Spa-Guide: Woran erkenne ich ein gutes Spa?

Alles, was Sie vor einem Spa-Besuch wissen sollten! Muss ich danach Trinkgeld geben? Wollte ich wirklich eine Ölmassage? Hat da gerade mein Handy geklingelt? Jolie.de hat die Antworten!

© Getty Images/Thinkstock Relaxen mal anders: Spas haben Hochkonjunktur (Bild: Getty Images)

Was bedeutet SPA eigentlich?
Der allgemein bekannte Begriff leitet sich aus dem Wort „Sana per Aquam“ (lat. = gesund durch Wasser) ab. Damit gemeint sind Wasseranwendungen, die in Zusammenhang mit Wellness-Behandlungen und Kuren angeboten werden (z.B. Thalasso-Therapien).
1.Was muss ich vor dem Besuch im Spa beachten?
„Die internationale Spa-Couture besteht aus einem Hauch frisch geduscht.“ So charmant formuliert es Saskia Al Zakka, Leiterin des „Douglas Day Spa“ in Köln. Im Klartext heißt das: Eine Dusche vor dem Treatment ist Pflicht! Und: Niemand möchte sich gerne im Naturpelz präsentieren. Aber greifen Sie lieber ein paar Tage zuvor zu Rasierer & Co., denn: „Plant man Körperbehandlungen wie z.B. Peelings, dann sollte die Haut kurz vorher nicht rasiert oder epiliert werden“, rät Claudia Schmidt, Schulungsleiterin der Aveda Spas.

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2. Was sollte ich mitbringen?
Außer Ihrer Geldbörse eigentlich nichts. Ihre „Wohlfühluniform“ – bestehend aus Bademantel, Schlappen und flauschigen Handtüchern – bekommen Sie gestellt: „In einem guten Spa gleich am Empfang“, weiß Claudia Schmidt. Ach, und Sie sollten den „Willen zum Chillen“ aktivieren, das bedeutet: Entspannen lautet jetzt die Devise, und deshalb wird das Handy zum Schweigen verdonnert.
3. Darf man vor oder während der Behandlung etwas essen?
Michael Senge, Spa-Manager des Nivea-Hauses in Hamburg, rät: „Mit einem Spa-Besuch möchte man sich und seinen Körper verwöhnen. Deshalb sollte man den Organismus nicht mit schwerer Kost belasten. Ein voller Magen auf der Massageliege könnte sogar zu leichtem Unwohlsein führen.“ Idealerweise essen Sie zwei Stunden vor der Behandlung etwas Leichtes. Auf den Schweinebraten wie auch auf alle anderen schweren Speisen sollten Sie vor dem Spa-Besuch lieber verzichten. Doch Vorsicht: Wer mit völlig leerem Magen kommt, riskiert Kreislaufbeschwerden. Obst darf übrigens mit in den Spa, die Butterstulle hat dagegen Hausverbot.
4. Muss ich mich komplett ausziehen?
Das kommt auf die Behandlung an. Und: „Wer sich nackt unwohl fühlt, muss sich natürlich nicht komplett entkleiden“, so Claudia Schmidt von Aveda. Normalerweise tragen Sie bei Ganzkörperbehandlungen nichts außer einem Einmalpapierslip, den man Ihnen gibt. Mit diesem Gedanken können Sie sich nicht anfreunden? Dann testen Sie doch mal eine Thai-Massage: Hier bekommen Sie dünne Baumwollkleidung gestellt, die bei der asiatischen Behandlungsmethode mit Streich-, Druck und Dehnungsbewegungen nicht stört. Wenn Sie ein Facial gebucht haben, streifen Sie einfach die Träger des BHs von den Schultern, da sie sonst der Kosmetikerin bei der Behandlung im Weg sind.
5. Werde ich im Spa auch an eher intimen Stellen berührt?
„Nein. Es werden sämtliche Körperteile behandelt, jedoch immer sehr diskret“, versichert Christine Berliner, Leiterin Marketing & Verkauf Institute von Clarins. Eine gute Masseurin oder Kosmetikerin fragt Sie im Vorfeld, welche Berührungen Ihnen recht sind. Wer nicht empfindlich ist, gönnt z. B auch seiner Brust eine Ölmassage. Das zarte Resultat fühlt sich toll an! Und: Die Mitarbeiter eines Spas beherrschen die hohe Kunst des „Draping“, des Abdeckens mit weichen Handtüchern.

6. Kann es auch mal wehtun?
Normalerweise sollten Sie vor Vergnügen und nicht aus Schmerz Laute von sich geben. Lediglich beim Augenbrauenzupfen, während des Entfernens von Mitessern oder bei der Thai-Massage darf es auch mal ein bisschen „härter“ zugehen oder ziepen. „Es kommt letztendlich auch immer auf das eigene Empfinden an“, weiß Claudia Schmidt von Aveda. Das gilt übrigens auch für Wärmewallungen oder Fröstelattacken: „Die Spa-Mitarbeiterin sollte von selbst feststellen, ob der Kunde friert oder schwitzt. Ansonsten immer Bescheid sagen, denn beides ist weder gut für die Entspannung noch für den Genuss eines Treatments“, findet Saskia Al Zakka.

7. Ist ein Gespräch mit der Masseurin Pflicht?
„Nein, ganz im Gegenteil. Das Ziel ist es, Sie in eine andere Welt zu entführen und totale Entspannung erlangen zu lassen“, betont Christine Berliner. Schließlich haben Sie Ihr Treatment ja nicht gebucht, um über die politische Weltlage zu diskutieren oder tiefer in die komplexen Familienverhältnisse der Kosmetikerin einzusteigen. Also: Augen schließen, sämtliche Relaxknöpfe drücken und sich einfach fallen lassen! Ihr genüssliches Stillschweigen wird man schnell zu verstehen wissen …

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8. Gibt es eine ideale Reihenfolge der Behandlungen?
„Wenn man mehrere Treatments gebucht hat, empfiehlt sich ein Bad für den Einstieg. Ein anschließendes Peeling bereitet die Haut ideal auf Massage-Öle vor“, so Michael Senge vom Nivea-Haus in Hamburg. Wenn sich Hautschüppchen verabschiedet und die Poren geöffnet haben, folgt der krönende Abschluss des Programms: das Facial. Denn Sie möchten Ihren frisch gereinigten Teint ja nicht in das doughnutförmige Loch der Massagebank pressen, oder?

9. Darf ich meine Lieblingsmusik mitbringen?
„Clarins hat eine eigene Musik entwickelt, die den Behandlungen angepasst wurde. Musikwünsche sind jedoch nicht ausgeschlossen“, sagt Christine Berliner. Wer also nur zu den Klängen von Eros Ramazzotti die totale Tiefenentspannung findet, sollte ruhig fragen, ob man die CD für ihn einlegen kann. Viele Spas machen das gerne für Sie. Ansonsten lauscht man sanftem Chill-out-Sound, den ein guter Spa immer im Player hat.

10. Muss ich Trinkgeld geben?
Gegenfrage: Waren Sie zufrieden? Ja? Dann ist Geiz absolut nicht geil. Saskia Al Zakka: „Das Trinkgeld wird der Behandlungsdauer angepasst und kann von ca. 3 € bei einem normalen Treatment bis zu 10 € für einen Wellnesstag gehen.“ Kleiner Tipp: Das Geld besser direkt nach der Behandlung zustecken, denn die Rechnung wird meist am Empfang bei jemand anderem beglichen.

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Im dunklen Kellerraum lässt es sich nur schwer entspannen. Deshalb sollte ein Spa hell, gut belüftet, eher großräumig statt beengend und vor allem sehr sauber sein! Das Personal muss perfekt geschult sein und freundlich Ihre Fragen beantworten.
• Wie finde ich die für mich ideale Behandlung? Überlegen Sie, was Sie sich Gutes tun möchten. Es lohnt sich übrigens, Packages zu buchen, denn die sind meist günstiger als einzelne Treatments. Fragen Sie einfach danach und lassen Sie sich Ihr persönliches Programm zusammenstellen.
• Wann ist der beste Zeitpunkt für einen Spa-Besuch? Wer kann, sollte die ruhigen Vormittage unter der Woche nutzen. Entspannende Treatments eher am Abend oder an freien Tagen genießen.

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