisches Erkennungsmerkmal überzeugter Ökos. Alternativ waren Exemplare mit gut sichtbarem Werbeaufdruck eines oft lokalen Unternehmens einfach eine praktische Einkaufshilfe und spielten in der Modewelt sonst keine nennenswerte Rolle.

Wir sind uns gar nicht so sicher, wann sich dies genau geändert hat, aber mittlerweile hängen die simplen Stofftaschen an so gut wie jedem gutsortierten Garderobenständer – irgendwo zwischen schlichtem Leder-Shopper und trendiger Bast-Tasche. Der Grund: Sie lassen sich unkompliziert mit einem lässigen Statement-Spruch oder witzigen Print bedrucken und bieten so unglaublich viel Gestaltungspotential – etwa auch um selbst kreativ zu werden.

Wer mit einer der leichten Beutel unterwegs ist, kann sich in der Regel sicher sein, dem selben Exemplar auf der Straße nicht ein zweites Mal zu begegnen. Damit ist die praktische Tasche die perfekte Möglichkeit, sich als modebegeistertes Individuum zu präsentieren.

Und genau das möchten die Jutebeutel-Freunde gerne: Sich etwas von der Masse abheben, aber dezent und auf stilvolle Weise. Freche Sprüche beweisen Humor und die fast schon banale Tasche zeigt, dass man trotz aller Modeaffinität im Alltag zuhause ist.

Für Aktive und Rastlose: Der Rucksack

Rucksäcke werden schon lange nicht mehr nur für Outdoor-Aktivitäten in der Natur eingesetzt. Auch sie sind ein ganz alltägliches Accessoire und haben etwa auch für ältere Kinder den früher üblichen Lederranzen ersetzt.

Auch Erwachsene wissen die Vorzüge der praktischen Schultertaschen zu schätzen. Anders als Taschen mit nur einem Trageriemen punkten sie mit einer weitaus besseren Ergonomität. Wer einen Rucksack zur Lieblingstasche auserkoren hat, ist deshalb meist praktisch veranlagt und führt ein aktives Leben, in dem aber auch alles am richtigen Platz sein sollte.

Bild entfernt. Denn im Gegensatz zu den ebenfalls geräumigen Shoppern haben moderne Rucksäcke eine ausgeklügelte Vielfalt an Unterteilungen und zusätzlichen Fächern, in denen sich die Habseligkeiten übersichtlich organisieren und verstauen lassen.

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Mode für die Hüfte: Der Gürtel

Kaum ein Accessoire ist so unterschätzt wie der Gürtel. Kein Wunder, denn manchmal versteckt er sich etwa unter Stofffalten oder Pulloversäumen. Dennoch lässt sich damit ein Outfit komplett verändern – sei es beim Raffen voluminöser Longblusen oder luftig geschnittener Kleider, oder auch um zwischen schlichteren Teilen ein Highlight zu setzen.

Wer gerne einen echten Ledergürtel trägt, schätzt die Natürlichkeit und Langlebigkeit des strapazierfähigen Materials. Schlichte Modelle lassen sich zu vielen Outfits kombinieren. Statt ständig neuen Modetrends hinterherzurennen, setzen Fans der Ledergürtel auf klassischen Schick. Extravaganz beweisen sie – wenn überhaupt – mit einer individuellen oder größer dimensionierten Schnalle.

Werden hingegen eher bunte, knallige Gürtel mit auffälligen Verzierungen bevorzugt, stecken dahinter oft experimentierfreudige Menschen, die Spaß daran haben, (modisch) etwas Außergewöhnliches zu wagen.

Hüte, Mützen und Co.

Bad hair days kennt wohl jeder von uns. Aber nicht nur dann können wir unser Haar unter einer praktischen Kopfbedeckung verstecken. Vielmehr sind auch Mützen und Hüte ein beliebtes Accessoire, um den persönlichen Look perfekt abzurunden.

Retro oder trendy: Das Haarband

Je nachdem, wie die Frisur dazu getragen wird, wirkt ein Haarband so richtig schön Retro oder verleiht dem Outfit einen gewissen Ethno-Flair. Zusammen mit einem Bob oder anderen mittellangen Haarschnitt erinnert das Band einfach an die Fifties und Sixties, als das Accessoire zu den echten Must-Haves zählte.

Erst später kamen – oft aus anderen Kulturen – weitere Techniken zum Binden der Tücher hinzu und fanden auch hier viel Anklang. Die außergewöhnlichen Styles sieht man auch heute auf der Straße und sie zeugen von Offenheit für Neues und der Freude daran, sich von anderen Stilen inspirieren zu lassen.

Wer heute Haarband trägt, vereint gerne das Praktische mit dem Schönen. Das Tuch hält zuverlässig die Haare aus dem Gesicht und ist immer ein stilvoller Hingucker als i-Tüpfelchen zur restlichen Garderobe.

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Lässig nicht nur im Winter: Beanies und Wollmützen

Es gibt fast nichts Praktischeres als die fluffig-flauschigen Wollmützen, mit denen sich einfach jeder Style mit der gewissen Prise Lässigkeit würzen lässt. Wer auch abseits kühler Wintertage selten ohne eine der schlabbrig-schmeichelnden Kopfbedeckungen anzutreffen ist, wartet entweder schon viel zu lange auf den längst überfälligen Friseurtermin oder möchte schlichtweg genau das: lässig aussehen.

Fans des simplen Styling‑Wunders lassen gerne einmal Fünfe grade sein und verbringen lieber Zeit mit ihren Freunden als übermäßig viel Stunden vor dem Spiegel für komplizierte Flechtfrisuren aufzubringen. Zu besonderen Anlässen kommt statt der unifarbenen Allround-Mütze dann eben das edlere Modell mit Pailletten zum Einsatz.

Mehr als Hip-Hop-Style: Die Baseball-Cap

Die Baseball-Cap mit dem festen Schild und hoher Front – meist mit bunten Stickereien oder großen Logo-Prints – verbinden viele mit dem typischen Street-Style der Hip-Hop-Kultur. Spezielle Modelle für Frauen sind meist etwas kleiner geschnitten. Die Kappen stehen untrennbar für einen sehr lässigen, sportlichen und vor allem jugendlichen Look. In Kombination zu einem eleganteren Outfit stellen sie eher einen krassen Stilbruch dar.

Wer bewusst eine Base-Cap trägt, bezeichnet sich meist ganz offiziell als Fan der Hip-Hop-Szene und bekennt sich dazu ganz selbstbewusst auch öffentlich. Die Lässigkeit ist bei ihnen eine Lebenseinstellung. Wenn andere mit dem Kleidungsstil nicht klarkommen, ist das deren Problem.

Immer noch außergewöhnlich: Der Hut

Scrollen wir durch die unzähligen Accounts der angesagten Fashion-Influencerinnen auf Instagram, könnten wir meinen, dass Hüte, vor allem in Form eines schlichten Boho-Modells als weltweit angesagtes Accessoire gelten. Die Realität sieht jedoch – zumindest beim Blich in deutsche Durchschnitts-Fußgängerzonen ganz anders aus. Denn im Alltag sind Hüte – gerade bei Frauen – eher selten zu sehen.

Umso mehr zeugt es von einem mutigen und selbstbewussten Charakter, wer dennoch zu diesem unglaublich schicken Accessoire greift. Zugegeben, nicht jeder hat ein „Hut-Gesicht“, doch wem die Kopfbedeckung steht, der beweist damit echtes Stilbewusstsein.

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Nicht ohne meinen Schal

Ganz anders sieht es beim Schal aus. Hier wird sich wiederum kaum jemand finden, der nicht ein oder mehrere Exemplare davon in seinem Schrank aufbewahrt. Und hieraus werden sie oft nicht nur im Winter hervorgeholt, auch in der Übergangszeit und selbst im Sommer gehören Schals und Tücher zu den beliebtesten Accessoires.

Luftig und zart: Leichte Tücher

Erst vor kurzem sind die noblen Foulards mit großformatigen Drucken aus edler Seide oder fließendem Satin wieder zum absoluten Trendpiece gekürt worden. Plötzlich waren die etwas angestaubten Hermès-Carrés – sonst eher bei älteren, elegant gekleideten Damen zu finden – auch bei den Street-Styles in angesagten Metropolen zu finden.

Wer schon immer von der klassischen Eleganz und dem legèren Flair überzeugt war, kann als wahrer Trendsetter bezeichnet werden. Solche Menschen lassen sich nicht leicht beeinflussen. Sie bilden sich ihre Meinung selbst und wenn sie sich einmal festgelegt haben, braucht man schon sehr schlagkräftige Argumente, um sich nochmal umzustimmen.

Tatsächlich gibt es neben der klassischen Variante noch zahlreiche weitere Formen und Designs, was solche Tücher ja eben so beliebt macht. Wird am liebsten ein Exemplar farblich passend zum Outfit kombiniert, zeugt dies von dezenter Zurückhaltung. Dann will man mit dem Accessoire weniger auffallen, als für einen stimmig abgerundeten Look sorgen.

Statement oder Schutz? – Der XXL-Scarf

Es ist ebenfalls noch nicht so lange her, da schienen sich die Fashion-Victims nur so übertrumpfen zu wollen – mit immer größeren und voluminöseren Schals, die teils abenteuerlich um Hals und Körper gewickelt waren. Beinahe schien es, als sollte das übrige Outfit dahinter versteckt werden. Fakt ist jedenfalls: Eigentlich ist der Trend der übergroßen Schals auch schon wieder vorbei. Beinahe schade, denn eigentlich haben die gemütlichen Accessoires so viele Vorteile. Vor allem halten sie uns Zugluft oder auch die nächste Erkältung vom Hals.

Nicht jeder hat es allerdings direkt übertrieben und viele bewiesen auch mit größeren Schals, dass sich damit ein lässiger Look stylen lässt. Während manche vielleicht tatsächlich nur modemutig auf den Trendzug aufgesprungen sind, tragen andere einen voluminösen Schal vielmehr als kleine Barriere um sich herum. Bei schüchternen Menschen kann der bequeme Halsschmuck durchaus für ein sicheres Gefühl sorgen und zur Not kann man sich etwas hinter die Stofffalten ducken.

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Noch ein Klassiker: Das Nickituch

Statt der Riesen-Schals feiert nun eben ein weiterer Klassiker sein Revival: Das Nickituch ist als universelles Trendaccessoire zurück. Fashionistas jubeln auf und fragen sich, warum sie das praktische Teil nicht schon früher entdeckt haben.

Wer sich damit schmückt, feiert das Normalsein. Die bunten Tücher mit den typisch verspielten, meist weißen Mustern können praktisch zu allem kombiniert werden: Um den Hals gebunden, als lässiges Detail ums Handgelenk, als Zierde für die Handtasche oder Halstuch für den Hund. Zur Not lässt es sich zum Lätzchen für den Nachwuchs umfunktionieren oder als kleines Tischtuch unterwegs fürs Picknick einsetzen.

Es ist vielleicht das demokratischste und gleichzeitig politischste aller Accessoires. Denn was viele vielleicht nicht wissen: Das Nickituch ist seit langem schon ein Markenzeichen der LGBT-Szene. Je nachdem, wie es getragen wird, können Insider bestimmte Vorlieben der Träger ablesen.

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