26. Januar 2021
Bindegewebe stärken: Was hilft wirklich?

Bindegewebe stärken: Was hilft wirklich?

Wie kann man Bindegewebe stärken? Diese Methoden, Übungen und Lebensmittel sorgen wirklich für straffe Beine, Arme, Bauch und Po.

Bindegewebe stärken: Frau massiert ihren Oberschenkel mit einer Trocknbürste
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Wie kann man Bindegewebe stärken? Wir stellen euch Methoden vor, die wirklich helfen.

Straffe Haut an Beinen, Armen, Bauch oder Po – für die meisten eine Traumvorstellung. Diese Methoden können wirklich das Bindegewebe stärken.

Schwaches Bindegewebe stärken: Kein seltenes Problem

Ihr wollt euer Bindegewebe stärken? Dann seid ihr nicht allein. Rund 80 Prozent der Frauen haben eine Bindegewebsschwäche. Dehnungsstreifen, Besenreiser und Cellulite sind häufig die Folgen und sorgen spätestens im Sommer für Frustration. Auch wenn es kein Schönheitsmakel sein sollte, regen wir uns oft über unsere schlaffe Haut auf und wollen vor allem an Beinen, Armen, Bauch und Po unser Bindegewebe stärken. 

Bindegewebe stärken: Diese Methoden helfen wirklich

Wir können von innen und von außen unser Bindegewebe stärken. Von Pflegeroutinen, über die richtige Ernährung, bis hin zu Sport-Übungen – es gibt einige Methoden, die den Körper straffen.

Pflegeroutinen, die das Bindegewebe stärken 

Pflegeroutinen sind eine Möglichkeit, mit der wir von außen das Bindegewebe stärken können. Das sind unsere Beauty-Tricks:

  • Anti-Cellulite-Cremes: Spezielle Anti-Cellulite-Cremes beinhalten Wirkstoffe wie Koffein, Grüntee, CBD oder Zitrusfrüchte und können leicht straffend wirken, die Durchblutung der Haut anregen und somit Cellulite und Dehnungungsstreifen vorbeugen.
  • Massieren: Besonders wirksam sind die Cremes, wenn ihr sie mit einer wohltuenden Massage ergänzt. Dafür also einfach die Anti-Cellulite-Creme für ein paar Minuten mit der Hand einmassieren – und dies am besten zweimal am Tag. Behilflich können auch ein Luffahandschuh oder elektrische Massagegeräte sein.
  • Wechselduschen: Der Wechsel zwischen warmem und kaltem Wasser beim Duschen kann das Bindegewebe stärken. Auch hier wird die Durchblutung angeregt. Um eine langfristige Stärkung des Gewebes zu erreichen, solltet ihr euren Körper täglich einer Wechseldusche unterziehen und dabei den Strahl rund fünf Mal von unten (an den Füßen beginnend) nach oben entlang eures Körpers wandern lassen.
  • Peeling: Auch Peelings können das Bindegewebe stärken. Zum einen sorgen Peelings für einen gesunden, rosigen Hautton, der leichte Dellen optisch verschwinden lässt. Außerdem regen Peelings die Durchblutung an.
  • Selbstbräuner: Wer einen SOS-Tipp gegen Cellulite benötigt, der kann zu Selbstbräuner greifen. Der sonnengeküsste Teint schummelt Dellen, Dehnungsstreifen und Besenreiser über Nacht weg. Hier verraten wir euch, wie ihr Selbstbräuner fleckenfrei auftragen könnt.
Bindegewebe stärken: Frau cremt ihre Beine ein
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Regelmäßiges Eincremen ist das A und O, wenn man das Bindegewebe stärken will.

Lebensmittel, die das Bindegewebe stärken

Auch mit der richtigen Ernährung können wir das Bindegewebe stärken. Euer Ernährungsplan sollte ausgewogen sein und alle wichtigen Nährstoffen enthalten. Die folgenden Lebensmittel können ein schlaffes Bindegewebe stärken:

  • Obst und Gemüse (Tomaten, Karotten, Brokkoli, Blumenkohl, grünes Gemüse oder Zitronen)
  • Vollkornprodukte
  • Nüsse
  • pflanzliche Fette und Öle
  • Getreide (zum Beispiel Hirse oder Hafer)

Welche Vitamine sind gut für das Bindegewebe?

Neben einer ausgewogenen Ernährung könnt ihr auch mithilfe von Nahrungsergänzungsmitteln das Bindegewebe stärken. Vitamin C ist wichtig, um die kollagenen Fasern im Bindegewebe aufzubauen und sorgt dafür, dass der Körper neue Zellen bilden kann. Vitamin C findet sich in Lebensmitteln wie Zitronen, Paprika, Spinat, Rosenkohl oder Grünkohl wieder. Außerdem wichtig ist Vitamin B3. Es ist unerlässlich für unser Bindegewebe, um Eiweißbausteine verarbeiten zu können. Vitamin B3 könnt ihr in Form von Vollkornprodukten, Kartoffeln oder Erdnüssen aufnehmen. Unterstützend könnt ihr euch auch über Nahrungsergänzungsmittel informieren. Aber Achtung: Vitamine ausschließlich in Form von Tabletten zu sich zu nehmen, ist keine Alternative zu einer ausgewognen Ernährung. Vitamine in Tabletten-Form sind nur als ergänzende Maßnahme ratsam.

Hilft Kollagen bei Bindegewebsschwäche?

In Puncto Schönheit fällt immer häufiger der Begriff Kollagen. Die Kollagenbildung findet in der Dermis, also der mittleren Hautschicht statt. Als Kollagenfaser stärkt es dort unser Bindegewebe. Damit Kollagen gebildet werden kann, benötigt euer Körper Lysin und Vitamin C. Verzerrt ihr nicht genügend Lebensmittel, die dies enthalten, kann es helfen, Kollagen als Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen.  Doch merkt euch: Bewegung, Massagen und die oben genannten weiteren Methoden sind unerlässlich im Kampf gegen Orangenhaut. Unser Bindegewebe ist ein Gewebetyp, der von innen und außen gestärkt werden will.

Welche Lebensmittel sind schlecht für das Bindegewebe?

Es gibt auch Lebensmittel, die genau das Gegenteil erreichen und sorgen für eine Bindegewebsschwäche. Auf die folgenden Lebensmittel solltet ihr weitestgehend verzichten, wenn ihr euch straffe Haut an Beinen, Armen, Bauch und Po wünscht:

  • Alkohol und Zigaretten
  • Fleisch und tierische Fette
  • Weißmehlprodukte
  • Industriezucker

Bindegewebe stärken: Viel Flüssigkeit ist wichtig

Flüssigkeit spielt eine wichtige Rolle, wenn ihr euer Bindegewebe stärken wollt. Mindestens zwei Liter Wasser oder ungesüßter Tee sollten es sein, um die Zellen mit ausreichend Flüssigkeit zu versorgen. Ihr werdet schnell feststellen, wie sich euer Hautbild verändert. Die Haut wird von innen aufgepolstert und wirkt elastischer, wenn ihr ausreichend trinkt. Ratsam sind auch entwässernde Tees wie Brennnessel- oder Ingwertee – sie helfen bei der Entschlackung.

Bindegewebe stärken mit Yoga: Frau auf einer Yogamatte im Ausfallschritt
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Regelmäßige Yoga-Übungen können Bindegewebe stärken. Der Ausfallschritt ist eine gute Übung für straffe Beine.

Bindegewebe stärken mit Sport

Eine weitere Methode, mit der man Bindegewebe stärken kann, ist regelmäßiger Sport. Beim Sport wird die Haut und das Bindegewebe durchgängig durchblutet, sodass alle Nährstoffe gut zu den Zellen transportiert werden können. Spielerisch gelingt das beim Abnehmen mit Hula Hoop. Zudem verbrauchen unsere Muskeln bei den Sport-Übungen Energie. Die Fettzellen werden zum Schmelzen gebracht und die Schicht der Fettzellen unter dem Bindegewebe wird dünner. Ergo: Die schlaffe Haut wirkt straffer und Dellen erscheinen kleiner.

Welche Sport-Übungen können Bindegewebe stärken?

  • Cardio-Training: Beim Laufen, Radfahren oder Training auf dem Crosstrainer kommt unser Stoffwechsel durch die angeregte Durchblutung so richtig in Fahrt und unsere Zellen arbeiten auf Hochtouren.
  • Kraft-Training: Es gibt viele Workouts, mit denen wir unsere Oberschenkel, Arme, Bauch und Po straffen können. Am besten setzt ihr auf einen Mix aus Cardio-Einheiten und Kraft-Training. Und: Wechselt täglich zwischen Bauch-Workout, Bein- und Po-Workout, sowie Arm-Workout.
  • Yoga und Pilates: Bei Sportarten wie Yoga und Pilates dehnen wir nicht nur unseren Körper und sorgen für lange und straffe Gliedmaßen, sondern fördern auch unsere Muskeln. Also: Ab auf die Yoga-Matte.
  • Faszien-Übungen: Das Faszien-Training hat sich erst vor ein paar Jahren so richtig durchgesetzt. Doch es ist eine gute Möglichkeit, um Bindegewebe zu stärken und eignet sich auch hervorragend als Cool-Down nach dem Training. Mit den richtigen Übungen auf der Faszienrolle, könnt ihr Besenreisern, Orangenhaut und Krampfadern vorbeugen, sowie eure Muskeln und das Bindegewebe wohltuend massieren.

Bindegewebe stärken in der Schwangerschaft

Viele Frauen haben besonders in der Schwangerschaft Angst vor Dehnungsstreifen und schlaffer Haut. Wichtig ist hier, frühzeitig zu agieren und Dehnungsstreifen vorzubeugen. Setzt also unbedingt auch während der Schwangerschaft auf die oben genannten Methoden, die das Bindegewebe stärken. Vor allem bei Schwangeren ist das tägliche Einölen (mindestens zweimal) von Bauch, Beinen, Brüsten und Po unerlässlich. Auch stützende Kleidung kann die Haut entlasten.

Mädchen mit Jeansshorts am Strand
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