Pickel? Das hilft wirklich gegen Hautunreinheiten

Sie scheinen ganz genau zu wissen, wann wir sie am wenigsten brauchen und tauchen zuverlässig vor ersten Dates, Bewerbungsgesprächen oder Passfoto-Terminen auf: Pickel! Wer hin und wieder mit kleinen Hautunreinheiten zu kämpfen hat, dürfte sich darüber jedoch nicht weiter ärgern. Wirklich unangenehm jedoch wird es, wenn Pickel und Mitesser immer wieder auftauchen und sich im fliegenden Wechsel ablösen. Dann könnten die folgenden Tricks helfen.

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Zitrone kann gegen Unreinheiten helfen.

Vorher: abklären lassen

Nicht immer sind Hautunreinheiten auf einfache Ursachen zurückzuführen. Hormonelle Schwankungen während des Zyklus beispielsweise, die Neigung zu fettiger Haut oder auch eine ungesunde Ernährung sind Gründe, an denen sich vergleichsweise leicht etwas ändern lässt. Schon mit der Verschreibung der Pille beispielsweise kann der Hormonhaushalt ausgeglichen werden und die Hautunreinheiten verschwinden. Auch eine tägliche Pflegeroutine, die der Haut gut tut, ist bei geringfügigen Problemen eine gute Lösung. Das Gesicht nicht unter der Dusche zu waschen, sich abends gründlich abzuschminken und eine passende Creme zu nutzen, schont die Haut und kann gegen Pickel helfen. 

Pickel-Tipps

Woher die Pickel kommen, muss manchmal auch der Arzt herausfinden.

Wenn all das jedoch nicht hilft und sich Hautunreinheiten schon über Monate hinweg nicht mehr lindern lassen, ist der Gang zum Hautarzt der richtige Schritt. Dann nämlich kann es sein, dass hinter den immer und immer wieder auftauchenden Pickeln, Mitessern und Beulchen Akne steckt. Der Hautarzt stellt das im Rahmen der Diagnostik fest und wird entsprechende Maßnahmen ergreifen. Ob in Form von Medikamenten oder Cremes – darüber entscheidet der individuelle Fall. Immer bedeutsamer wird auch das Wissen rund um die richtige Nährstoffversorgung bei immer wiederkehrenden Hautunreinheiten und Akne. Die Gabe verschiedener Mikronährstoffe beispielsweise kann dabei helfen, den natürlichen Schutz der Haut zu unterstützen. Welche Nährstoffe das sind und wie sie wirken, erklärt vitamindoctor.de in einem Bericht.

Ist nach der Diagnose klar, dass bestimmte körperliche Ursachen Pickel begünstigen, sollten diese selbstverständlich behandelt werden. Aber auch in diesem Fall kann es nützlich sein, die folgenden vier Tipps zu kennen und der Haut mit natürlichen Mitteln und Änderungen eigener Gewohnheiten zu helfen.

1. Teebaumöl

Bei Teebaumöl handelt es sich um ein natürliches Präparat, das in Australien schon seit Jahrhunderten als Mittel gegen Wunden und Infektionen der Haut verwendet wird. Der Australische Teebaum liefert die Blätter und Zweige, aus denen dann bei der Produktion das Öl gewonnen wird. Im Öl selbst enthalten ist der sekundäre Pflanzenstoff Terpinen-4-ol. In guten Ölen ist der zu wenigstens einem Drittel enthalten.

Teebaumöl wirkt gegen Bakterien und Mikroorganismen, kann Entzündungen lindern und hat eine leicht austrocknende Funktionsweise. All das macht das Öl zu einer guten Geheimwaffe gegen Hautunreinheiten. Da jedoch nicht jeder Teebaumöl verträgt, sollte es vorher an einer kleinen Hautstelle ausprobiert werden. Zeigt sich hier keine allergische Reaktion, ist alles gut. Dann kann das Öl sowohl unverdünnt als auch verdünnt genutzt werden. Unverdünnt jedoch nur an einzelnen und sehr kleinen Stellen, da Teebaumöl stark wirkt. Mit einem Wattestäbchen kann es leicht auf einzelne Pickel aufgetupft werden. Darüber hinaus ist es natürlich stets empfehlenswert, die Vorsichtshinweise auf der Packung nicht nur zu lesen, sondern auch zu befolgen.

2. Zitronensaft

Ein weiteres Naturprodukt, das in jedem gewöhnlichen Supermarkt zu bekommen ist, ist die Zitrone. Ihr Saft wirkt antimikrobiell und adstringierend. Gerade der adstringierende Effekt ist bei Frauen mit fettiger Haut von Vorteil, da sich die Poren nach dem Auftragen verengen und das Fett nach außen geschoben wird. Dass Zitronensaft darüber hinaus auch gegen Narben helfen soll, dürfte vor allem für jene interessant sein, deren Pickel hin und wieder unliebsame Schatten auf der Haut hinterlassen.

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Zitronensaft kann der Haut auf die Sprünge helfen.

Zitronensaft sollte nicht unbedingt pur auf die Haut aufgetragen werden, um Reizungen zu vermeiden. Er kann problemlos mit Wasser vermischt und dann mit der Hilfe eines sauberen Tuchs auf der Haut verteilt werden. Der angenehme Zitronenduft macht ein teures Gesichtswasser dann fast überflüssig.

3. Heilerde

Heilerde gibt es in jedem Drogeriemarkt entweder in Pulverform zum Anrühren oder auch gebrauchsfertig in der Tube. Die Erde selbst ist sehr reich an Mineralstoffen, die die Haut gut versorgen. Gegen Pickel hilft Heilerde vor allem als Maske, da sie auf der Haut trocknet und dabei eine Sogwirkung erzeugt. Automatisch werden Unreinheiten aus den Poren gezogen und nach dem vollständigen Abtrocknen der Maske mit einem Waschlappen entfernt. Heilerde empfiehlt sich vor allem für Frauen mit fettiger Haut. Wer trockene Haut hat, sollte sich vorab bei einer Kosmetikerin oder dem Hautarzt erkundigen, um die Schutzbarriere der Haut zu schonen.

Abgesehen von der Sogwirkung regt eine Heilerdemaske auch die Durchblutung der Haut an und kann den Teint entsprechend verbessern. Allzu oft sollte die Maske jedoch nicht angewendet werden. Zweimal wöchentlich im Abstand von etwa drei Tagen reicht vollkommen aus. Und wer Pickel auf dem Rücken, den Schultern oder auch dem Dekolletée hat, kann die Heilerde auch hier problemlos auftragen. Am besten vor dem Duschen, denn dann spült was Wasser aus der Brause die Rückstände zuverlässig ab.

4. Keine "komedogenen" Inhaltsstoffe

Eine Pflegeroutine ohne entsprechende Produkte ist für die meisten Frauen undenkbar. Nur die wenigsten verlassen sich ausschließlich auf Leitungswasser, denn vor allem Make-Up lässt sich so nicht richtig entfernen. Auch Kosmetika wie Foundation, Puder oder Highlighter berühren und beeinflussen die Haut häufig über Stunden hinweg und können unter Umständen Pickel verursachen.

Pickel-Komedogen

Komedogen oder nicht? Ein Blick auf die Inhaltsstoffe verrät es.

Unter Verdacht stehen hier insbesondere die sogenannten komedogenen Inhaltsstoffe. Der Begriff leitet sich vom lateinischen Wort comedo ab, das soviel wie "mitessen" bedeutet und entsprechend auch für die medizinische Bezeichnung von Mitessern (Komedonen) genutzt wird. Komedogene Inhaltsstoffe könnten also Hautunreinheiten begünstigen, da sie die Ablagerung von Rückständen in den Poren anregen.

Wer immer wieder mit Mitessern zu kämpfen hat, sollte seine Pflegeprodukte daher auf Komedogenität prüfen. Es gibt nämlich keine gesetzlichen Vorgaben hinsichtlich der Deklarierung. Nicht jedes anti-komedogene Pflegeprodukt erfüllt dieses Versprechen in der Realität. Eine gute Übersicht rund um komedogene Inhaltsstoffe hat hautschutzengel.de zusammengetragen. Und auch wenn sich die Wissenschaft noch nicht zu einhundert Prozent einig über die tatsächlichen Wirkungen einzelner Inhaltsstoffe ist, kann der Wechsel von Pflegeprodukten sinnvoll sein. Aber bitte nicht zu häufig, denn das irritiert die Haut.