Michelle Hunziker: Trotz Wochenbett zur Arbeit

Sechs bis acht Wochen Ruhe verordnen Hebammen frisch gebackenen Müttern. Denn die Zeit nach der Geburt ist anstrengend, der Körper muss sich erholen, die Bindung zum Baby gedeihen. Doch auch hier schlagen Stars der Natur ein Schnippchen. Nach den ultraschnellen Gewichtsabnahmen diverser Models nach der Geburt setzt Michelle Hunziker nun neue Standards in Sachen Mutterschutz: Vier Tage nach der Geburt ihrer zweiten Tochter Sole ging Michelle Hunziker ins Studio zum Arbeiten - die italienische Show "Striscia La Notizia" empfing eine strahlend schöne Jungmutter. Natürlich ist das Michelle Hunzikers eigene Entscheidung, wieviel Ruhe sie sich gönnt. Dennoch: Das öffentliche Bild von Frauen nach der Geburt wird durch solche Aktionen immer verzerrter...

Michelle Hunziker strahlt vier Tage nach der Geburt im italienischen fernsehen

Michelle Hunziker strahlt vier Tage nach der Geburt im italienischen Fernsehen

Kein Wochenbett für Stars?

Das so genannte Wochenbett, die Zeit nach der Geburt, ist keine Erfindung fauler Frauen, diese Zeit ist tatsächlich notwendig, damit sich der Körper von der Geburt erholen kann. Manche Hebammen empfehlen den jungen Müttern sogar, in den ersten drei Wochen nach der Entbindung komplett auf Besucher zu verzichten, um diese Zeit ganz bewusst und ruhig angehen zu können. Und zwar am besten: im Bett!

Doch Michelle Hunziker pausiert von der Pause und geht vier Tage nach der Entbindung - und etwa einen nach der Entlassung aus dem Krankenhaus - wieder arbeiten. Das ist erstaunlich.

Michelle Hunziker und Tomaso Trussardi

21 Stunden Geburt

Schließlich klappt beispielsweise das Stillen bei manchen Frauen erst nach drei bis vier Tagen. Man ist müde - Michelle Hunziker sagte gegenüber der Bild-Zeitung schließlich, ihre Geburt habe 21 Stunden gedauert. Jeder, der schonmal entbunden hat, weiß, dass man dabei nicht einfach nur 21 Stunden am Stück wach ist, sondern, dass es ein ziemlich anstrengender Vorgang ist, dem kleinen Menschen auf die Welt zu helfen.

Falsches Frauenbild

Nun, wir wollen nicht päpstlicher als der Papst sein, und eigentlich ist es uns auch egal, wie Frauen ihr Wochenbett verbringen. Aber dieses plakative Zurschaustellen von Fitness und Elan, von tollen Körpern und strahlenden Augen so kurz nach der Geburt hat mit dem echten Leben von etwa 95 Prozent aller Frauen nichts zu tun. Auch wenn - das wollen wir gar nicht bestreiten - die Geburt für manche Frauen ein Spaziergang ist, oder wie Gisele Bündchen einst sagte: "Es hat nicht im Geringsten weh getan".