Sony sagt den Kinostart von "The Interview" ab

Infolge des Sony-Hacks gelangten zahlreiche E-Mails, Filminfos & Co. an die Öffentlichkeit. Doch jetzt ist endgültig Schluss mit lustig! Die bislang immer noch unbekannten Hacker drohen mit Anschlägen auf die Kinos. Das Ergebnis: Der Filmstart der Komödie "The Interview" mit James Franco und Seth Rogen wurde abgesagt. Doch wer könnte hinter diesen Drohungen stecken? Und wie reagieren die Stars?

Seth Rogen und James Franco

Erstmal werden wir auf James Franco und Seth Rogen auf den Kinoleinwänden verzichten müssen.

Der Sony-Hack

Eine Gruppe namens "Guardians of Peace" (GOP) hackte sich auf die Sony-Server. Die Enthüllungen waren bislang in erster Linie peinlich, da persönliche E-Mails und zahlreiche Filminfos an die Öffentlichkeit gelangten. Schon länger wurde vermutet, dass der Hackerangriff mit dem Sony-Film "The Interview" zusammenhängen könnte, indem die Figuren, gespielt von James Franco und Seth Rogen, einen Mordanschlag auf das Film-Äquivalent zu Nordkoreas Diktator Kim Jong-un ausüben sollen.

Terror Drohungen

Dann wandten sich die Hacker per E-Mail an verschiedene US-Medien. Darin sollen sie gewarnt haben, sich den Film anzusehen und rieten dazu, die Häuser in der Nähe der Kinos, wo "The Interview" gezeigt wird, zu meiden. Sie sollen sogar auf den 11. September hingewiesen haben. Damit verhärteten sich die Vermutungen, Nordkorea könnte hinter dem Hackerangriff stecken, immer mehr. Infolge der Drohungen beschlossen zahlreiche US-Kinos, den Film nicht zu zeigen, die Premiere wurde abgesagt und letztendlich entschied sich Sony sogar dafür, den Filmstart am 25. Dezember komplett zu canceln.

Wann und ob "The Interview" jemals in die Kinos kommt bleibt fraglich.

So reagieren die Stars

Jetzt reagierten die Stars via Twitter auf die Absage des Kinostarts. Einige kritisierten Sonys Entscheidung und andere wie Srubs-Schauspieler Zach Braff sehen das Ganze eher mit Humor.

"Trauriger Tag für kreative Ausdrucksformen", twittert Steve Carell. Sein Nordkorea-Film "Pyongyang" wurde ebenfalls abgesagt.

Schauspieler Ben Stiller kann es nicht glauben, dass dies die Antwort auf eine Bedrohung der Ausdrucksfreiheit sein soll.

Filmregisseur Michael Moore äußert seine ganz persönlichen Wünsche an die Sony-Hacker: "Nun da ihr Hollywood kontrolliert, hätte ich gerne auch weniger romantische Komödien, Michael-Bay-Filme und keine Transformers mehr"

Und "Scrubs"-Star Zach Braff ist der Meinung, dass Ex-Basketballspieler Dennis Rodman der einzige Mann auf Erden ist, der diese Situation lösen kann. Lach!

"Game of Thrones"-Autor George R.R. Martin äußert sich auf seinem Blog zu der ganzen Sache und ist stinksauer. Ihn "erstaune das Ausmaß der gesellschaftlichen Feigheit". Und "es wäre gut, dass diese Leute nicht dabei waren als Charlie Chaplin "The Great Dictator" machte". Außerdem wäre er gerne bereit den Film in seinem Kino zu zeigen.

Kauft Netflix „The Interview“?

Statt die ganze Arbeit und Ausgaben in den Wind zu schreiben, schlug nun qz.com vor, Netflix könne den Sony-Film doch einfach kaufen. Netflix CEO Reed Hastings ist auf jeden Fall bekennender „The Interview“ Fan und schrieb auf Facebook, dass er zehn Tickets kaufen werde, wenn der Film rauskommt. Doch ob diese Begeisterung ausreicht, um mal eben einen 100 Millionen Dollar Streifen statt zehn Tickets zu kaufen? Wohl eher nicht.