19. Oktober 2020
Intimrasur – Pflegetipps für eine glatte Bikinizone

Intimrasur – Pflegetipps für eine glatte Bikinizone

Umfragen zufolge sind fast 70 Prozent der Frauen in der Bikinizone haarfrei. Sie pflegen ihre Haut, gönnen sich regelmäßig eine Pediküre und unterziehen ihren Intimbereich genauso regelmäßig einem Makeover. Letzteres erfordert allerdings ein paar spezielle Vorkehrungen, um unangenehme Hautirritationen, eingewachsene Härchen und rote Pusteln zu vermeiden.

Frau rasiert sich im Gesicht
© Pixabay
Die Haut im Intimbereich ist sehr empfindlich. Deshalb braucht sie vor, während und nach der Intimrasur besondere Pflege. Das hilft Pickel, Rasurbrand und eingewachsene Haar zu vermeiden.

So klappt die Rasur

Die Haare sollten vor dem Rasieren nicht zu lang sein, sonst kann die Klinge verstopfen. Mehr als fünf bis sechs Millimeter sollten es nicht sein. Sind die Haare länger, ist es ratsam, sie vorher zu kürzen. Das geht einfach mit einer Nagelschere oder mit einem elektrischen Langhaarschneider mit Aufsatz. Achtung: Eine unsachgemäße Intimrasur kann Infektionen zur Folge haben, verraten die Medizinexperten von DW.

Die Rasur erfolgt am besten unter der Dusche. Dort wird die Haut schön warm und geschmeidig, die Härchen im Intimbereich weichen ein wenig auf. So erzeugt die Klinge weniger Reibung auf der Haut und kann leichter gleiten. Eine sanfte Rasur ist immer in Wuchsrichtung. Dazu die Haut mit den Fingern etwas straffen und dann mit sanftem Druck in Richtung des Haarwuchses darüber ziehen. Das reizt die Haut weniger, als wenn der Rasierer gegen die Follikel darüber gleitet. Auf diese Weise lassen sich rote Pickel und Irritationen am besten vermeiden. Diese Regel ist in der Bikinizone besonders wichtig. Dort sind die Haare meist dicker und stärker und die Haut ist sehr empfindlich. Für die Beinenthaarung ist das nicht so wichtig. Ein feuchtigkeitsspendender Rasierschaum oder ein Rasiergel, beispielsweise von Australian Bodycare, sorgt dafür, dass die Reibung geringer ist und die Haut schon während der Rasur ein wenig Pflege erhält. Durch die Verwendung von Rasiergel lässt sich auf einfache Weise verhindern, dass eine Stelle mehrmals rasiert wird, das beugt Pickeln und irritierter Haut ebenfalls vor.

Der richtige Rasierer

Der richtige Rasierer
© Pixabay
Den Rasierer für die Intimrasur nicht zu oft benutzen. Er kann zur wahren Bakterienschleuder werden, was dann Infektionen begünstigt.

Für die perfekte Intimrasur ist das richtige Werkzeug das A und O. Die Klinge des Rasierers muss scharf und frisch sein. Nach drei bis fünf Anwendungen ist sie das nicht mehr. Scharfe Klingen gleiten einfach über die Härchen. Stumpfe klingen reizen die Haut, weil sie Reibung erzeugen. Dadurch entstehen ganz leicht eingewachsene Haare. Außerdem sind zu oft benutzte Klingen ein Paradies für Bakterien und Keime, was Infektionen und Irritationen begünstigt. Der Rasierer sollte zudem gut trocknen nach der Rasur und an einem luftigen Ort lagern. So lässt sich die Ansiedlung von Bakterien zusätzlich verhindern.

Die richtige Vorbereitung

Mit der richtigen Vorbereitung lassen sich Pickel und Rasurbrand effektiv vermeiden. Es kommt weder zu gereizter Haut noch zu Pickeln. Dazu ist ein Intimpeeling am besten geeignet, das vor und auch zwischen den Rasuren regelmäßig zum Pflegeprogramm gehören sollte. Ein sanftes Peeling entfernt junge Härchen, die gerade erst aus dem Follikel wachsen. Der Schnitt mit der Klinge kann dazu führen, dass die Härchen unter der Haut bleiben. Dort kräuseln sie sich und es kommt zu einer Entzündung. Wer unter trockener Haut leidet ist dabei besonders gefährdet. Sie haben sehr häufig eingewachsene Haare, die sich mit einem Peeling leicht verhindern lassen. Ein sanftes Körperpeeling, das natürliche Inhaltsstoffe enthält ist dabei ideal. So wird die empfindliche Haut der Bikinizone nicht noch zusätzlich strapaziert.

Nach der Rasur – jetzt ist reichhaltige Pflege notwendig

Die empfindliche Haut der Bikinizone braucht nach der Rasur eine reichhaltige Pflege. Denn wenn die Haut glatt und weich ist, wachsen die Härchen leichter nach. Das hilft, eingewachsene Haare zu vermeiden. Optimal sind Körperöle und Cremes, die Feuchtigkeit spenden und gleichzeitig die Haut beruhigen.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Unterwäsche. Nach der Rasur braucht die Haut Luft. Deshalb sollte die Unterwäsche nicht zu eng sein. Außerdem sind Saunabesuche und Workouts direkt nach der Intimrasur tabu. Denn Schweiß bringt bekanntlich Bakterien mit sich, die sich in der ohnehin gereizten, frisch rasierten Bikinizone besonders leicht vermehren können.

Teebaumöl pflegt die Haut

Teebaumöl hat eine stark antibakterielle Wirkung, das ist mittlerweile wissenschaftlich erwiesen und das wussten schon die australischen Aborigines. Teebaumöl war lange Zeit Standardmittel bei Entzündungen, bevor das Penicillin entdeckt wurde. Es hat eine stark antibakterielle Wirkung, die wissenschaftlich bewiesen ist. Es wirkt auch gegen Pilze und Viren. Bei der Intimrasur hilft es – als pflegender Zusatz in Intim-Lotion, Rasiergel oder in Waschlotionen – die lästigen Rasierpickel und Rasierbrand zu vermeiden und die Haut zu pflegen.

Zwischendurch – die Haut nicht vernachlässigen

Die Haut braucht auch zwischen zwei Rasuren viel Pflege. So regt beispielsweise eine kleine Massage mit einem Luffaschwamm die Durchblutung an. Die Haut in der Bikinizone darf auch nicht überpflegt werden. Spezielle Waschgels für den empfindlichen Intimbereich oder Peelings zwischendurch sind vollkommen ausreichend. Damit lassen sich abgestorbene Hautschüppchen effektiv entfernen und eingeschlossene Haare befreien.

Trends Schamhaar-Frisur
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Was tut Frau nicht alles für die Schönheit: Viele sind komplett haarlos im Intimbereich. Es gibt aber auch andere „Frisuren“.

Intimfrisuren sind eine Geschmacksfrage. Nicht jede Frau will ihre Bikinizone komplett haarfrei. Brazilian Waxing und Hollywood Cut bedeuten genau das: haarlos. Der Kreativität sind grundsätzlich keine Grenzen gesetzt. Es gibt den Landing Stripe, dabei bleibt ein schmaler Streifen stehen. Auch jedes andere Muster ist denkbar. Der Bikini-Cut ist eine weitere Alternative, bei der alle Schamhaare stehen bleiben, die unter dem Bikinihöschen verschwinden.

Rome Strijd Negi Mirsalehi
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