Sex und Mord: Die mörderischen Serien "Dexter", "Californication" und "Pushing Daisies"

Goodbye "Grey's Anatomie"! Auch wenn uns der Abschied von der adretten Ärzteschaft schwer fällt, ab 22. Oktober werden wir mit der neuen Superserie "Pushing Daisies" bei ProSieben entschädigt. Und schon vorher, ab dem 29. September, locken neue US-Serien mit viel Sex, viel Blut und verqueren Charakteren vor die Kiste: "Dexter" und "Californication" starten bei RTL II.

Kommt nicht von den Frauen los: Hank Moody (David Duchovny) aus

Kommt nicht von den Frauen los: Hank Moody (David Duchovny) aus "Californication", hier mit Exfreundin Karen (Natascha McElhone). (Bild: RTL II, Showtime Networks Inc.)

Beginnen wir mit dem Sex: Reichlich davon hat David Duchovny alias Hank Moody in der neuen US-Serie "Californication". Wie schon 1999 von den Red Hot Chili Peppers auf gleichnamigen Album besungen, geht es darin um das schillernde, glitzernde, schwüle Los Angeles, das neben Glamour eben auch eine ganze Menge Depressionen, Wirrungen, Drogen und jede Menge Sex bereit hält.

Hank Moody, der Schriftsteller mit Schreibblockade, verfällt eben diesem düsteren Teil der Stadt und sucht sein berufliches und privates Scheitern - seine Ex-Freundin Karen (hinreißend: Natascha McElhorne) hat sich jüngst in einen Spießer par excellence verliebt - mit möglichst viel Sex mit möglichst vielen Frauen zu kompensieren.

Zu dumm, dass ausgerechnet eine seiner Affären die 16-jährige Tochter eben jenes Spießers ist, mit dem Hanks große Liebe nun zusammenlebt. Das kleine Biest erpresst den Schriftsteller, der sich dem Problem auf seine Weise stellt: Mehr Sex mit noch mehr Frauen.

Dass die Serie dennoch zur A-Liga amerikanischer Export-Ware zählt und nichts mit Softporno-Fantasien zu tun hat, liegt neben den großartigen Darstellern auch an dem Ton und den Dialogen, die nicht nur vor Sarkasmus, sondern auch vor bitterer Wahrheit sprühen und dennoch den Witz von "Californication" ausmachen. Unbedingt ansehen!

Sex and Crime: Facts zur fantastischen Serie "Pushing Daisies"

Märchenhaft, verträumt, romantisch - "Pushing Daises" zeichnet eine verwunschene Welt mit schillernden Farben, kleinen Häuschen und duftenden Obstkuchen. Erfinder Bryan Fuller ("Heroes") erzeugt eine Stimmung irgendwo zwischen "Alice im Wunderland" und "Die fabelhafte Welt der Amelie". Hauptdarsteller Lee Pace (bekannt aus "The Fall") wird dabei zum tragischen Helden, der zwar eine besondere Gabe hat, dafür aber seiner großen Liebe nie nahekommen wird ...

Ned (Lee Pace) entdeckte beim plötzlichen Tod seiner Mutter, dass er Tote mit einer einzigen Berührung wieder zum Leben erwecken kann. Jedoch gibt es zwei kleine Haken bei seiner Begabung. Erstens: Wenn Ned den Auferstandenen ein weiteres Mal berührt, ist er endgültig tot. Zweitens: Wenn Ned dies jedoch innerhalb von 60 Sekunden nicht tut, stirbt ein anderer Mensch.

Als Erwachsener macht sich Ned diese Fähigkeit zu nutze. Mit dem Privatdetektiv Emerson Cod (Chi McBride) erweckt Ned ermordete Menschen kurz wieder zum Leben und findet heraus, wer ihr Mörder ist. Als Ned jedoch plötzlich seine ermordete Sandkastenliebe Chuck (Anna Friel) aufwecken soll, kann er sich nicht überwinden sie ein zweites Mal zu berühren ... Zusammen versuchen sie ihren Mörder zu finden und ihre Liebe ohne eine einzige Berührung wieder aufleben zu lassen.

"Pushing Daisies" entführt in eine verträumt romantische Welt, und rutscht Dank einer großen Portion Humor nicht ins Schnulzen-Genre ab. Zudem präsentiert die Serie das hinreißendste Paar der Seriengeschichte, Ned und Charles, die beiden Königskinder ...

Mörderische Serien: Infos zur US-Erfolgsserie "Dexter"

Gleich im Anschluss an "Californication" kommt mit "Dexter" ein etwas anderer Serienheld auf den RTLII-Bildschirm. Damit zieht RTL II in großen Schritten gleichauf zu ProSieben im Wettbewerb um den Sender mit coolsten Serien-Importen. Im Gegensatz zu Hank Moody steht Dexter Morgan (Michael C. Hall) weder auf Sex noch auf Drogen, sondern einzig und allein auf Blut.

Da sein Papa ihm aber einst empfahl, er möge seinen Blutdurst doch besser an bösen Menschen stillen statt an Tieren oder gar braven Mitbürgern, killt sich der Forensiker des Miami Police Departments durch den Stapel ungeklärter Morde: Nachts spürt er die Täter, meist Mörder, Kinderschänder, Vergewaltiger auf, quält sie ein bisschen, um sie dann zu töten.

Selbstjustiz ohne große Reflexion - schließlich wird Dexter als emotional absolut verwahrlost geschildert. Damit schafft sich die Serie einen cleveren Rückzugsort gegen alle empörten Ausrufe, hier würde Selbstjustiz verherrlicht. Dexter ist im Bereich der menschlichen Gefühlswelt ein glatter Autist, der keine Liebe und schon gar keine sexuelle Erregung empfinden kann (nur seine Stiefschwester hat er ganz gern). Ein richtig interessanter Anti-Held.

Kameraführung sowie Farbgebung der Serie zeichnen ein grelles, kaltes Miami, das perfekt zu dem Hauptdarsteller passt. Michael C. Hall wurde für seine krasse-schizophrene Interpretation des fanatischen Killers nicht umsonst schon für den Emmy und den Golden Globe als bester Darsteller in einer Serie nominiert. Der Montag ist gerettet!

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