Hatte Marilyn Monroe ein künstliches Kinn?

Wenn bekannte Auktionshäuser private Dinge verstorbener Stars und Ikonen versteigern, kommen gerne mal bis dato unbekannte Infos ans Tageslicht. Und diesmal betrifft es Marilyn Monroe. Das kalifornische Auktionshaus Julien's Auctions, das in regelmäßigen Abständen Dinge aus dem Leben großer Stars wie Michael Jackson, Johnny Cash oder Whitney Houston versteigert, bietet am 10. November 2013 sechs kleine Röntgenbilder und eine Krankenakte von Marilyn Monroe an. Darauf soll deutlich zu sehen sein, dass sich die Hollywood-Diva einer Kinn-OP unterzogen haben soll und ein Implantat im Kinn trug.

Im Vergleich: Marilyn Monroe 1948 (l.), zwei Jahre vor ihrer Kinn-OP und 1953.

Im Vergleich: Marilyn Monroe 1948 (l.), zwei Jahre vor ihrer Kinn-OP und 1953.

Röntgenbilder sollen Kinnimplantat zeigen

Marilyn Monroe gilt noch heute als Sinnbild perfekter Schönheit und Weiblichkeit. Mit ihrem Gesicht, ihrem Körper und ihrer koketten Art begeisterte sie schon in den 1950er Jahren Hollywood und die breite Masse. Bis heute umgibt Marilyn Monroe, die schon 1962 im Alter von nur 36 Jahren starb, ein Mythos. Gerüchte um ihre makellose Schönheit, der durch einen Schönheitschirurgen auf die Sprünge geholfen worden sei, kamen immer wieder auf. Doch bis dato konnten sie nicht belegt werden. Das könnte sich jetzt ändern, denn laut des Auktionshauses Julien’s Auctions in Los Angeles geht aus angebotenen Röntgenbildern und Krankenakten von Marilyn Monroe deutlich hervor, dass sie zumindest ein Implantat im Kinn trug.

Marilyn Monroes Krankenakte wird versteigert

Die Krankenakte beschreibt mehrere Arztbesuche von Marilyn Monroe zwischen 1950 und 1962. Unter anderem wird dort 1950 vermerkt, dass ein Knorpelimplantat in das Kinn der Hollywood-Schauspielerin eingesetzt wurde, wie das Auktionshaus schreibt. Die Ärzte stellten im Laufe der Behandlungszeit allerdings fest, dass sich das Implantat begonnen hatte aufzulösen. 1957 befand sich Marilyn Monroe in New York wegen einer Bauchhöhlenschwangerschaft in Behandlung, 1956 wegen eines Anfalls von Neutropenie (der Abnahme weißer Blutkörperchen). Die ebenfalls zur Versteigerung angebotenen Röntgenbilder von Marilyn Monroe sind aus dem Jahr 1962. Nach einem nächtlichen Sturz bei dem Marilyn Monroe vermutete, ihre Nase gebrochen zu haben, kam sie zu ihrem Arzt, der Röntgenbilder von ihrem Rachen und dem Nasen- und Wangenbereich anfertigte, auf dem letztendlich auch das Kinnimplantat zu sehen sein soll. Tatsächlich ist im direkten Fotovergleich ein deutlicher Unterschied zu erkennen. Vor der OP sah die Kinnpartie von Marilyn Monroe noch wesentlich breiter aus.